proc

PROC(5)                    Linux-Programmierhandbuch                   PROC(5)



BEZEICHNUNG
       proc - Pseudo-Dateisystem für Prozessinformationen

BESCHREIBUNG
       /proc ist ein Pseudo-Dateisystem. Es dient als Schnittstelle zu den
       Kernel-Datenstrukturen und wird gewöhnlich unter /proc eingehängt.
       Typischerweise wird es vom System automatisch eingehängt. Es kann aber
       auch mit einem Befehl manuell eingehängt werden:

           mount -t proc proc /proc

       Die meisten Einträge im Dateisystem proc sind nur lesbar, aber einige
       Dateien sind auch schreibbar, wodurch das Verändern von
       Kernel-Variablen erlaubt wird.

   Einhänge-Optionen
       Das Dateisystem proc unterstützt die folgenden Einhängeoptionen:

       hidepid=n (seit Linux 3.3)
              Diese Option regelt, wer auf die Informationen in den
              Verzeichnissen /proc/[PID] zugreifen darf. Das Argument n hat
              einen der folgenden Werte:

              0   Jeder darf auf alle /proc/[PID]-Verzeichnisse zugreifen.
                  Dies ist das traditionelle Verhalten und die Vorgabe, falls
                  diese Einhängeoption nicht angegeben ist.

              1   Benutzer dürfen auf nur ihre eigenen Dateien und
                  Unterverzeichnisse innerhalb von /proc/[PID] zugreifen (die
                  Verzeichnisse /proc/[PID] selbst bleiben sichtbar).
                  Sensitive Dateien wie /proc/[PID]/cmdline und
                  /proc/[PID]/status werden jetzt vor anderen Benutzer
                  geschützt. Dadurch ist es unmöglich, herauszufinden, ob
                  ein andere Benutzer ein bestimmtes Programm ausführt
                  (solange das Programm sich nicht anderweitig durch sein
                  Verhalten zu erkennen gibt).

              2   Wie für Modus 1, aber zusätzlich werden die Verzeichnisse
                  /proc/[PID] anderer Benutzer unsichtbar. Das bedeutet, dass
                  die Einträge /proc/[PID] nicht mehr zur Aufdeckung von PIDs
                  auf dem System genutzt werden können. Das versteckt nicht
                  die Tatsache, dass ein bestimmter PID-Wert existiert (dies
                  kann durch andere Methoden, beispielsweise »kill -0 $PID«,
                  herausgefunden werden), aber es versteckt die UID und GID
                  des Prozesses, die ansonsten durch Einsatz von stat(2) auf
                  einem /proc/[PID]-Verzeichnis herausgefunden werden könnte.
                  Dies verkompliziert die Aufgabe eines Angreifers deutlich,
                  Informationen über laufende Prozesse zu sammeln (z.B. zu
                  entdecken, ob ein Daemon mit erweiterten Privilegien läuft,
                  ob ein anderer Benutzer ein bestimmtes sensitives Programm
                  ausführt, ob ein anderer Benutzer ein bestimmtes Programm
                  überhaupt ausführt usw.).

       gid=gid (seit Linux 3.3)
              Legt die Kennung einer Gruppe fest, deren Mitglieder berechtigt
              sind, Prozessinformationen herauszufinden, die andernfalls durch
              hidepid verweigert würden (d.h. für Benutzer in der Gruppe
              verhält es sich, als ob /proc mit hidepid=0 eingehängt worden
              wäre). Diese Gruppe sollte anderen Ansätzen (wie dem Eintrag
              von Benutzern in die Datei sudoers(5)) vorgezogen werden.

   Ãberblick
       Unterhalb von /proc gibt es die folgenden allgemeinen Gruppen von
       Dateien und Unterverzeichnissen:

       Unterverzeichnisse von /proc/[PID]
              Jedes dieser Unterverzeichnisse enthält Dateien und
              Unterverzeichnisse, die Informationen über die Prozesse mit der
              entsprechenden Prozesskennung offenlegen.

              Unterhalb jedes der /proc/[PID]-Verzeichnisse enthält ein
              Task-Unterverzeichnis entsprechende Unterverzeichnisse der Form
              Task/[TID]. Diese enthalten entsprechende Informationen über
              jeden der Threads in dem Prozess, wobei TID die
              Kernel-Thread-Kennung des Threads ist.

              Die Unterverzeichnisse /proc/[PID] sind beim Durchlauf durch
              /proc mit getdents(2) sichtbar (und daher sichtbar, wenn ls(1)
              zur Anzeige der Inhalte von /proc verwandt wird).

       Unterverzeichnisse von /proc/[TID]
              Jedes dieser Unterverzeichnisse enthält Dateien und
              Unterverzeichnisse, die Informationen über den Thread mit der
              entsprechenden Thread-Kennung offenlegen. Der Inhalt dieser
              Verzeichnisse ist der gleiche wie bei den entsprechenden
              /proc/[PID]/task/[TID]-Verzeichnissen.

              Die Verzeichnisse /proc/[TID] sind beim Durchlauf von /proc mit
              getdents(2) nicht sichtbar (und daher nicht sichtbar, wenn ls(1)
              zur Anzeige der Inhalte von /proc verwandt wird).

       /proc/self
              Wenn ein Prozess auf diesen magischen symbolischen Link
              zugreift, wird dieser auf das Verzeichnis /proc/[PID] des
              Prozesses selbst aufgelöst.

       /proc/thread-self
              Wenn ein Thread auf diesen magischen symbolischen Link zugreift,
              wird dieser auf das Verzeichnis /proc/self/task/[TID] des
              Prozesses selbst aufgelöst.

       /proc/[a-z]*
              Verschiedene andere Dateien und Unterverzeichnisse unter /proc
              legen systemweite Informationen offen.

       Alles Dargestellte wird weiter unten mit mehr Details beschrieben.

   Dateien und Verzeichnisse
       Die folgende Liste gibt Details über viele der Dateien und
       Verzeichnisse unter der Hierarchie /proc wieder:

       /proc/[PID]
              Für jeden laufenden Prozess gibt es ein numerisches
              Unterverzeichnis, dessen Nummer der Prozesskennung (PID)
              entspricht. Jedes Unterverzeichnis /proc/[PID] enthält die
              nachfolgend beschriebenen Pseudo-Dateien und -Verzeichnisse.

              Als Besitzer der Datei innerhalb jedes
              /proc/[PID]-Verzeichnisses ist normalerweise die effektiven
              Benutzer- und Gruppenkennung des Prozesses eingetragen,
              allerdings wird als SicherheitsmaÃnahme der Besitzer auf
              root:root gesetzt, wenn das »dumpable«-Attribut des Prozesses
              auf einen anderen Wert als 1 gesetzt ist.

              Vor Linux 4.11.1 bedeutete root:root die »globale« Benutzer-
              und Gruppenkennung von Root (d.h. UID 0 und GID 0 im
              anfänglichen Benutzernamensraum). Seit Linux 4.11 wird die
              Benutzer- (Gruppen-)Eigentümerschaft von Dateien unterhalb von
              /proc/[PID] stattdessen auf den gleichen Wert wie der
              Wurzelbenutzer (-gruppe) innerhalb des Namensraums gelegt, falls
              der Prozess in einem nichtanfänglichen Benutzernamenesraum ist,
              der eine gültige Abbildung für Benutzer- (Gruppen-)Kennung 0
              innerhalb des Namensraums hat. Das bedeutet, dass innerhalb
              eines Containers alle Dinge für den Benutzer »root« wie
              erwartet im Container ablaufen.

              Das Attribut »dumpable« mag sich aus folgenden Gründen
              ändern:

              *  Das Attribut wurde mit der Aktion PR_SET_DUMPABLE von
                 prctl(2) explizit gesetzt.

              *  Das Attribut wurde auf den Wert in der Datei
                 /proc/sys/fs/suid_dumpable (unten beschrieben)
                 zurückgesetzt. Die Gründe sind in prctl(2) beschrieben.

              Das »dumpable«-Attribut auf 1 zurückzusetzen ändert auch den
              Besitzer der Dateien /proc/[PID]/* auf die effektive UID und GID
              des Prozesses zurück.

       /proc/[PID]/attr
              Die Dateien in diesem Verzeichnis stellen eine API für
              Sicherheitsmodule bereit. Die Inhalte dieses Verzeichnisses sind
              Dateien, die gelesen und geschrieben werden können, um
              sicherheitsbezogene Attribute zu setzen. Dieses Verzeichnis
              wurde hinzugefügt, um SELinux zu unterstützen. Der Ansatz des
              API war aber allgemein genug, um andere Sicherheitsmodule zu
              unterstützen. Für den Zweck der Erläuterung werden Beispiele,
              wie SELinux diese Dateien verwendet, weiter unten angegeben.

              Dieses Verzeichnis ist nur vorhanden, falls der Kernel mit
              CONFIG_SECURITY konfiguriert wurde.

       /proc/[PID]/attr/current (seit Linux 2.6.0)
              Der Inhalt dieser Datei stellt die aktuellen
              Sicherheitsattribute des Prozesses bereit.

              In SELinux wird diese Datei zur Ermittlung des
              Sicherheitskontextes eines Prozesses verwandt. Vor Linux 2.6.11
              konnte diese Datei nicht zum Setzen des Sicherheitskontextes
              verwandt werden (ein Schreibzugriff wurde immer verweigert), da
              SELinux die Prozesssicherheitsübergänge auf execve(2)
              begrenzte (siehe die Beschreibung von /proc/[PID]/attr/exec
              weiter unten). Seit Linux 2.6.11 hat SELinux diese
              Einschränkung aufgehoben und begonnen, »set«
              (Setzen-)Aktionen mittels Schreibzugriffen auf diesen Knoten zu
              unterstützen, falls dies durch Richtlinien erlaubt wurde.
              Allerdings ist die Verwendung dieser Aktion nur für Anwendungen
              geeignet, denen vertraut wird, die gewünschte Separierung
              zwischen dem alten und dem neuen Sicherheitskontext
              aufrechtzuerhalten.

              Vor Linux 2.6.28 erlaubte es SELinux Threads innerhalb von
              Multi-Threaded-Prozessen nicht, ihren Sicherheitskontext mittels
              dieses Knotens zu setzen, da es zu einer Inkonsistenz innerhalb
              der Sicherheitskontexte der Threads, die den gleichen Speicher
              gemeinsam benutzen, führen würde. Seit 2.6.28 hat SELinux
              diese Einschränkung aufgehoben und begonnen, »set«-Aktionen
              für Threads innerhalb von Multi-Threaded-Prozessen zu
              unterstützen, falls der neue Sicherheitskontext innerhalb der
              Grenzen des alten Sicherheitskontextes liegt, wobei die
              begrenzende Beziehung in den Richtlinien definiert ist und
              garantiert, dass der neue Sicherheitskontext über eine
              Teilmenge der Rechte des alten Sicherheitskontextes verfügt.

              Andere Sicherheitsmodule können sich entscheiden,
              »set«-Aktionen über Schreibzugriffe auf diesen Knoten zu
              unterstützen.

       /proc/[PID]/attr/exec (seit Linux 2.6.0)
              Diese Datei repräsentiert die Attribute, die den Prozessen bei
              nachfolgenden execve(2) zugewiesen werden sollen.

              In SELinux wird dies benötigt, um Rollen-/Domänenübergänge
              zu unterstützen und execve(2) ist die bevorzugte Stelle, um
              solche Ãbergänge vorzunehmen, da es bessere
              Steuermöglichkeiten über die Initialisierung des Prozesses im
              neuen Sicherheits-Label und die Vererbung von Zustand erlaubt.
              In SELinux wird dieses Attribut bei execve(2) zurückgesetzt, so
              dass das neue Programm auf das Vorgabeverhalten für alle
              execve(2), die es ausführen könnte, zurückfällt. In SELinux
              kann ein Prozess nur sein eigenes Attribut /proc/[PID]/attr/exec
              setzen.

       /proc/[PID]/attr/fscreate (seit Linux 2.6.0)
              Diese Datei repräsentiert die Attribute, die Dateien, die von
              nachfolgenden Aufrufen von open(2), mkdir(2), symlink(2) und
              mknod(2) erstellt werden, zugewiesen werden sollen.

