isalnum

ISALPHA(3)                 Linux-Programmierhandbuch                ISALPHA(3)



BEZEICHNUNG
       isalnum, isalpha, isascii, isblank, iscntrl, isdigit, isgraph, islower,
       isprint, ispunct, isspace, isupper, isxdigit, isalnum_l, isalpha_l,
       isascii_l, isblank_l, iscntrl_l, isdigit_l, isgraph_l, islower_l,
       isprint_l, ispunct_l, isspace_l, isupper_l, isxdigit_l -
       Zeichenklassifizierungs-Funktionen

ÃBERSICHT
       #include <ctype.h>

       int isalnum(int c);
       int isalpha(int c);
       int iscntrl(int c);
       int isdigit(int c);
       int isgraph(int c);
       int islower(int c);
       int isprint(int c);
       int ispunct(int c);
       int isspace(int c);
       int isupper(int c);
       int isxdigit(int c);

       int isascii(int c);
       int isblank(int c);

       int isalnum_l(int c, locale_t locale);
       int isalpha_l(int c, locale_t locale);
       int isblank_l(int c, locale_t locale);
       int iscntrl_l(int c, locale_t locale);
       int isdigit_l(int c, locale_t locale);
       int isgraph_l(int c, locale_t locale);
       int islower_l(int c, locale_t locale);
       int isprint_l(int c, locale_t locale);
       int ispunct_l(int c, locale_t locale);
       int isspace_l(int c, locale_t locale);
       int isupper_l(int c, locale_t locale);
       int isxdigit_l(int c, locale_t locale);

       int isascii_l(int c, locale_t locale);

   Mit Glibc erforderliche Makros (siehe feature_test_macros(7)):

       isascii():
           _XOPEN_SOURCE
               || /* Glibc seit 2.19: */ _DEFAULT_SOURCE
               || /* Glibc-Versionen <= 2.19: */ _SVID_SOURCE

       isblank():
           _ISOC99_SOURCE || _POSIX_C_SOURCE >= 200112L

       isalnum_l(), isalpha_l(), isblank_l(), iscntrl_l(), isdigit_l(),
       isgraph_l(), islower_l(), isprint_l(), ispunct_l(), isspace_l(),
       isupper_l(), isxdigit_l():
           Seit Glibc 2.10:
                  _XOPEN_SOURCE >= 700
           Vor Glibc 2.10:
                  _GNU_SOURCE

       isascii_l():
           Seit Glibc 2.10:
                  _XOPEN_SOURCE >= 700 && (_SVID_SOURCE || _BSD_SOURCE)
           Vor Glibc 2.10:
                  _GNU_SOURCE

BESCHREIBUNG
       Diese Funktionen prüfen, ob c, das den Wert eines unsigned char haben
       oder EOF sein muss, in eine Zeichenklasse entsprechend den aktuellen
       Einstellungen für die Spracheinstellung (locale) passt. Die Funktionen
       ohne das Suffix »_l« führen die Ãberprüfung basierend auf der
       aktuellen Locale aus.

       Die Funktionen mit dem Suffix »_l« führen die Ãberprüfung basierend
       auf der im Locale-Objekt locale angegebenen Locale aus. Das Verhalten
       dieser Funktionen ist nicht definiert, falls locale das spezielle
       Locale-Objekt LC_GLOBAL_LOCALE (siehe duplocale(3)) oder kein gültiges
       Locale-Objekt-Handle ist.

       die folgende Liste erläutert die Wirkungsweise der Funktionen ohne das
       Suffix »_l«. Das Verhalten der Funktionen mit dem Suffix »_l«
       unterscheidet sich davon nur dadurch, dass das Locale-Objekt locale
       anstelle der aktuellen Locale verwendet wird.

       isalnum()
              prüft auf alphanumerische Zeichen, es ist äquivalent zu
              (isalpha(c) || isdigit(c)).

       isalpha()
              prüft auf alphanumerische Zeichen, in der standard "C"-Locale
              ist es äquivalent zu (isupper(c) || islower(c)). In anderen
              Locales kann es weitere Zeichen geben, für die isalpha() wahr
              ist - Zeichen, die weder GroÃ- noch Kleinbuchstaben sind.

       isascii()
              prüft, ob c ein 7-bit unsigned char-Wert ist, der in den
              ASCII-Zeichensatz passt.

       isblank()
              prüft auf ein Leerzeichen, also ein Leerzeichen oder einen
              Tabulator

       iscntrl()
              prüft auf ein Steuerzeichen

       isdigit()
              prüft auf eine Ziffer (0 bis 9)

       isgraph()
              prüft auf druckbare Zeichen auÃer Leerzeichen

       islower()
              prüft auf einen Kleinbuchstaben

       isprint()
              prüft auf druckbare Zeichen inklusive Leerzeichen

       ispunct()
              prüft auf druckbare Zeichen, das kein Leerzeichen und kein
              alphanumerisches Zeichen ist

       isspace()
              prüft auf Freizeichen. In den "C"- und "POSIX"-Locales sind
              dies: Leerzeichen, Seitenvorschub ('\f'), Zeilenumbruch ('\n'),
              Wagenrücklauf ('\r'), horizontaler Tabulator ('\t') und
              vertikaler Tabulator ('\v').

       isupper()
              prüft auf einen GroÃbuchstaben

       isxdigit()
              prüft, auf hexadezimale Ziffern, also eine von
              0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 a b c d e f A B C D E F.

