fopen

FOPEN(3)                      Bibliotheksfunktionen                     FOPEN(3)



NAME
       fopen, fdopen, freopen - Funktionen zum Öffnen von Streams

ÜBERSICHT
       #include <stdio.h>

       FILE *fopen( char *path, char *mode);
       FILE *fdopen( int fildes, char *mode);
       FILE *freopen( char *path, char *mode, FILE *stream);

BESCHREIBUNG
       Die Funktion fopen öffnet die Datei, dessen Name der String ist, auf den
       path zeigt, und verbindet einen Stream damit.

       Das Argument mode zeigt auf einen String, der mit einer der folgenden
       Sequenzen beginnt (Zusätzliche Zeichen dürfen diesen Sequenzen folgen.):

       r      Öffne die Textdatei zum Lesen.  Der Stream wird auf den
              Dateianfang positioniert.

       r+     Öffne die Textdatei zum Lesen und Schreiben.  Der Stream wird auf
              den Dateianfang positioniert.

       w      Verkürze die Datei auf die Länge Null oder erzeuge eine Textdatei
              zum Schreiben.  Der Stream wird auf den Dateianfang positioniert.

       w+     Öffne die Datei zum Lesen und Schreiben.  Die Datei wird erzeugt,
              wenn sie nicht existiert, ansonsten abgeschnitten.  Der Stream
              wird auf den Dateianfang positioniert.

       a      Öffne die Datei zum Schreiben.  Die Datei wird erzeugt, wenn sie
              nicht existiert.  Der Stream wird auf das Dateiende positioniert.

       a+     Öffne zum Lesen und Schreiben.  Die Datei wird erzeugt, wenn sie
              nicht existiert.  Der Stream wird auf das Dateiende positioniert.

       Der String mode kann auch das Zeichen ``b'' enthalten, entweder als ein
       drittes Zeichen oder als ein Zeichen in einem der oben beschriebenen
       Zwei-Zeichen-Strings.  Dies ist ausschließlich Aus Kompatibilitätsgründen
       zu ANSI C3.159-1989 (``ANSI C'') und hat keinen Effekt; das ``b'' wird
       ignoriert.  Linux verhält sich evtl. nicht so.

       Jede erzeugte Datei hat den Modus
       S_IRUSR|S_IWUSR|S_IRGRP|S_IWGRP|S_IROTH|S_IWOTH (0666), modifiziert durch
       den umask-Werk des Prozesses (siehe umask(2).

       Lese- und Schreibzugriffe dürfen in Schreib-/lese - Streams in jeder
       Reihenfolge gemischt verwendet werden und benötigen kein
       zwischenzeitliches seek wie in früheren Versionen von stdio.  Dieses
       Verhalten ist nicht portabel mit anderen Systemen, und muß unter Linux
       nicht funktinieren (irgendjemand sollte das testen und diese Manpage
       berichtigen); ANSI C verlangt, daß eine Dateizeiger-Positionierfunktion
       zwischen Aus- und Eingabe aufgerufen wird, solange nicht eine
       Eingabeoperation ein Dateiende vorfindet.

       Die Funktion fdopen verbindet einen Stream mit einem existierenden
       Dateideskriptor fildes.  Der mode des Stream muß kompatibel zu dem Modus
       des Dateideskriptors sein.  Der Dateideskriptor wird nicht ge-dup't.

       Die Funktion freopen öffnet eine Datei, deren Name der String ist, auf
       den path zeigt, und verbindet den Stream, auf den stream zeigt, damit.
       Der originale Stream (wenn er existiert) wird geschlossen.  Das Argument
       mode wird genauso wie in der Funktion fopen benutzt.  Der primäre Nutzen
       der Funktion freopen ist es, die Datei zu ändern, die mit einem standard
       Text-Stream (stderr, stdin, oder stdout) verbunden ist.

RÜCKGABEWERT
       Bei erfolgreicher Beendigung geben fopen, fdopen und freopen einen
       Dateideszeiger FILE zurück.  Anderenfalls wird NULL zurückgegeben und die
       globale Variable errno gesetzt um den Fehler anzuzeigen.

FEHLER
       EINVAL Der mode für fopen, fdopen, oder freopen war ungültig.

       Die Funktionen fopen, fdopen und freopen können auch fehlschlagen und
       errno setzen für Fehler, die für die Routine malloc(3) spezifiziert sind.

       Die Funktion fopen kann auch fehlschlagen und errno für Fehler, die für
       die Routine open(2) spezifiziert sind, setzen.

       Die Funktion fdopen kann auch fehlschlagen und errno für Fehler, die für
       die Routine fcntl(2) spezifiziert sind, setzen.

       Die Funktion freopen kann auch fehlschlagen und errno für Fehler, die für
       die Routinen open(2), fclose(3) und fflush(3) spezifiziert sind, setzen.

SIEHE AUCH
       open(2), fclose(3).

STANDARDS
       Die Funktionen fopen und freopen sind konform zu ANSI C3.159-1989 (``ANSI
       C'').  Die Funktion fdopen ist konform zu IEEE Std1003.1-1988
       (``POSIX'').



BSD                               29. Juli 1996                         FOPEN(3)