              SELinux verwendet diese Datei, um die Erstellung einer Datei
              (mit den vorab erwähnten Systemaufrufen) in einem sicheren
              Zustand zu unterstützen, so dass es kein Risiko gibt, dass ein
              ungeeigneter Zugriff zwischen dem Zeitpunkt der Erstellung und
              dem Zeitpunkt des Setzens der Attribute gibt. In SELinux wird
              dieses Attribut bei execve(2) zurückgesetzt, so dass das neue
              Programm wieder auf das alte Verhalten für alle seine
              Dateierstellungsaufrufe zurückfällt. Das Attribut wird aber
              über mehrere Dateierstellungsaufrufe hinweg innerhalb eines
              Programms erhalten bleiben, solange es nicht explizit
              zurückgesetzt wird. Unter SELinux kann ein Prozess nur sein
              eigenes Attribut /proc/[PID]/attr/fscreate setzen.

       /proc/[PID]/attr/keycreate (seit Linux 2.6.18)
              Falls ein Prozess ein Sicherheitskontext in diese Datei
              schreibt, werden alle nachfolgend erstellten Schlüssel
              (add_key(2)) mit diesem Kontext mit Labeln gekennzeichnet. Für
              weitere Informationen siehe die Kernelquelldatei
              Documentation/security/keys/core.rst (oder Datei
              Documentation/security/keys.txt unter Linux zwischen 3.0 und
              4.13 oder Documentation/keys.txt vor Linux 3.0).

       /proc/[PID]/attr/prev (seit Linux 2.6.0)
              Diese Datei enthält den Sicherheitskontext des Prozesses vor
              dem letzten execve(2); d.h. den vorherigen Wert von
              /proc/[PID]/attr/current.

       /proc/[PID]/attr/socketcreate (seit Linux 2.6.18)
              Falls ein Prozess ein Sicherheitskontext in diese Datei
              schreibt, werden alle nachfolgend erstellten Sockets mit diesem
              Kontext mit Labeln gekennzeichnet.

       /proc/[PID]/autogroup (seit Linux 2.6.38)
              siehe sched(7)

       /proc/[PID]/auxv (seit 2.6.0)
              Dies ist der Inhalt der Informationen für den ELF-Interpreter,
              die dem Prozess zur Ausführungszeit übergeben wurden. Das
              Format ist eine unsigned long-Kennung plus ein unsigned
              long-Wert für jeden Eintrag. Der letzte Eintrag enthält zwei
              Nullen. Siehe auch getauxval(3).

              Die Zugriffsberechtigungen dieser Datei werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS geregelt;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/cgroup (seit Linux 2.6.24)
              siehe cgroups(7)

       /proc/[PID]/clear_refs (seit Linux 2.6.22)

              In diese Datei kann nur geschrieben werden und nur durch den
              Eigentümer des Prozesses.

              Die folgenden Werte dürfen in die Datei geschrieben werden:

              1 (seit Linux 2.6.22)
                     setzt die Bits PG_Referenced und ACCESSED/YOUNG für alle
                     diesem Prozess zugeordneten Seiten zurück. (Vor Kernel
                     2.6.32 hatte das Schreiben eines beliebigen von Null
                     verschiedenen Wertes in diese Datei diesen Effekt.)

              2 (seit Linux 2.6.32)
                     setzt die Bits PG_Referenced und ACCESSED/YOUNG für alle
                     anonymen Seiten, die dem Prozess zugeordnet sind,
                     zurück.

              3 (seit Linux 2.6.32)
                     Reset the PG_Referenced and ACCESSED/YOUNG bits for all
                     file-mapped pages associated with the process.

              Clearing the PG_Referenced and ACCESSED/YOUNG bits provides a
              method to measure approximately how much memory a process is
              using.  One first inspects the values in the "Referenced" fields
              for the VMAs shown in /proc/[pid]/smaps to get an idea of the
              memory footprint of the process.  One then clears the
              PG_Referenced and ACCESSED/YOUNG bits and, after some measured
              time interval, once again inspects the values in the
              "Referenced" fields to get an idea of the change in memory
              footprint of the process during the measured interval.  If one
              is interested only in inspecting the selected mapping types,
              then the value 2 or 3 can be used instead of 1.

              Weitere Werte können geschrieben werden, um andere
              Eigenschaften zu beeinflussen:

              4 (seit Linux 3.11)
                     Clear the soft-dirty bit for all the pages associated
                     with the process.  This is used (in conjunction with
                     /proc/[pid]/pagemap)  by the check-point restore system
                     to discover which pages of a process have been dirtied
                     since the file /proc/[pid]/clear_refs was written to.

              5 (seit Linux 4.0)
                     setzt die Resident Set Size (»Hochwassermarke«) auf den
                     derzeitigen Wert der resident set size des aktuellen
                     Prozesses zurück.

              Wird ein anderer als einer der oben aufgeführten Werte in
              /proc/[PID]/clear_refs geschrieben, so hat dies keinen Effekt.

              Die Datei /proc/[PID]/clear_refs ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_PROC_PAGE_MONITOR aktiviert
              ist.

       /proc/[PID]/cmdline
              In dieser nur lesbaren Datei steht die vollständige
              Befehlszeile für diesen Prozess, wenn er kein Zombie ist. Im
              letzteren Fall ist die Datei leer, ein Lesen der Datei wird 0
              Zeichen zurückgeben. Die Befehlszeilenargumente sind in dieser
              Datei als ein Satz von Zeichenketten abgelegt, Trennzeichen sind
              Null-Bytes ('\0'). Nach der letzten Zeichenkette folgt noch ein
              Null-Byte.

       /proc/[PID]/comm (seit Linux 2.6.33)
              Diese Datei legt den Wert comm des Prozesses offen â das
              bedeutet, den Befehlsnamen, der diesem Prozess zugeordnet ist.
              Verschiedene Threads in dem gleichen Prozess können
              verschiedene Werte von comm haben, auf die mittels
              /proc/[PID]/task/[TID]/comm zugegriffen werden kann. Ein Thread
              kann seinen comm-Wert verändern oder den eines anderen Threads
              in der gleichen Thread-Gruppe (siehe die Diskussion von
              CLONE_THREAD in clone(2)), indem er in die Datei
              /proc/self/task/[TID]/comm schreibt. Zeichenketten länger als
              TASK_COMM_LEN (16) Zeichen werden ohne Rückmeldung
              abgeschnitten.

              Diese Datei stellt eine Obermenge der Aktionen prctl(2)
              PR_SET_NAME und PR_GET_NAME bereit und wird durch
              pthread_setname_np(3) eingesetzt, wenn vom Aufrufenden
              verschiedene Threads umbenannt werden.

       /proc/[PID]/coredump_filter (seit Linux 2.6.23)
              siehe core(5)

       /proc/[PID]/cpuset (seit Linux 2.6.12)
              siehe cpuset(7)

       /proc/[PID]/cwd
              Dies ist ein symbolischer Link auf das aktuelle
              Arbeitsverzeichnis des Prozesses. Um dieses z.B. für den
              Prozess 20 herauszufinden, geben Sie die folgenden Befehle ein:

                  $ cd /proc/20/cwd; /bin/pwd

              Beachten Sie, dass der Befehl pwd häufig in die Shell eingebaut
              ist (shell built-in) und daher möglicherweise nicht
              ordnungsgemäà funktioniert. Mit der bash(1) können Sie pwd -P
              verwenden.

              In einem Multithread-Prozess ist der Inhalt dieses symbolischen
              Links nicht mehr verfügbar, wenn der Haupt-Thread schon beendet
              ist (typischerweise durch einen Aufruf von pthread_exit(3)).

              Die Rechte, diesen symbolischen Link zu dereferenzieren oder zu
              lesen (readlink(2)), werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS gesteuert;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/environ
              Diese Datei enthält die anfängliche Prozess-Umgebung, die
              gesetzt wurde, als das aktuell ausgeführte Programm mit einem
              execve(2) gestartet wurde. Die Einträge werden durch Null-Bytes
              ('\0') getrennt, am Ende der Liste kann ebenfalls ein Null-Byte
              stehen. Die Umgebung von Prozess 1 geben Sie wie folgt aus:

                  $ cat /proc/1/environ | tr '\000' '\n'

              Falls ein Prozess nach einem execve(2) seine Umgebung verändert
              (z.B. durch Aufruf von Funktionen wie putenv(3) oder durch
              direkte Veränderungen der environ(7)-Variablen) wird diese
              Datei solche Ãnderungen nicht berücksichtigen.

              Ein Prozess kann desweiteren den Speicherort, auf den diese
              Datei verweist, mittels der prctl(2)-Aktionen wie
              PR_SET_MM_ENV_START verändern.

              Die Zugriffsberechtigungen dieser Datei werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS geregelt;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/exe
              Unter Linux 2.2 und höher ist diese Datei ein symbolischer Link
              mit dem eigentlichen Pfad des ausgeführten Befehls. Dieser
              symbolische Link kann in der Regel dereferenziert werden; der
              Versuch, ihn zu öffnen, wird die ausführbare Datei öffnen.
              Sie können sogar /proc/[PID]/exe eingeben, um eine weitere
              Kopie der gleichen ausführbaren Datei auszuführen, die für
              den Prozess [PID] läuft. Falls der Pfadname mit unlink
              gelöscht wurde, wird der symbolische Link die Zeichenkette
              »(deleted)« an den ursprünglichen Dateinamen angehängt
              haben. In einem Multithread-Prozess ist der Inhalt dieses
              symbolischen Links nicht mehr verfügbar, wenn der Haupt-Thread
              schon beendet ist (typischerweise durch einen Aufruf von
              pthread_exit(3)).

              Die Rechte, diesen symbolischen Link zu dereferenzieren oder zu
              lesen (readlink(2)), werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS gesteuert;
              siehe ptrace(2).

              Unter Linux 2.0 und früher ist /proc/[PID]/exe ein Zeiger auf
              das Programm, das ausgeführt wurde und erscheint als
              symbolischer Link. Ein Aufruf von readlink(2) auf diese Datei
              unter Linux 2.0 gibt eine Zeichenkette im folgenden Format
              zurück:

                  [Gerät]:Inode

              Beispielsweise wäre [0301]:1502 also Inode 1502 auf dem Gerät
              mit der Major-Gerätenummer 03 (IDE-, MFM-Festplatten) und der
              Minor-Gerätenummer 01 (erste Partition der ersten Platte).

              find(1) mit der Option -inum zeigt, in welchem Verzeichnis die
              Datei liegt.

       /proc/[PID]/fd/
              In diesem Unterverzeichnis stehen die Dateideskriptoren der von
              diesem Prozess geöffneten Dateien. Diese Einträge sind
              symbolische Links zu den eigentlichen Dateien. Also ist 0 die
              Standardeingabe, 1 ist die Standardausgabe, 2 ist der
              Standardfehlerkanal usw.

              Für Dateideskriptoren für Pipes und Sockets werden die
              Einträge symbolische Links sein, deren Inhalt der Dateityp mit
              dem Inode ist. Ein Aufruf von readlink(2) mit dieser Datei
              liefert eine Zeichenkette im folgenden Format zurück:

                  Typ:[Inode]

              Beispielsweise wird socket:[2248868] ein Socket sein, dessen
              Inode 2248868 ist. Für Sockets kann dieser Inode dazu verwandt
              werden, weitere Informationen in einem der Dateien unter
              /proc/net/ zu finden.

              Für Dateideskriptoren, die keinen korrespondierenden Inode
              haben (d.h. durch bpf(2), epoll_create(2), eventfd(2),
              inotify_init(2), perf_event_open(2), signalfd(2),
              timerfd_create(2) und userfaultfd(2) erstellte
              Dateideskriptoren), wird der Eintrag ein symbolischer Link sein
              mit Inhalten der Form

                  anon_inode:<Dateityp>

              In vielen (aber nicht allen) Fällen wird Dateityp durch eckige
              Klammern eingeschlossen.

              Beispielsweise wird ein Epoll-Dateideskriptor einen symbolischen
              Link, dessen Inhalt die Zeichenkette anon_inode:[eventpoll] ist,
              haben.