RÃCKGABEWERT
       Falls das Zeichen c in die geprüfte Klasse fällt, wird eine Zahl
       ungleich null zurückgegeben, ansonsten null.

VERSIONEN
       isalnum_l(), isalpha_l(), isblank_l(), iscntrl_l(), isdigit_l(),
       isgraph_l(), islower_l(), isprint_l(), ispunct_l(), isspace_l(),
       isupper_l(), isxdigit_l() und isascii_l() sind seit Glibc 2.3
       verfügbar.

ATTRIBUTE
       Siehe attributes(7) für eine Erläuterung der in diesem Abschnitt
       verwandten Ausdrücke.

       ┌─────────────────────────────────┬────────────────────────┬─────────┐
       │Schnittstelle                    Attribut               Wert    │
       ├─────────────────────────────────┼────────────────────────┼─────────┤
       │isalnum(), isalpha(), isascii(), │ Multithread-Fähigkeit │ MT-Safe │
       │isblank(), iscntrl(), isdigit(), │                        │         │
       │isgraph(), islower(), isprint(), │                        │         │
       │ispunct(), isspace(), isupper(), │                        │         │
       │isxdigit()                       │                        │         │
       └─────────────────────────────────┴────────────────────────┴─────────┘
KONFORM ZU
       C89 spezifiziert isalnum(), isalpha(), iscntrl(), isdigit(), isgraph(),
       islower(), isprint(), ispunct(), isspace(), isupper() und isxdigit(),
       aber nicht isascii() und isblank(). POSIX.1-2001 spezifiziert auch
       diese Funktionen und auch isascii() (als eine XSI-Erweiterung) und
       isblank(). C99 spezifiziert alle der vorhergehenden Funktionen auÃer
       isascii().

       POSIX.1-2008 markiert isascii() als veraltet, daher sollte darauf
       hingewiesen werden, dass es in einer lokalisierten Anwendung nicht
       portabel verwendet werden kann.

       POSIX.1-2008 spezifiziert isalnum_l(), isalpha_l(), isblank_l(),
       iscntrl_l(), isdigit_l(), isgraph_l(), islower_l(), isprint_l(),
       ispunct_l(), isspace_l(), isupper_l() und isxdigit_l().

       isascii_l() ist eine GNU-Erweiterung.

ANMERKUNGEN
       Die Standards verlangen, dass das Argument c für diese Funktionen
       entwender EOF oder ein Wert, der in dem Typ unsigned char darstellbar
       ist, sein muss. Falls das Argument c vom Typ char ist, muss es in
       unsigned char umgewandelt werden, wie in dem folgenden Beispiel:

           char c;
           ...
           res = toupper((unsigned char) c);

       Dies ist notwendig, da char äquivalent zu signed char sein kann. In
       diesem Fall würde ein Byte, bei dem das höchste Bit gesetzt ist, mit
       einem Vorzeichen erweitert, wenn es in ein int konvertiert würde. Dies
       würde zu einem Wert führen, der auÃerhalb des Bereichs von unsigned
       char wäre.

       Die Details, welche Zeichen zu welcher Klasse gehören, sind von der
       Locale abhängig. Zum Beispiel wird isupper() in der Standard-C-Locale
       kein à als GroÃbuchstaben erkennen.

SIEHE AUCH
       iswalnum(3), iswalpha(3), iswblank(3), iswcntrl(3), iswdigit(3),
       iswgraph(3), iswlower(3), iswprint(3), iswpunct(3), iswspace(3),
       iswupper(3), iswxdigit(3), newlocale(3), setlocale(3), toascii(3),
       tolower(3), toupper(3), uselocale(3), ascii(7), locale(7)

KOLOPHON
       Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 5.01 des Projekts
       Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie
       Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite
       finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man-pages/.


ÃBERSETZUNG
       Die deutsche Ãbersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge
       Kreutzmann <debian@helgefjell.de>, Mario Blättermann
       <mario.blaettermann@gmail.com> und Dr. Tobias Quathamer
       <toddy@debian.org> erstellt.

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GNU                           15. September 2017                    ISALPHA(3)