clock

CLOCK(3)                    Linux-Programmierhandbuch                   CLOCK(3)



BEZEICHNUNG
       clock - ermittelt die verbrauchte CPU-Zeit

ÜBERSICHT
       #include <time.h>

       clock_t clock(void);

BESCHREIBUNG
       Die Funktion clock() gibt eine Näherung für die vom Programm verbrauchte
       Prozessorzeit zurück.

RÜCKGABEWERT
       Der Rückgabewert ist die bisher verbrauchte CPU-Zeit. Er ist vom Typ
       clock_t. Für die Umrechnung in Sekunden teilen ihn Sie durch
       CLOCKS_PER_SEC. Wenn die Prozessorzeit nicht verfügbar oder ihr Wert
       nicht darstellbar ist, gibt die Funktion (clock_t) -1 zurück.

ATTRIBUTE
       Siehe attributes(7) für eine Erläuterung der in diesem Abschnitt
       verwandten Ausdrücke.

       ┌──────────────┬───────────────────────┬─────────┐
       │Schnittstelle Attribut              Wert    │
       ├──────────────┼───────────────────────┼─────────┤
       │clock()       │ Multithread-Fähigkeit │ MT-Safe │
       └──────────────┴───────────────────────┴─────────┘

KONFORM ZU
       POSIX.1-2001, POSIX.1-2008, C89, C99. XSI fordert, dass CLOCKS_PER_SEC
       unabhängig von der tatsächlichen Auflösung gleich 1000000 ist.

ANMERKUNGEN
       Der C-Standard lässt willkürliche Werte beim Programmstart zu. Um
       maximale Portierbarkeit zu gewährleisten, subtrahieren Sie jeweils den
       Rückgabewert von clock() beim Programmstart.

       Beachten Sie, dass Zeit überlaufen kann. Auf einem 32-Bit-System, auf dem
       CLOCKS_PER_SEC 1000000 ist, wird diese Funktion ungefähr alle 72 Minuten
       den gleichen Wert zurückgeben.

       Es gibt einige andere Implementierungen, bei denen der Rückgabewert von
       clock() auch die Zeiten der Kindprozesse enthält, deren Status mittels
       wait (oder einem Aufruf einer anderen Funktion vergleichbarer
       Funktionalität) ermittelt wurden. Die Linux-Implementierung schließt im
       Rückgabewert von clock die Wartezeiten auf Kindprozesse nicht mit ein.
       Die Funktion times(2) liefert detaillierte, separate Informationen über
       den aufrufenden Prozess und seine Kindprozesse zurück. Sie ist
       vorzuziehen, wenn Sie diese Informationen benötigen.

       In glibc 2.17 und früher setzte clock() auf times(2) auf. Zur
       Verbesserung der Präzision ist es seit glibc 2.18 als Aufsatz von
       clock_gettime(2) implementiert (wobei die CLOCK_PROCESS_CPUTIME_ID-Uhr
       verwendet wird).

SIEHE AUCH
       clock_gettime(2), getrusage(2), times(2)

KOLOPHON
       Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 5.08 des Projekts
       Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie
       Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite
       finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man-pages/.


ÜBERSETZUNG
       Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Michael Piefel
       <piefel@debian.org>, Patrick Rother <krd@gulu.net>, Martin Eberhard
       Schauer <Martin.E.Schauer@gmx.de> und Mario Blättermann
       <mario.blaettermann@gmail.com> erstellt.

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GNU                            15. September 2017                       CLOCK(3)