              In einem Multithread-Prozess ist der Inhalt dieses
              Verzeichnisses nicht mehr verfügbar, wenn der Haupt-Thread
              schon beendet ist (typischerweise durch einen Aufruf von
              pthread_exit(3)).

              Programme, die einen Dateinamen als Befehlszeilen-Argument
              verarbeiten, aber ohne Argument keine Eingaben aus der
              Standardeingabe annehmen oder die in eine Datei schreiben, deren
              Name als Befehlszeilen-Argument übergeben wird, aber bei
              fehlendem Argument nicht in die Standardausgabe ausgeben,
              können dennoch mittels Dateien /proc/[PID]/fd als
              Befehlszeilenargument dazu gebracht werden, die Standardeingabe
              oder die Standardausgabe zu verwenden. Angenommen, der Schalter
              -i bezeichnet die Eingabedatei und -o die Ausgabedatei:

                  $ foobar -i /proc/self/fd/0 -o /proc/self/fd/1 â¦

              und Sie haben einen funktionierenden Filter.

              /proc/self/fd/N ist in etwa dasselbe wie /dev/fd/N in einigen
              UNIX- und UNIX-ähnlichen Systemen. Die meisten MAKEDEV-Skripte
              legen tatsächlich symbolische Links von /proc/self/fd zu
              /dev/fd an.

              Die meisten Systeme stellen die symbolischen Links /dev/stdin,
              /dev/stdout und /dev/stderr bereit, die entsprechend auf die
              Dateien 0, 1 und 2 in /proc/self/fd weisen. Das letzte Beispiel
              könnte also auch alternativ geschrieben werden als:

                  $ foobar -i /dev/stdin -o /dev/stdout â¦

              Die Rechte, die symbolischen Links in diesem Verzeichnis zu
              dereferenzieren oder zu lesen (readlink(2)), werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS gesteuert;
              siehe ptrace(2).

              Beachten Sie, dass für Dateideskriptoren, die sich auf Inodes
              beziehen (Pipes und Sockets, siehe oben), diese Inodes immer
              noch die von den Einträgen /proc/[PID]/fd verschiedenen
              Berechtigungsbits und Eigentümerinformationen haben und dass
              sich der Eigentümer von den Benutzer- und Gruppenkennungen des
              Prozesses unterscheiden kann. Einem nicht privilegierten Prozess
              könnten die Rechte zum Ãffnen fehlen, wie in diesem Beispiel:

                  $ echo test | sudo -u nobody cat
                  test
                  $ echo test | sudo -u nobody cat /proc/self/fd/0
                  cat: /proc/self/fd/0: Permission denied

              Dateideskriptor 0 bezieht sich auf die durch die Shell erzeugte
              und von diesem Shell-Benutzer (dies ist nobody) besessene Pipe,
              so dass cat nicht über die Berechtigungen verfügt, um einen
              neuen Dateideskriptor zu erstellen, um von dieser Inode zu
              lesen, obwohl es immer noch vom existierenden Dateideskriptor 0
              lesen kann.

       /proc/[PID]/fdinfo/ (seit Linux 2.6.22)
              In diesem Unterverzeichnis stehen die Dateideskriptoren aller
              von diesem Prozess geöffneten Dateien. Die Dateien in diesem
              Verzeichnis können nur von dem Eigentümer des Prozesses
              gelesen werden. Der Inhalt jeder Datei kann gelesen werden, um
              Informationen über den entsprechenden Dateideskriptor zu
              bekommen. Der Inhalt hängt von der Art der Datei ab, die von
              dem entsprechenden Dateideskriptor referenziert wird.

              Für reguläre Dateien und Verzeichnisse ergibt sich etwas der
              Form:

                  $ cat /proc/12015/fdinfo/4
                  pos:    1000
                  flags:  01002002
                  mnt_id: 21

              Die Bedeutung der Felder im Einzelnen:

              pos    Dies ist eine Dezimalzahl, die den Dateiversatz zeigt.

              flags  Dies ist eine oktale Zahl, die den Dateizugriffsmodus und
                     die Dateistatusschalter anzeigt (siehe open(2)). Falls
                     der »close-on-exec«-Dateideskriptorschalter gesetzt
                     ist, wird flags auch den Wert O_CLOEXEC enthalten.

                     Vor Linux 3.1 zeigte dieses Feld inkorrekterweise die
                     Einstellung von O_CLOEXEC zum Zeitpunkt des Ãffnens der
                     Datei an, statt den aktuellen Wert des Schalters
                     close-on-exec.

              mnt_id Dieses seit Linux 3.15 vorhandene Feld zeigt die Kennung
                     des Einhängepunktes an, der diese Datei enthält. Siehe
                     die Beschreibung von /proc/[PID]/mountinfo.

              Für den Eventfd-Dateideskriptor (siehe eventfd(2)) gibt es
              (seit Linux 3.8) die folgenden Felder:

                  pos: 0
                  flags:    02
                  mnt_id:   10
                  eventfd-count:               40

              eventfd-count ist der aktuelle hexadezimale Wert des
              Eventfd-Zählers.

              Für den Epoll-Dateideskriptor (siehe epoll(7)) gibt es (seit
              Linux 3.8) die folgenden Felder:

                  pos: 0
                  flags:    02
                  mnt_id:   10
                  tfd:        9 events:       19 data: 74253d2500000009
                  tfd:        7 events:       19 data: 74253d2500000007

              Jede mit tfd beginnende Zeile beschreibt einen Dateideskriptor,
              der mit dem Epoll-Dateideskriptor überwacht wird (siehe
              epoll_ctl(2) für weitere Details). Das Feld tfd ist die Nummer
              des Dateideskriptors. Das Feld events ist eine hexadezimale
              Maske der für diesen Dateideskriptor überwachten Ereignisse.
              Das Feld data ist der diesem Dateideskriptor zugeordnete
              Datenwert.

              Für den Signalfd-Dateideskriptor (siehe signalfd(2)) gibt es
              (seit Linux 3.8) die folgenden Felder:

                  pos: 0
                  flags:    02
                  mnt_id:   10
                  sigmask:  0000000000000006

              sigmask ist die hexadezimale Maske der Signale, die über diesen
              Signalfd-Dateideskriptor akzeptiert werden. (In diesem Beispiel
              sind die Bits 2 und 3 gesetzt; dies entspricht den Signalen
              SIGINT und SIGQUIT; siehe signal(7).)

              Für Inotify-Dateideskriptoren (siehe inotify(7)) gibt es (seit
              Linux 3.8) die folgenden Felder:

                  pos: 0
                  flags:    00
                  mnt_id:   11
                  inotify wd:2 ino:7ef82a sdev:800001 mask:800afff ignored_mask:0 fhandle-bytes:8 fhandle-type:1 f_handle:2af87e00220ffd73
                  inotify wd:1 ino:192627 sdev:800001 mask:800afff ignored_mask:0 fhandle-bytes:8 fhandle-type:1 f_handle:27261900802dfd73

              Jede der mit »inotify« beginnenden Zeilen zeigt Informationen
              über eine überwachte Datei oder ein überwachtes Verzeichnis
              an. Die Felder in dieser Zeile sind wie folgt:

              wd     Eine Watch-Deskriptornummer (deziaml)

              ino    Die Inode-Nummer der Zieldatei (hexadezimal).

              sdev   Die Kennung des Gerätes, auf dem sich die Zieldatei
                     befindet (hexadezimal).

              mask   Die Maske der für die Zieldatei überwachten Ereignisse
                     (hexadezimal).

              Falls der Kernel mit Exportfs-Unterstützung gebaut wurde, ist
              der Pfad zu der Zieldatei mittels drei hexadezimaler Felder als
              Datei-Handle offengelegt: fhandle-bytes, fhandle-type und
              f_handle.

              Für Fanotify-Dateideskriptoren (siehe fanotify(7)) gibt es
              (seit Linux 3.8) die folgenden Felder:

                  pos: 0
                  flags:    02
                  mnt_id:   11
                  fanotify flags:0 event-flags:88002
                  fanotify ino:19264f sdev:800001 mflags:0 mask:1 ignored_mask:0 fhandle-bytes:8 fhandle-type:1 f_handle:4f261900a82dfd73

              Das vierte Feld zeigt Informationen, die bei der Erstellung der
              Fanotify-Gruppe mittels fanotify_init(2) definiert wurden:

              flags  Das an fanotify_init(2) übergebene Argument flags
                     (hexadezimal ausgedrückt).

              event-flags
                     Das an fanotify_init(2) übergebene Argument
                     event_f_flags (hexadezimal ausgedrückt).

              Jede zusätzliche in der Datei gezeigte Zeile enthält
              Informationen über eine der Markierungen in der
              Fanotify-Gruppe. Die meisten der Felder sind für Inotify,
              auÃer:

              mflags Die der Markierung zugeordneten Schalter (hexadezimal
                     ausgedrückt).

              mask   Die Ereignismaske für diese Markierung (hexadezimal
                     ausgedrückt).

              ignored_mask
                     Die Maske der für diese Markierung ignorierten
                     Ereignisse (hexadezimal ausgedrückt).

              Für Details über diese Felder lesen Sie fanotify_mark(2).

              Für den Timerfd-Dateideskriptor (siehe timerfd(2)) gibt es
              (seit Linux 3.17) die folgenden Felder:

                  pos:    0
                  flags:  02004002
                  mnt_id: 13
                  clockid: 0
                  ticks: 0
                  settime flags: 03
                  it_value: (7695568592, 640020877)
                  it_interval: (0, 0)

              clockid
                     Dies ist der numerische Wert der Uhrkennung (entsprechend
                     einer der mittels <time.h> definierten Konstanten), der
                     zur Markierung des Fortschritts des Timers verwandt wird
                     (in diesem Beispiel ist 0 CLOCK_REALTIME).

              ticks  Dies ist die Anzahl der aufgetretenen Abläufe des Timers
                     (d.h. dem Wert, den read(2) darauf zurückliefern
                     würde).

              settime flags
                     Dieses Feld führt in oktaler Schreibweise die Schalter
                     auf, mit denen Timerfd letztmalig beladen wurde (siehe
                     timerfd_settime(2)) (in diesem Beispiel sind sowohl
                     TFD_TIMER_ABSTIME als auch TFD_TIMER_CANCEL_ON_SET
                     gesetzt).

              it_value
                     Dieses Feld hält die Zeitdauer in Sekunden und
                     Nanosekunden, bis der Timer das nächste Mal ablaufen
                     wird. Der Wert wird immer relativ ausgedrückt,
                     unabhängig davon, ob der Timer mittels des Schalters
                     TFD_TIMER_ABSTIME erstellt wurde.

              it_interval
                     Dieses Feld enthält das Intervall des Timers in Sekunden
                     und Nanosekunden. (Die Felder it_value und it_interval
                     enthalten die Werte, die timerfd_gettime(2) auf diesem
                     Dateideskriptor zurückliefern würde.)

       /proc/[PID]/gid_map (seit Linux 3.5)
              Siehe user_namespaces(7).

       /proc/[PID]/io (seit Kernel 2.6.20)
              Diese Datei enthält E/A-Statistiken für den Prozess,
              beispielsweise:

                  # cat /proc/3828/io
                  rchar: 323934931
                  wchar: 323929600
                  syscr: 632687
                  syscw: 632675
                  read_bytes: 0
                  write_bytes: 323932160
                  cancelled_write_bytes: 0

              Die Bedeutung der Felder im Einzelnen:

              rchar: characters read (gelesene Zeichen)
                     Die Anzahl an Bytes, die aufgrund dieses Prozesses vom
                     Speicher gelesen wurden. Dies ist einfach die Summe der
                     Bytes, die dieser Prozess an read(2) und ähnliche
                     Systemaufrufe übergeben hat. Sie enthält Dinge wie
                     Terminal-E/A und ist unabhängig davon, ob wirklich
                     physische Platten-E/A benötigt wurde (die
                     Leseanforderung kann aus dem Seitenzwischenspeicher
                     befriedigt worden sein).

              wchar: characters written (geschriebene Zeichen)
                     Die Anzahl an Bytes, die aufgrund dieses Prozesses auf
                     Platte geschrieben wurden oder werden. Es gelten
                     ähnliche Warnungen wie bei rchar.

              syscr: Syscalls lesen
                     Ein Versuch, die Anzahl der gelesen E/A-Vorgänge zu
                     zählen (d.h. der Systemaufrufe wie read(2) und
                     pread(2)).

              syscw: Syscalls schreiben
                     Ein Versuch, die Anzahl der geschriebenen E/A-Vorgänge
                     zu zählen (d.h. der Systemaufrufe wie write(2) und
                     pwrite(2)).

              read_bytes: bytes read (gelesene Bytes)
                     Versucht, die Anzahl der Bytes zu zählen, die aufgrund
                     dieses Prozesses wirklich von der Speichereinheit geholt
                     wurden. Für blockunterstützte Dateisysteme ist dies
                     genau.

              write_bytes: bytes written (geschriebene Bytes)
                     Ein Versuch, die Anzahl der Bytes, die ausgelöst durch
                     diesen Prozess zum Speichermedium gesandt wurden, zu
                     zählen.

              cancelled_write_bytes:
                     Die groÃe Ungenauigkeit hier ist das Abschneiden. Falls
                     ein Prozess 1 MB in eine Datei schreibt und diese dann
                     löscht, wird tatsächlich nichts rausgeschrieben.
                     Allerdings wird dies als 1 MB Schreiben in eine Datei
                     verbucht. Mit anderen Worten: Dieses Feld stellt die
                     Anzahl an Bytes dar, die durch diesen Prozess nicht
                     passiert sind, indem der Seitenzwischenspeicher
                     abgeschnitten wurde. Ein Prozess kann auch »negative«
                     E/A hervorrufen. Falls dieser Prozess benutzten
                     (»dirty«) Seitenzwischenspeicher abschneidet, wird ein
                     Teil des E/A, der für einen anderen Prozess (in seinem
                     write_bytes) verbucht wurde, nicht passieren.

              Hinweis: In der aktuellen Implementierung gibt es auf
              32-Bit-Systemen einen kleinen Ressourcenwettlauf: Falls Prozess
              A /proc/[PID]/io von Prozess B liest, während Prozess B einen
              der 64-Bit-Zähler aktualisiert, könnte Prozess A ein
              Zwischenergebnis sehen.

              Die Zugriffsberechtigungen dieser Datei werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS geregelt;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/limits (seit Linux 2.6.24)
              Diese Datei enthält die weichen und harten Grenzen sowie die
              MaÃeinheiten der für den Prozess geltenden
              Ressourcenbeschränkungen (siehe getrlimit(2)). Bis
              einschlieÃlich Linux 2.6.35 darf die Datei nur mit der realen
              UID des Prozesses gelesen werden. Seit Linux 2.6.36 kann diese
              Datei von allen Benutzern des Systems gelesen werden.

       /proc/[PID]/map_files/ (seit Kernel 3.3)
              This subdirectory contains entries corresponding to
              memory-mapped files (see mmap(2)).  Entries are named by memory
              region start and end address pair (expressed as hexadecimal
              numbers), and are symbolic links to the mapped files themselves.
              Here is an example, with the output wrapped and reformatted to
              fit on an 80-column display:

                  # ls -l /proc/self/map_files/
                  lr--------. 1 root root 64 Apr 16 21:31
                              3252e00000-3252e20000 -> /usr/lib64/ld-2.15.so
                  â¦

              Although these entries are present for memory regions that were
              mapped with the MAP_FILE flag, the way anonymous shared memory
              (regions created with the MAP_ANON | MAP_SHARED flags)  is
              implemented in Linux means that such regions also appear on this
              directory.  Here is an example where the target file is the
              deleted /dev/zero one:

                  lrw-------. 1 root root 64 Apr 16 21:33
                              7fc075d2f000-7fc075e6f000 -> /dev/zero (deleted)

              Dieses Verzeichnis erscheint nur, falls die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_CHECKPOINT_RESTORE aktiviert
              ist. Um den Inhalt dieses Verzeichnisses zu sehen, wird das
              Privileg CAP_SYS_ADMIN benötigt.

       /proc/[PID]/maps
              A file containing the currently mapped memory regions and their
              access permissions.  See mmap(2)  for some further information
              about memory mappings.

              Die Zugriffsberechtigungen dieser Datei werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS geregelt;
              siehe ptrace(2).

              Das Format der Datei lautet:

    address           perms offset  dev   inode       pathname
    00400000-00452000 r-xp 00000000 08:02 173521      /usr/bin/dbus-daemon
    00651000-00652000 r--p 00051000 08:02 173521      /usr/bin/dbus-daemon
    00652000-00655000 rw-p 00052000 08:02 173521      /usr/bin/dbus-daemon
    00e03000-00e24000 rw-p 00000000 00:00 0           [heap]
    00e24000-011f7000 rw-p 00000000 00:00 0           [heap]
    ...
    35b1800000-35b1820000 r-xp 00000000 08:02 135522  /usr/lib64/ld-2.15.so
    35b1a1f000-35b1a20000 r--p 0001f000 08:02 135522  /usr/lib64/ld-2.15.so
    35b1a20000-35b1a21000 rw-p 00020000 08:02 135522  /usr/lib64/ld-2.15.so
    35b1a21000-35b1a22000 rw-p 00000000 00:00 0
    35b1c00000-35b1dac000 r-xp 00000000 08:02 135870  /usr/lib64/libc-2.15.so
    35b1dac000-35b1fac000 ---p 001ac000 08:02 135870  /usr/lib64/libc-2.15.so
    35b1fac000-35b1fb0000 r--p 001ac000 08:02 135870  /usr/lib64/libc-2.15.so
    35b1fb0000-35b1fb2000 rw-p 001b0000 08:02 135870  /usr/lib64/libc-2.15.so
    ...
    f2c6ff8c000-7f2c7078c000 rw-p 00000000 00:00 0    [stack:986]
    ...
    7fffb2c0d000-7fffb2c2e000 rw-p 00000000 00:00 0   [stack]
    7fffb2d48000-7fffb2d49000 r-xp 00000000 00:00 0   [vdso]

              The address field is the address space in the process that the
              mapping occupies.  The perms field is a set of permissions:

                  r = read (lesen)
                  w = write (schreiben)
                  x = execute (ausführen)
                  s = shared (gemeinsam benutzt)
                  p = private (copy on write) (Kopieren bei Schreibzugriffen)

              Das Feld offset ist der Abstand zum Anfang (der Datei oder was
              auch immer), dev steht für das Gerät (major:minor) und Inode
              ist der Inode auf diesem Gerät. Ist Inode 0, dann ist keine
              Datei mit diesem Speicherbereich verbunden, wie z.B. im Falle
              von BSS (nicht initialisierte Daten).

              The pathname field will usually be the file that is backing the
              mapping.  For ELF files, you can easily coordinate with the
              offset field by looking at the Offset field in the ELF program
              headers (readelf -l).

              Es gibt zusätzliche, hilfreiche Pseudo-Pfade:

                   [stack]
                          Der initiale Stack des Prozesses (auch als
                          Haupt-Thread bekannt).

                   [stack:<tid>] (von Linux 3.4 bis 4.4)
                          Der Stack eines Prozesses (wobei die <TID> eine
                          Thread-Kennung ist). Er entspricht dem Pfad
                          /proc/[PID]/task/[TID]/. Dieses Feld wurde in Linux
                          4.5 entfernt, da die Bereitstellung dieser
                          Informationen für einen Prozess mit einer groÃen
                          Anzahl an Threads kostspielig ist.

                   [vdso] Das virtuelle dynamisch-gelinkte Laufzeitobjekt.
                          Siehe vdso(7).

                   [heap] Der Prozess-Heap.

              If the pathname field is blank, this is an anonymous mapping as
              obtained via mmap(2).  There is no easy way to coordinate this
              back to a process's source, short of running it through gdb(1),
              strace(1), or similar.

              pathname wird desmaskiert angezeigt, auÃer für Zeilenumbrüche,
              die durch eine oktale Maskiersequenz ersetzt werden. Daher ist
              es im Ergebnis nicht möglich zu bestimmen, ob der
              ursprüngliche Dateiname ein Zeilenumbruchzeichen oder die
              tatsächliche Zeichensequenz \e012 enthielt.

              If the mapping is file-backed and the file has been deleted, the
              string " (deleted)" is appended to the pathname.  Note that this
              is ambiguous too.

              Unter Linux 2.0 gibt es kein Feld, das den Pfadnamen angibt.

       /proc/[PID]/mem
              Diese Datei kann genutzt werden, um auf die Speicherseiten des
              Prozesses mittels open(2), read(2) und lseek(2) zuzugreifen.

              Die Rechte, auf diese Datei zuzugreifen, werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_ATTACH_FSCREDS
              gesteuert; siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/mountinfo (seit Linux 2.6.26)
              Diese Datei enthält Informationen über Einhängepunkte im
              Einhängenamensraum des Prozesses (siehe mount_namespaces(7)).
              Sie stellt verschiedene Informationen (z.B. Ausbreitungszustand,
              Wurzel von Einhängungen für Bind-Einhängungen, Kennzeichner
              für jede Einhängung und seine Elterneinhängung) bereit, die
              in der (älteren) Datei /proc/[PID]/mounts fehlen und korrigiert
              verschiedene andere Probleme mit dieser Datei (z.B.
              Nichterweiterbarkeit, keine Unterscheidbarkeit von
              pro-Einhängung- vs. pro-Superblock-Optionen).

              Die Datei enthält Zeilen der folgenden Form:

36 35 98:0 /mnt1 /mnt2 rw,noatime master:1 - ext3 /dev/root rw,errors=continue
(1)(2)(3)   (4)   (5)      (6)      (7)   (8) (9)   (10)         (11)

              Die Zahlen in Klammern sind Zuordnungen zu den folgenden
              Beschreibungen:

              (1)  Einhängekennung: eine eindeutige Kennung für dieses
                   Einhängen (kann nach umount(2) erneut verwendet werden).

              (2)  Elternkennung: die Kennung der Eltern-Einhängung (oder von
                   selbst für die Wurzel des Einhängebaums dieses
                   Einhängenamensraums)

                   Falls eine neue Einhängung oben auf eine bisherige
                   bestehende Einhängung beim Pfadnamen P gestapelt wird (so
                   dass es die bestehende Einhängung versteckt), dann ist die
                   Elterneinhängung der neuen Einhängung die vorherige
                   Einhängung an diesem Ort. Beim Blick auf alle an einem
                   bestimmten Ort gestapelten Einhängungen ist daher die
                   oberste Einhängung jene, die keine Elterneinhängung
                   irgendeiner anderen Einhängung am gleichen Ort ist.
                   (Beachten Sie allerdings, dass diese oberste Einhängung
                   nur zugreifbar sein wird, falls das längste Pfadpräfix
                   von P, das der Einhängepunkt ist, nicht selbst durch eine
                   gestapelte Einhängung versteckt ist.)

                   Falls der Elterneinhängepunkt auÃerhalb des
                   Wurzelverzeichnisses des Prozesses liegt (siehe chroot(2))
                   wird die hier gezeigte Kennung keinen korrespondierenden
                   Datensatz in mountinfo haben, dessen Einhängekennung (Feld
                   1) auf die Einhängekennung des Elternprozesses passt (da
                   Einhängepunkte, die auÃerhalb des Wurzelverzeichnisses des
                   Prozesses liegen, nicht in mountinfo angezeigt werden). Als
                   Sonderfall bei diesem Punkt kann der
                   Wurzeleinhängungspunkt dieses Prozesses eine
                   Elterneinhängung (für das Initramfs-Dateisystem) haben,
                   der auÃerhalb des Wurzelverzeichnisses des Prozesses liegt,
                   und ein Eintrag für diesen Einhängepunkt wird in
                   mountinfo nicht auftauchen.

              (3)  Major:Minor: der Wert von st_dev für Dateien im
                   Dateisystem (siehe stat(2)).

              (4)  Wurzel: der Pfadname des Verzeichnisses in dem Dateisystem,
                   der die Wurzel dieser Einhängung darstellt.

              (5)  Einhängepunkt: der Einhängepunkt relativ zum
                   Wurzelverzeichnis des Prozesses.

              (6)  Einhängeoptionen: individuelle Einhängeoptionen (siehe
                   mount(2)).

              (7)  Optionale Felder: ein oder mehrere Felder der Form
                   »Bezeichnung[:Wert]« (siehe unten).

              (8)  Trennzeichen: Das Ende der optionalen Felder wird durch
                   einen einzelnen Gedankenstrich markiert.

              (9)  Dateisystemtyp: der Typ des Dateisystems im Format
                   »Typ[.Untertyp]«.

              (10) Einhänge-Ursprung: dateisystemspezifische Informationen
                   oder »none«.

              (11) Super-Optionen: individuelle Superblock-Optionen (siehe
                   mount(2)).

              Derzeit sind shared, master, propagate_from und unbindable
              mögliche optionale Felder. Siehe mount_namespaces(7) für eine
              Beschreibung dieser Felder. Auswertprogramme sollten alle nicht
              erkannten optionalen Felder ignorieren.

              Weitere Informationen zur Ausbreitung von Einhängepunkten
              finden Sie in Documentation/filesystems/sharedsubtree.txt im
              Linux-Kernel-Quelltext.

       /proc/[PID]/mounts (seit Linux 2.4.19)
              Diese Datei listet alle Dateisysteme auf, die derzeit in dem
              Einhängenamensraum des Prozesses eingehängt sind (siehe
              mount_namespaces(7)). Das Format dieser Datei wird in fstab(5)
              dokumentiert.

              Seit Kernel-Version 2.6.15 kann diese Datei abgefragt werden:
              Nach dem Ãffnen der Datei zum Lesen veranlasst eine Ãnderung in
              dieser Datei (d.h. ein Dateisystem einhängen oder aushängen)
              select(2), den Dateideskriptor als besondere Bedingung und
              poll(2) und epoll_wait(2) die Datei als Prioritätsereignis
              (POLLPRI) zu markieren. (Vor Linux 2.6.30 führte eine Ãnderung
              in dieser Datei dazu, dass der Dateideskriptor als lesbar für
              select(2) und als Fehlerzustand für poll(2) und epoll_wait(2)
              markiert wurde.)

       /proc/[PID]/mountstats (seit Linux 2.6.17)
              Diese Datei macht Informationen (Statistiken,
              Konfigurationsinformation) über die Einhängepunkte im
              »mount«-Namensraum des Prozesses verfügbar (siehe
              mount_namespaces(7)). Zeilen in dieser Datei haben die folgende
              Form:

                  device /dev/sda7 mounted on /home with fstype ext3 [statistics]
                  (       1      )            ( 2 )             (3 )     (4)

              Die Felder in jeder Zeile sind:

              (1)  Der Name des eingehängten Geräts (oder »nodevice«, wenn
                   es kein entsprechendes Gerät gibt).

              (2)  Der Einhängepunkt innerhalb des Dateisystembaums.

              (3)  Der Dateisystemtyp.

              (4)  Optionale Statistiken und Konfigurationsinformationen.
                   Derzeit (Stand Linux 2.6.26) stellen nur NFS-Dateisysteme
                   Informationen in diesem Feld bereit.

              Diese Datei kann nur vom Eigentümer des Prozesses gelesen
              werden.

       /proc/[PID]/net (seit Linux 2.6.25)
              Siehe die Beschreibung von /proc/net.

       /proc/[PID]/ns/ (seit Linux 3.0)
              Dieses Unterverzeichnis enthält einen Eintrag für jeden
              Namensraum, der mittels setns(2) manipuliert werden kann. Für
              weitere Informationen siehe namespaces(7).

       /proc/[PID]/numa_maps (seit Linux 2.6.14)
              Siehe numa(7).

       /proc/[PID]/oom_adj (seit Linux 2.6.11)
              Diese Datei kann verwendet werden, um den Wert anzupassen,
              anhand dessen Prozesse bei Speichermangel (out-of-memory, OOM)
              abgebrochen werden. Der Kernel verwendet diesen Wert für eine
              Bit-Verschiebeoperation des oom_score-Werts des Prozesses:
              Gültig sind Werte im Bereich von -16 bis +15, sowie der
              besondere Wert -17, der einen Abbruch des Prozesses wegen
              Speichermangel deaktiviert. Ein positiver Wert erhöht die
              Wahrscheinlichkeit, dass der Prozess vom »OOM-Killer«
              abgebrochen wird, ein negativer Wert senkt die
              Wahrscheinlichkeit.

              Der Standardwert für diese Datei ist 0. Ein neuer Prozess erbt
              die Einstellung oom_adj von seinem Elternprozess. Ein Prozess
              muss privilegiert sein (CAP_SYS_RESOURCE), um diese Datei zu
              aktualisieren.

              seit Linux 2.6.36 wird die Verwendung dieser Datei gegenüber
              /proc/[PID]/oom_score_adj missbilligt.

       /proc/[PID]/oom_score (seit Linux 2.6.11)
              Diese Datei zeigt die aktuelle Bewertung des Kernels für diesen
              Prozess als Grundlage für die Auswahl als Opfer des
              OOM-Killers. Eine höhere Bewertung bedeutet, dass der Prozess
              eher von dem OOM-Killer ausgewählt werden soll. Die Grundlage
              dieser Bewertung ist der Speicherverbrauch. Verschiedene andere
              Faktoren erhöhen (+) oder verringern (-) diesen Wert. Diese
              Faktoren sind:

              * ob der Prozess privilegiert ist (-).

              Vor Kernel 2.6.36 wurden die folgenden Faktoren auch bei der
              Berechnung von oom_score benutzt:

              * ob der Prozess mittels fork(2) viele Kinder erzeugt (+);

              * ob der Prozess schon lange läuft oder viel CPU-Zeit
                verbraucht hat (-);

              * ob der Prozess einen niedrigen Nice-Wert hat (d.h. > 0) (+);
                und

              * ob der Prozess direkt auf die Hardware zugreift (-).

              Der oom_score spiegelt auch die Anpassung durch die
              oom_score_adj- oder oom_adj-Einstellung für den Prozess.

       /proc/[PID]/oom_score_adj (seit Linux 2.6.36)
              Diese Datei kann zur Anpassung der Schlechtigkeitsheuristik
              verwandt werden, die eingesetzt wird, um in
              Speichererschöpfungssituationen den zu tötenden Prozess
              auszuwählen.

              Die Schlechtigkeits-Heuristik weist jedem möglichen Prozess
              einen Wert von 0 (niemals töten) bis 1000 (immer töten) zu, um
              zu bestimmen, welcher Prozess infrage kommt. Der Wert beschreibt
              im Wesentlichen den kontinuierlichen Anteil des erlaubten
              Speichers, aus dem sich der Prozess Speicher zuweisen darf. Als
              Grundlage dient dazu der aktuelle verwendete Speicher und
              Auslagerungsspeicher. Wenn ein Prozess beispielsweise
              sämtlichen erlaubten Speicher nutzt, ist dessen
              Schlechtigkeitsbewertung bei 1000. Nutzt er die Hälfte des
              erlaubten Speichers, beträgt die Bewertung 500.

              Es gibt einen weiteren Faktor in der Schlechtigkeitsbewertung:
              Root-Prozessen wird 3% zusätzlicher Speicher gegenüber anderen
              Prozessen gegeben.

              Die Menge des »erlaubten« Speichers hängt von dem Kontext ab,
              in dem der OOM-Killer aufgerufen wurde. Falls der Kontext ist,
              dass der oder die Prozessoren ausgelastet sind, entspricht der
              erlaubte Speicher dem Speicher, der diesem Cpuset zugewiesen ist
              (siehe cpuset(7)). Falls der oder die Mempolicy-Knoten
              erschöpft ist/sind, repräsentiert der erlaubte Speicher die
              Mempolicy-Knoten. Falls eine Arbeitsspeicher- (oder
              Auslagerungsspeicher-) Grenze erreicht wurde, entspricht der
              erlaubte Speicher dieser Grenze. Sollte das gesamte System
              keinen Speicher mehr übrig haben, steht der erlaubte Speicher
              für alle verfügbaren Ressoucen.

              Die Wert aus oom_score_adj wird zum Schlechtigkeitswert
              hinzugefügt, bevor dieser zur Ermittlung des zu tötenden
              Prozesses verwendet wird. Zulässige Werte liegen zwischen -1000
              (OOM_SCORE_ADJ_MIN) und +1000 (OOM_SCORE_ADJ_MAX),
              einschlieÃlich dieser. Dies ermöglicht auf Anwendungsebene die
              Einstellungen für das OOM-Töten zu steuern; dies reicht von
              der permanentes Bevorzugen eines bestimmten Prozesses oder deren
              vollständige Deaktivierung des OOM-Tötens für ihn. Der
              niedrigste mögliche Wert von -1000 ist gleichbedeutend mit der
              vollständigen Deaktivierung des OOM-Tötens für diesen
              Prozess, da dieser stets einen Schlechtigkeitswert von 0 meldet.

              Infolgedessen ist es für die Anwendungsebene sehr einfach, die
              Speichermenge zu definieren, die für jeden Prozess in Betracht
              gezogen wird. Die Festlegung eines Wertes von +500 für
              oom_score_adj ist beispielsweise etwa gleichbedeutend damit,
              dass die übrigen Prozesse, die das gleiche System, Cpuset,
              Mempolicy oder Speicher-Controller-Ressourcen mit verwenden,
              mindestens 50% mehr Speicher verwenden. Andererseits wäre ein
              Wert von -500 etwa gleichbedeutend damit, den erlaubten Speicher
              eines Prozesses bei der Bewertung des erlaubten Speichers des
              Prozesses um 50% zu reduzieren.

              Zur Rückwärtskompatibilität mit früheren Kerneln kann
              /proc/[PID]/oom_adj immer noch zur Feineinstellung der
              Schlechtigkeitsbewertung verwendet werden. Dieser Wert skaliert
              linear mit oom_score_adj.

              Schreiben in /proc/[PID]/oom_score_adj oder /proc/[PID]/oom_adj
              führt zur Ãnderung des anderen mit dem skalierten Wert.

              Das Programm choom(1) stellt eine Befehlszeilenschnittstelle
              für die Anpassung des Wertes oom_score_adj eines laufenden
              Prozesses oder frisch ausgeführten Befehls bereit.

       /proc/[PID]/pagemap (seit Linux 2.6.25)
              This file shows the mapping of each of the process's virtual
              pages into physical page frames or swap area.  It contains one
              64-bit value for each virtual page, with the bits set as
              follows:

                   63     Falls gesetzt ist die Seite im RAM

                   62     Falls gesetzt, befindet sich die Seite im
                          Auslagerungsbereich (Swap)

                   61 (seit Linux 3.5)
                          The page is a file-mapped page or a shared anonymous
                          page.

                   60-57 (seit Linux 3.11)
                          Null

                   56 (seit Linux 4.2)
                          The page is exclusively mapped.

                   55 (seit Linux 3.11)
                          PTE is soft-dirty (see the kernel source file
                          Documentation/admin-guide/mm/soft-dirty.rst).

                   54-0   If the page is present in RAM (bit 63), then these
                          bits provide the page frame number, which can be
                          used to index /proc/kpageflags and /proc/kpagecount.
                          If the page is present in swap (bit 62), then bits
                          4–0 give the swap type, and bits 54–5 encode the
                          swap offset.

              Vor Linux 3.11 wurden die Bits 60-55 dazu verwandt, den
              Logarithmus (in der Basis 2) der SeitengröÃe zu halten.

              To employ /proc/[pid]/pagemap efficiently, use /proc/[pid]/maps
              to determine which areas of memory are actually mapped and seek
              to skip over unmapped regions.

              Die Datei /proc/[PID]/pagemap ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_PROC_PAGE_MONITOR aktiviert
              ist.

              Die Zugriffsberechtigungen dieser Datei werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS geregelt;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/personality (seit Linux 2.6.28)
              Diese nur lesbare Datei legt die Ausführungs-Domain des
              Prozesses offen, wie sie von personality(2) gesehen wird. Der
              Wert ist hexadezimal dargestellt.

              Die Rechte, auf diese Datei zuzugreifen, werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_ATTACH_FSCREDS
              gesteuert; siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/root
              UNIX und Linux unterstützen das Konzept eines prozesseigenen
              Wurzel-Dateisystems (root), das für jeden Prozess mit dem
              Systemauf chroot(2) gesetzt wird. Diese Datei ist ein
              symbolischer Link, der auf das Root-Verzeichnis des Prozesses
              weist, und verhält sich wie es auch exe und fd/* tun.

              Beachten Sie, dass diese Datei nicht nur ein einfacher
              symbolischer Link ist. Sie stellt den gleichen Blick auf das
              Dateisystem (einschlieÃlich Namensräume und der Gruppe der
              pro-Prozess-Einhängungen) wie der Prozess dar. Ein Beispiel
              erläutert diesen Punkt. In einem Terminal wird eine Shell in
              einem neuen Benutzer- und Einhängenamensraum gestartet und in
              dieser Shell werden einige neue Einhängepunkte erstellt:

                  $ PS1='sh1# ' unshare -Urnm
                  sh1# mount -t tmpfs tmpfs /etc  # Leeres Tmpfs unter /etc einhängen
                  sh1# mount --bind /usr /dev     # /usr unter /dev einhängen
                  sh1# echo $$
                  27123

              In einem zweiten Terminalfenster, in dem ursprünglichen
              Einhängenamensraum, wird der Inhalt der entsprechenden
              Einhängungen in dem ursprünglichen und dem neuen Namensraum
              angeschaut:

                  $ PS1='sh2# ' sudo sh
                  sh2# ls /etc | wc -l                  # Im anfänglichen NR
                  309
                  sh2# ls /proc/27123/root/etc | wc -l  # /etc in anderem NR
                  0                                     # Das leere Verz tmpfs
                  sh2# ls /dev | wc -l                  # Im anfänglichen NR
                  205
                  sh2# ls /proc/27123/root/dev | wc -l  # /dev in anderem NR
                  11                                    # Tatsächlich bind-
                                                        # eingehängt in /usr
                  sh2# ls /usr | wc -l                  # /usr im anfänglichen NR
                  11

              In einem Multithread-Prozess ist der Inhalt des symbolischen
              Links /proc/[PID]/root nicht mehr verfügbar, wenn der
              Haupt-Thread schon beendet ist (typischerweise durch einen
              Aufruf von pthread_exit(3)).

              Die Rechte, diesen symbolischen Link zu dereferenzieren oder zu
              lesen (readlink(2)), werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS gesteuert;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/seccomp (Linux 2.6.12 bis 2.6.22)
              Diese Datei kann zum Lesen und Ãndern der Moduseinstellungen der
              sicheren Berechnung (Seccomp) des Prozesses verwandt werden. Sie
              enthält den Wert 0, falls der Prozess sich nicht im
              Seccomp-Modus befindet und 1, falls der Prozess sich im strikten
              Seccomp-Modus befindet (siehe seccomp(2)). Wird 1 in diese Datei
              geschrieben, wird der Prozess unwiderruflich in den strikten
              Seccomp-Modus gebracht. (Weitere Versuche, in diese Datei zu
              schreiben, werden mit dem Fehler EPERM fehlschlagen.)

              Unter Linux 2.6.23 verschwand diese Datei und wurde durch die
              Aktionen PR_GET_SECCOMP und PR_SET_SECCOMP von prctl(2) ersetzt
              (und später durch seccomp(2) und das Feld Seccomp in
              /proc/[PID]/status).

       /proc/[PID]/setgroups (seit Linux 3.19)
              Siehe user_namespaces(7).

       /proc/[PID]/smaps (seit Linux 2.6.14)
              This file shows memory consumption for each of the process's
              mappings.  (The pmap(1)  command displays similar information,
              in a form that may be easier for parsing.)  For each mapping
              there is a series of lines such as the following:

                  00400000-0048a000 r-xp 00000000 fd:03 960637       /bin/bash
                  Size:                552 kB
                  Rss:                 460 kB
                  Pss:                 100 kB
                  Shared_Clean:        452 kB
                  Shared_Dirty:          0 kB
                  Private_Clean:         8 kB
                  Private_Dirty:         0 kB
                  Referenced:          460 kB
                  Anonymous:             0 kB
                  AnonHugePages:         0 kB
                  ShmemHugePages:        0 kB
                  ShmemPmdMapped:        0 kB
                  Swap:                  0 kB
                  KernelPageSize:        4 kB
                  MMUPageSize:           4 kB
                  KernelPageSize:        4 kB
                  MMUPageSize:           4 kB
                  Locked:                0 kB
                  ProtectionKey:         0
                  VmFlags: rd ex mr mw me dw

              The first of these lines shows the same information as is
              displayed for the mapping in /proc/[pid]/maps.  The following
              lines show the size of the mapping, the amount of the mapping
              that is currently resident in RAM ("Rss"), the process's
              proportional share of this mapping ("Pss"), the number of clean
              and dirty shared pages in the mapping, and the number of clean
              and dirty private pages in the mapping.  "Referenced" indicates
              the amount of memory currently marked as referenced or accessed.
              "Anonymous" shows the amount of memory that does not belong to
              any file.  "Swap" shows how much would-be-anonymous memory is
              also used, but out on swap.

              Die Zeile »KernelPageSize« (verfügbar seit Linux 2.6.29) ist
              die vom Kernel verwandte SeitengröÃe, um den virtuellen
              Speicherbereich zu hinterlegen. Dies passt in den meisten
              Fällen auf die GröÃe, die von der MMU verwandt wird.
              Allerdings tritt ein Gegenbeispiel auf PPC64-Kerneln auf, auf
              denen 64 kB als BasisseitengröÃe verwandt wird, aber auf
              älteren Prozessoren 4 kB für die MMU verwendet wird. Um
              zwischen den zwei Attributen zu unterscheiden, meldet die Zeile
              »MMUPageSize« (auch seit Linux 2.6.29 verfügbar) die von der
              MMU verwandte SeitengröÃe.

              The "Locked" indicates whether the mapping is locked in memory
              or not.

              Die Zeile »ProtectionKey« (verfügbar seit Linux 4.9, nur x86)
              enthält den Speicherschutzschlüssel (siehe pkeys(7)), der dem
              virtuellen Speicherbereich zugeordnet ist. Dieser Eintrag ist
              nur vorhanden, falls der Kernel mit der Konfigurationsoption
              CONFIG_X86_INTEL_MEMORY_PROTECTION_KEYS gebaut wurde.

              Die Zeile »VmFlags« (verfügbar seit Linux 3.8) stellt die dem
              virtuellen Speicherbereich zugeordneten Kernelschalter dar,
              kodiert mittels der folgenden zwei-Buchstaben-Codes:

                  rd  - lesbar
                  wr  - schreibbar
                  ex  - ausführbar
                  sh  - shared
                  mr  - könnte lesen
                  mw  - könne schreiben
                  me  - könnte ausführen
                  ms  - may share
                  gd  - stack segment grows down
                  pf  - reiner PFN-Bereich
                  dw  - disabled write to the mapped file
                  lo  - pages are locked in memory
                  io  - memory mapped I/O area
                  sr  - sequential read advise provided
                  rr  - random read advise provided
                  dc  - do not copy area on fork
                  de  - do not expand area on remapping
                  ac  - area is accountable
                  nr  - Auslagerungsbereich ist für den Bereich nicht
              reserviert
                  ht  - area uses huge tlb pages
                  nl  - non-linear mapping
                  ar  - architecture specific flag
                  dd  - Bereich nicht in den Kernspeicherabzug einschlieÃen
                  sd  - soft-dirty flag
                  mm  - mixed map area
                  hg  - huge page advise flag
                  nh  - no-huge page advise flag
                  mg  - mergeable advise flag

              Die Feld »ProtectionKey« enthält den Speicherschutzschlüssel
              (siehe pkeys(5)), der dem virtuellen Speicherbereich zugeordnet
              ist. Dieser Eintrag ist nur vorhanden, falls der Kernel mit der
              Konfigurationsoption CONFIG_X86_INTEL_MEMORY_PROTECTION_KEYS
              gebaut wurde (seit Linux 4.6).

              Die Datei /proc/[PID]/smaps ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_PROC_PAGE_MONITOR aktiviert
              ist.

       /proc/[PID]/stack (seit Linux 2.6.29)
              Diese Datei stellt eine symbolische Verfolgung der
              Funktionsaufrufe in dem Kernel-Stack dieses Prozesses bereit.
              Diese Datei wird nur bereitgestellt, falls der Kernel mit der
              Konfigurationsoption CONFIG_STACKTRACE gebaut wurde.

              Die Rechte, auf diese Datei zuzugreifen, werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_ATTACH_FSCREDS
              gesteuert; siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/stat
              Statusinformationen des Prozesses. Wird von ps(1) benutzt. Sie
              werden in der Kernelquelldatei fs/proc/array.c definiert.

              Die Felder werden in dieser Reihenfolge mit ihrem passenden
              scanf(3)-Formatkennzeichnern unten aufgeführt. Ob bestimmte
              dieser Felder gültige Informationen anzeigen, wird von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung
              PTRACE_MODE_READ_FSCREDS | PTRACE_MODE_NOAUDIT gesteuert (siehe
              ptrace(2)). Falls die Prüfung den Zugriff verweigert, wird der
              Feldwert mit 0 angegeben. Die betroffenen Felder werden mit der
              Markierung [PT] gekennzeichnet.

              (1) PID  %d
                        Die Prozesskennung.

              (2) comm  %s
                        Der Name der ausführbaren Datei, in Klammern. Dies
                        wird angezeigt, unabhängig davon, ob das Programm
                        ausgelagert ist oder nicht.

              (3) state  %c
                        Eines der folgenden Zeichen zur Angabe des
                        Prozesszustandes:

                        R  Laufend

                        S  Schlafend in einem unterbrechbaren Wartezustand

                        D  Wartend in einem nicht unterbrechbaren
                           Plattenschlaf

                        Z  Zombie

                        T  Gestoppt (aufgrund eines Signals) oder (vor Linux
                           2.6.33) Verfolgung gestoppt

                        t  Verfolgung gestoppt (seit Linux 2.6.33)

                        W  Paging (nur vor Linux 2.6.0)

                        X  Getötet (seit Linux 2.6.0)

                        x  Getötet (nur Linux 2.6.33 bis 3.13)

                        K  Wakekill (Linux 2.6.33 to 3.13 only)

                        W  Aufwachend (nur Linux 2.6.33 bis 3.13)

                        P  Geparkt (nur Linux 3.9 bis 3.13)

              (4) ppid  %d
                        Die Prozesskennung (PID) des Elternprozesses dieses
                        Prozesses.

              (5) pgrp  %d
                        Die Prozess-Gruppenkennung des Prozesses.

              (6) session  %d
                        Die Sitzungskennung des Prozesses.

              (7) tty_nr  %d
                        Das steuernde Terminal des Prozesses. (Die
                        Minor-Gerätenummer ist in der Kombination der Bits 31
                        bis 20 und 7 bis 0 enthalten; die Major-Gerätenummer
                        befindet sich in den Bits 15 bis 8.)

              (8) tpgid  %d
                        Die Kennung der Vordergrund-Prozessgruppe des
                        steuernden Terminals des Prozesses.

              (9) flags  %u
                        Das Wort mit den Kernel-Schaltern des Prozesses. Die
                        Bedeutung der Bits finden Sie in den
                        PF_*-#define-Anweisungen in der Linux-Quellcodedatei
                        <linux/sched.h>. Die Details hängen von der
                        Kernel-Version ab.

                        Das Format dieses Feldes war %lu vor Linux 2.6.

              (10) minflt  %lu
                        Die Anzahl geringfügiger Ausnahmebehandlungen des
                        Prozesses, die kein Nachladen einer Speicherseite von
                        Platte erforderlich gemacht haben.

              (11) cminflt  %lu
                        Die Anzahl geringfügiger Ausnahmebehandlungen der
                        Kindprozesse des Prozesses, auf die der Prozess
                        wartete.

              (12) majflt  %lu
                        Die Anzahl wesentlicher Ausnahmebehandlungen des
                        Prozesses, die das Nachladen einer Speicherseite von
                        der Platte erforderten.

              (13) cmajflt  %lu
                        Die Anzahl wesentlicher Ausnahmebehandlungen der
                        Kindprozesse des Prozesses, auf die der Prozess
                        wartete.

              (14) utime  %lu
                        Gesamtzeit, die dieser Prozess im Benutzermodus
                        verbracht hat, gemessen in Uhren-Ticks (dividieren Sie
                        durch sysconf(_SC_CLK_TCK)). Das umfasst Gastzeit,
                        guest_time (aufgewendete Zeit für den Betrieb einer
                        virtuellen CPU, siehe unten), so dass Anwendungen, die
                        das Gastzeit-Feld nicht kennen, diese Zeit in ihren
                        Berechnungen nicht auÃer acht lassen.

              (15) stime  %lu
                        Gesamtzeit, die dieser Prozess im Kernel-Modus
                        verbracht hat, gemessen in Uhren-Ticks (dividieren Sie
                        durch sysconf(_SC_CLK_TCK)).

              (16) cutime  %ld
                        Gesamtzeit, die abgewartete Kindprozesse im
                        Benutzermodus verbracht haben, gemessen in Uhren-Ticks
                        (dividieren Sie durch sysconf(_SC_CLK_TCK)) (siehe
                        auch times(2)). Das umfasst Gastzeit, guest_time
                        (Laufzeit in einer virtuellen CPU, siehe unten).

              (17) cstime  %ld
                        Gesamtzeit, die abgewartete Kindprozesse im
                        Kernel-Modus verbracht haben, gemessen in Uhren-Ticks
                        (dividieren Sie durch sysconf(_SC_CLK_TCK)).

              (18) priority  %ld
                        (Erklärung für Linux 2.6) Für Prozesse, die im
                        Scheduling eine Echtzeit-Strategie verfolgen (policy
                        weiter unten, siehe sched_setscheduler(2)), ist dies
                        die negierte Scheduling-Priorität minus eins, das
                        heiÃt, eine Zahl im Bereich von -2 bis -100,
                        entsprechend den Echtzeitprioritäten 1 bis 99. Für
                        Prozesse, deren Scheduling keine Echtzeit-Strategie
                        verfolgt, ist das ist der rohe Nice-Wert
                        (setpriority(2)), wie er im Kernel dargestellt ist.
                        Der Kernel speichert Nice-Werte als Zahlen im Bereich
                        0 (hoch) bis 39 (niedrig), entsprechend des für den
                        Benutzer sichtbaren Nice-Bereichs von -20 bis 19.

                        Vor Linux 2.6 war dies ein skalierter Wert auf
                        Grundlage des vom Scheduler an den Prozess
                        zugewiesenen Gewichts.

              (19) nice  %ld
                        Der Nice-Wert (siehe setpriority(2)), ein Wert im
                        Bereich von 19 (niedrige Priorität) bis -20 (hohe
                        Priorität).

              (20) num_threads  %ld
                        Anzahl von Threads in diesem Prozess (seit Linux 2.6).
                        Vor Kernel 2.6 war dieses Feld mit dem Wert 0 als
                        Platzhalter für ein früher entferntes Feld
                        hartkodiert.

              (21) itrealvalue  %ld
                        Die Zeit (in Jiffies), bevor dem Prozess aufgrund
                        eines Intervall-Timers ein SIGALRM gesendet wird. Seit
                        Kernel 2.6.17 wird dieses Feld nicht mehr gewartet und
                        wird mit 0 hartkodiert.

              (22) starttime  %llu
                        Die Zeit, zu der der Prozess nach dem Systemstart
                        gestartet wurde. In Kerneln vor Linux 2.6 wurde dieser
                        Wert in Jiffies ausgegeben. Seit Linux 2.6 wird der
                        Wert in Uhren-Ticks ausgedrückt (teilen Sie diese
                        durch sysconf(_SC_CLK_TCK)).

                        Das Format dieses Feldes war %lu vor Linux 2.6.

              (23) vsize  %lu
                        GröÃe des virtuellen Speichers in Bytes.

              (24) rss  %ld
                        Resident Set Size: Anzahl der Seiten, die der Prozess
                        tatsächlich im Speicher hat. Dabei zählen nur die
                        Seiten von Text, Daten und Stack. Nicht abgerufene
                        oder ausgelagerte Bereiche zählen nicht mit.

              (25) rsslim  %lu
                        Aktuelle weiche Grenze für die RSS des Prozesses;
                        siehe die Beschreibung von RLIMIT_RSS in getrlimit(2).

              (26) startcode  %lu  [PT]
                        Die Adresse, oberhalb derer Programmtext ausgeführt
                        werden kann.

              (27) endcode  %lu  [PT]
                        Die Adresse, unterhalb derer Programmtext ausgeführt
                        werden kann.

              (28) startstack  %lu  [PT]
                        Die Startadresse des Stacks (also der »Boden«).

              (29) kstkesp  %lu  [PT]
                        Derzeitiger Wert von ESP (Stack Pointer), wie er in
                        der Kernel-Stack-Seite für diesen Prozess steht.

              (30) kstkeip  %lu  [PT]
                        Der aktuelle EIP (Instruction Pointer,
                        Anweisungszeiger).

              (31) signal  %lu
                        Die Bitmap anstehender Signale, angezeigt als
                        Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen
                        über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen
                        /proc/[PID]/status.

              (32) blocked  %lu
                        Die Bitmap blockierter Signale, angezeigt als
                        Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen
                        über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen
                        /proc/[PID]/status.

              (33) sigignore  %lu
                        Die Bitmap ignorierter Signale, angezeigt als
                        Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen
                        über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen
                        /proc/[PID]/status.

              (34) sigcatch  %lu
                        Die Bitmap abgefangener Signale, angezeigt als
                        Dezimalzahl. Obsolet, weil sie keine Informationen
                        über Echtzeitsignale gibt; verwenden Sie stattdessen
                        /proc/[PID]/status.

              (35) wchan  %lu  [PT]
                        Dies ist der »Kanal«, in dem der Prozess wartet. Es
                        ist die Adresse des Orts im Kernel, an dem der Prozess
                        schläft. Der entsprechende symbolische Name kann in
                        /proc/[PID]/wchan gefunden werden.

              (36) nswap  %lu
                        Anzahl ausgelagerter Seiten (nicht gewartet).

              (37) cnswap  %lu
                        Aufaddiertes nswap der Kindprozesse (nicht gewartet).

              (38) exit_signal  %d  (seit Linux 2.1.22)
                        Das an den Elternprozess zu sendende Signal, wenn wir
                        sterben.

              (39) processor  %d  (seit Linux 2.2.8)
                        Nummer der CPU, auf der der Prozess zuletzt lief.

              (40) rt_priority  %u  (seit Linux 2.5.19)
                        Priorität für das Echtzeit-Scheduling, eine Zahl im
                        Bereich von 1 bis 99 für Prozesse, deren Scheduling
                        einer Echtzeit-Strategie folgt oder 0 für andere
                        Prozesse (siehe sched_setscheduler(2)).

              (41) policy  %u  (seit Linux 2.5.19)
                        Scheduling-Strategie (siehe sched_setscheduler(2)).
                        Dekodieren Sie mit den SCHED_*-Konstanten in
                        linux/sched.h.

                        Das Format dieses Feldes war %lu vor Linux 2.6.22.

              (42) delayacct_blkio_ticks  %llu  (seit Linux 2.6.18)
                        Kumulierte Block-E/A-Verzögerungen, gemessen in
                        Uhren-Ticks (Hundertstelsekunden).

              (43) guest_time  %lu  (seit Linux 2.6.24)
                        Gastzeit des Prozesses (aufgewendete Zeit für den
                        Betrieb einer virtuellen CPU für ein
                        Gast-Betriebssystem), gemessen in Uhren-Ticks
                        (dividieren Sie durch sysconf(_SC_CLK_TCK)).

              (44) cguest_time  %ld  (seit Linux 2.6.24)
                        Gastzeit der Kindprozesse des Prozesses, gemessen in
                        Uhren-Ticks (dividieren Sie durch
                        sysconf(_SC_CLK_TCK)).

              (45) start_data  %lu  (seit Linux 3.3)  [PT]
                        Adresse, oberhalb derer die initialisierten und
                        nicht-initialisierten Programmdaten (BSS) abgelegt
                        werden.

              (46) end_data  %lu  (seit Linux 3.3)  [PT]
                        Adresse, unterhalb derer die initialisierten und
                        nicht-initialisierten Programmdaten (BSS) abgelegt
                        werden.

              (47) start_brk  %lu  (seit Linux 3.3)  [PT]
                        Adresse, oberhalb derer der Heap von Programmen mit
                        brk(2) ausgedehnt werden kann.

              (48) arg_start  %lu  (seit Linux 3.5)  [PT]
                        Adresse, oberhalb derer die Befehlszeilenargumente
                        (argv) abgelegt werden.

              (49) arg_end  %lu  (seit Linux 3.5)  [PT]
                        Adresse, unterhalb derer die Befehlszeilenargumente
                        (argv) abgelegt werden.

              (50) env_start  %lu  (seit Linux 3.5)  [PT]
                        Adresse, oberhalb derer die Programmumgebung abgelegt
                        wird.

              (51) env_end  %lu  (seit Linux 3.5)  [PT]
                        Adresse, unterhalb derer die Programmumgebung abgelegt
                        wird.

              (52) exit_code  %d  (seit Linux 3.5)  [PT]
                        Der Exit-Status des Threads in dem durch waitpid(2)
                        berichteten Format.

       /proc/[PID]/statm
              Informiert über den Speicherverbrauch, gemessen in Seiten. Die
              Spalten bedeuten:

                  GröÃe         (1) GesamtgröÃe des Programms
                                (dasselbe wie VmSize in /proc/[PID]/status)
                  im Speicher   (2) GröÃe des Resident Set
                                (dasselbe wie VmRSS in /proc/[PID]/status)
                  gemeinsam     (3) Anzahl von residenten (d.h. dateigestützten) gemeinsamen
                                Seiten
                   (dasselbe wie RssFile+RssShmem in
                                /proc/[PID]/status)
                  Text          (4) Text (Code)
                  Bibliothek    (5) Bibliothek (seit Linux 2.6 nicht verwendet, immer 0)
                  Daten         (6) Daten + Stack
                  geändert      (7) geänderte Seiten (dirty) (seit Linux 2.6
                                nicht verwendet, immer 0)

       /proc/[PID]/status
              Stellt viele der Informationen in /proc/[PID]/stat und
              /proc/[PID]/statm in einem Format bereit, das für Menschen
              einfacher auszuwerten ist. Ein Beispiel:

                  $ cat /proc/$$/status
                  Name:   bash
                  Umask:  0022
                  State:  S (sleeping)
                  Tgid:   17248
                  Ngid:   0
                  Pid:    17248
                  PPid:   17200
                  TracerPid:      0
                  Uid:    1000    1000    1000    1000
                  Gid:    100     100     100     100
                  FDSize: 256
                  Groups: 16 33 100
                  NStgid: 17248
                  NSpid:  17248
                  NSpgid: 17248
                  NSsid:  17200
                  VmPeak:     131168 kB
                  VmSize:     131168 kB
                  VmLck:           0 kB
                  VmPin:           0 kB
                  VmHWM:       13484 kB
                  VmRSS:       13484 kB
                  RssAnon:     10264 kB
                  RssFile:      3220 kB
                  RssShmem:        0 kB
                  VmData:      10332 kB
                  VmStk:         136 kB
                  VmExe:         992 kB
                  VmLib:        2104 kB
                  VmPTE:          76 kB
                  VmPMD:          12 kB
                  VmSwap:          0 kB
                  HugetlbPages:          0 kB        # 4.4
                  CoreDumping:   0                       # 4.15
                  Threads:        1
                  SigQ:   0/3067
                  SigPnd: 0000000000000000
                  ShdPnd: 0000000000000000
                  SigBlk: 0000000000010000
                  SigIgn: 0000000000384004
                  SigCgt: 000000004b813efb
                  CapInh: 0000000000000000
                  CapPrm: 0000000000000000
                  CapEff: 0000000000000000
                  CapBnd: ffffffffffffffff
                  CapAmb:   0000000000000000
                  NoNewPrivs:     0
                  Seccomp:        0
                  Speculation_Store_Bypass:       vulnerable
                  Cpus_allowed:   00000001
                  Cpus_allowed_list:      0
                  Mems_allowed:   1
                  Mems_allowed_list:      0
                  voluntary_ctxt_switches:        150
                  nonvoluntary_ctxt_switches:     545

              Die Bedeutung der Felder im Einzelnen:

              * Name: der von diesem Prozess ausgeführte Befehl.

              * Umask: die Umask des Prozesses, oktal mit führender Null,
                siehe umask(2). (Seit Linux 4.7.)

              * State: aktueller Prozesszustand; einer der Werte »R
                (running)«, »S (sleeping)«, »D (disk sleep)«, »T
                (stopped)«, »T (tracing stop)«, »Z (zombie)« oder »X
                (dead)«.

              * Tgid: Gruppenkennung des Threads (d.h. die Prozesskennung).

              * Ngid: NUMA-Gruppenkennung (0 falls keine; seit Linux 3.13).

              * PID: Thread-Kennung (siehe gettid(2)).

              * PPid: PID des Elternprozesses.

              * TracerPid: PID des Prozesses, der diesen Prozess beobachtet (0
                ohne Beobachtung).

              * Uid, Gid: reale, effektive, gespeicherte sowie
                Dateisystem-UIDs (GIDs).

              * FDSize: Anzahl der aktuell bereitgestellten
                Dateideskriptor-Slots.

              * Groups: ergänzende Gruppenliste.

              * NStgid: Thread-Gruppenkennung (d.h. PID) in jedem der
                PID-Namensräume, in denen [PID] ein Mitglied ist. Der ganz
                linke Eintrag zeigt den Wert in Bezug auf den PID-Namensraum
                des Prozesses, der dieses Procfs eingehängt hat (oder des
                Wurzelnamensraums, falls vom Kernel eingehängt), gefolgt von
                den Werten nachfolgend geschachtelter innerer Namensräume.
                (Seit Linux 4.1)

              * NSpid: Thread-Kennung in jedem der PID-Namensräume, in denen
                [PID] ein Mitglied ist. Die Felder sind wie bei NStgid
                sortiert. (Seit Linux 4.1.)

              * NSpgid: Prozessgruppenkennung in jedem der PID-Namensräume,
                in denen [PID] ein Mitglied ist. Die Felder sind wie bei
                NStgid sortiert. (Seit Linux 4.1.)

              * NSsid: Sitzungskennung der
                Nachkommens-Namensraum-Sitzungs-Kennungs-Hierarchie, in jedem
                der PID-Namensraumen, in denen [PID] ein Mitglied ist. Die
                Felder sind wie bei NStgid sortiert. (Seit Linux 4.1.)

              * VmPeak: Maximalwert des genutzten virtuellen Speichers.

              * VmSize: GröÃe des virtuellen Speichers.

              * VmLck: GröÃe des gesperrten Speichers (siehe mlock(2)).

              * VmPin: GröÃe des befestigten Speichers (seit Linux 3.2).
                Diese Seiten können nicht verschoben werden, da etwas den
                direkten Zugriff auf physischen Speicher benötigt.

              * VmHWM: Maximalwert der Resident Set Size
                (»Hochwassermarke«).

              * VmRSS: Resident set size.  Beachten Sie, dass dieser Wert die
                Summe aus RssAnon, RssFile und RssShmem ist.

              * RssAnon: GröÃe des residenten anonymen Speichers. (seit Linux
                4.5).

              * RssFile: Size of resident file mappings.  (since Linux 4.5).

              * RssShmem: Size of resident shared memory (includes System V
                shared memory, mappings from tmpfs(5), and shared anonymous
                mappings).  (since Linux 4.5).

              * VmData, VmStk, VmExe: GröÃe der Daten-, Stack und
                Text-Segmente.

              * VmLib: Code-GröÃe von Laufzeitbibliotheken.

              * VmPTE: GröÃe der Einträge in der Page Table (seit Linux
                2.6.10).

              * VmPMD: GröÃe der Page Tables zweiter Stufe (in Linux 4.0
                hinzugefügt, entfernt in Linux 4.15).

              * VmSwap: ausgelagerte virtuelle SpeichergröÃe durch anonyme
                private Pages; Shmem-Auslagerungsverwendung ist nicht
                enthalten (seit Linux 2.6.34).

              * HugetlbPages: GröÃe der Hugetlb-Speicheranteile (seit Linux
                4.4).

              * CoreDumping: Enthält den Wert 1, falls der Prozess derzeit
                einen Speicherauszug durchführt und 0, falls nicht (seit
                Linux 4.15). Diese Information kann von einem
                Ãberwachungsprozess verwandt werden, um das Töten eines
                Prozesses zu vermeiden, der derzeit einen Speicherauszug
                durchführt, wodurch eine beschädigte Speicherauszugsdatei
                (»core dump«) vermieden wird.

              * Threads: Anzahl der Threads im Prozess, zu dem dieser Thread
                gehört.

              * SigQ: Dieses Feld enthält zwei durch Schrägstriche getrennte
                Zahlen, die sich auf Signale in der Warteschlange für die
                reale Benutzerkennung des Prozesses beziehen. Die erste davon
                ist die Anzahl der derzeit in der Warteschlange befindlichen
                Signale für diese reale Benutzerkennung und die zweite ist
                die Ressourcenbegrenzung für die Anzahl wartender Signale
                für diesen Prozess (siehe die Beschreibung von
                RLIMIT_SIGPENDING in getrlimit(2)).

              * SigPnd, ShdPnd: Maske (hexadezimal ausgedrückt) der insgesamt
                für Thread und Prozess anstehenden Signale (siehe pthreads(7)
                und signal(7)).

              * SigBlk, SigIgn, SigCgt: Masken (hexadezimal ausgedrückt) für
                die Anzeige blockierter, ignorierter und abgefangener Signale
                (siehe signal(7)).

              * CapInh, CapPrm, CapEff: in den vererbbaren, erlaubten und
                effektiven Capability-Mengen aktivierte Masken (hexadezimal
                ausgedrückt) (siehe capabilities(7)).

              * CapBnd: Capability-Begrenzungsmenge, hexadezimal ausgedrückt
                (seit Linux 2.6.26, siehe capabilities(7)).

              * CapAmb: Umgebungs-Capability-Menge, hexadezimal ausgedrückt
                (seit Linux 4.3, siehe capabilities(7)).

              * NoNewPrivs: Wert des Bits no_new_privs (seit Linux 4.10, siehe
                prctl(2)).

              * Seccomp: Seccomp-Modus des Prozesses (seit Linux 3.8, siehe
                seccomp(2)). 0 bedeutet SECCOMP_MODE_DISABLED; 1 bedeutet
                SECCOMP_MODE_STRICT; 2 bedeutet SECCOMP_MODE_FILTER. Dieses
                Feld wird nur bereitgestellt, falls der Kernel mit der
                aktivierten Kernelkonfigurationsoption CONFIG_SECCOMP gebaut
                wurde.

              * Speculation_Store_Bypass: Zustand der Abschwächung des
                Spekulationsdefekts (seit Linux 4.17, siehe prctl(2)).

              * Cpus_allowed: Hexadezimale Maske von CPUs, auf denen der
                Prozess laufen kann (seit Linux 2.6.24, siehe cpuset(7)).

              * Cpus_allowed_list: dasselbe wie das vorhergehende, aber in
                »Listenformat« (seit Linux 2.6.26, siehe cpuset(7)).

              * Mems_allowed: Maske von für diesen Prozess erlaubten
                Speicherknoten (seit Linux 2.6.24, siehe cpuset(7)).

              * Mems_allowed_list: dasselbe wie das vorhergehende, aber in
                »Listenformat« (seit Linux 2.6.26, siehe cpuset(7)).

              * voluntary_ctxt_switches, nonvoluntary_ctxt_switches: Anzahl
                der freiwilligen und der unfreiwilligen Kontextwechsel (seit
                Linux 2.6.23).

       /proc/[PID]/syscall (seit Linux 2.6.27)
              Diese Datei legt die Systemaufrufnummer und -argumentenregister
              für den derzeit durch den Prozess ausgeführten Systemaufruf
              offen. Es folgen die Werte des Stack-Zeigers und der
              Programmzählerregister. Die Werte aller sechs
              Argumentenregister werden offengelegt, obwohl die meisten
              Systemaufrufe weniger Register verwenden.

              Falls der Prozess blockiert aber nicht in einem Systemaufruf
              ist, dann zeigt die Datei -1 an der Stelle der
              Systemaufrufnummer an, gefolgt von nur den Werten des
              Stack-Zeigers und des Programmzählers. Falls der Prozess nicht
              blockiert ist, dann enthält die Datei nur die Zeichenkette
              »running«.

              Diese Datei ist nur vorhanden, falls der Kernel mit
              CONFIG_HAVE_ARCH_TRACEHOOK konfiguriert wurde.

              Die Rechte, auf diese Datei zuzugreifen, werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_ATTACH_FSCREDS
              gesteuert; siehe ptrace(2).

       /proc/[PID]/task (seit Linux 2.6.0)
              Dieses Verzeichnis enthält ein Unterverzeichnis für jeden
              Thread in dem Prozess. Der Name jedes Unterverzeichnisses ist
              die numerische Thread-Kennung ([TID]) des Threads (siehe
              gettid(2)).

              Innerhalb jedes dieser Unterverzeichnisse gibt es eine Reihe von
              Dateien mit gleichem Namen und Inhalt wie unter den
              /proc/[PID]-Verzeichnissen. Für Attribute, die von allen
              Threads gemeinsam verwendet werden, sind die Inhalte für jede
              der Dateien unter den /task/[TID]-Unterverzeichnissen die
              gleichen wie in der entsprechenden Datei im Elternverzeichnis
              /proc/[PID] (z.B. in einem Multithread-Prozess werden
              task/[TID]/cwd-Dateien den gleichen Wert wie die Datei
              task/pid/cwd im Elternverzeichnis haben, da alle Threads in
              einem Prozess sich ein Arbeitsverzeichnis teilen). Für
              Attribute, die für jeden Thread verschieden sind, können die
              entsprechenden Dateien unter task/[TID] unterschiedliche Werte
              annehmen (z.B. können verschiedene Felder in jeder der
              task/[TID]/status-Dateien für jeden Thread unterschiedlich
              sein) oder sie könnten in /proc/[PID] überhaupt nicht
              existieren.

              In Multithread-Prozessen sind die Inhalte des Verzeichnisses
              /proc/[PID]/task überhaupt nicht verfügbar, falls der
              Haupt-Thread bereits beendet wurde (typischerweise durch den
              Aufruf von pthread_exit(3)).

       /proc/[PID]/task/[TID]/children (seit Linux 3.5)
              Eine durch Leerzeichen getrennte Liste von Kindprozessen dieses
              Prozesses. Jeder Kindprozess wird durch seine TID dargestellt.

              Diese Option ist für die Verwendung durch das
              Prüfpunktwiederherstellungssystem (Checkpoint/Restore In
              Userspace/CRIU) gedacht und stellt nur verlässlich eine Liste
              von Kindprozessen bereit, falls alle Kindprozesse gestoppt oder
              eingefroren sind. Sie funktioniert nicht richtig, falls
              Kindprozesse des Ziel-Tasks während des Lesens der Datei
              beendet werden. Kindprozesse, die enden, können dazu führen,
              dass nicht endende Kindprozesse in der Liste weggelassen werden.
              Dies macht diese Schnittstelle sogar noch unzuverlässiger als
              herkömmliche PID-basierte Herangehensweisen, wenn der
              untersuchte Task und seine Kindprozesse nicht eingefroren sind
              und der meiste Code sollte wahrscheinlich diese Schnittstelle
              nicht benutzen.

              Bis Linux 4.2 wurde die Existenz dieser Datei durch die
              Kernelkonfigurationsoption CONFIG_CHECKPOINT_RESTORE gesteuert.
              Seit Linux 4.2 wird sie durch die Option CONFIG_PROC_CHILDREN
              gesteuert.

       /proc/[PID]/timers (seit Linux 3.10)
              Eine Liste der POSIX-Timer für diesen Prozess. Jeder Timer wird
              mit einer Zeile aufgeführt, die mit der Zeichenkette »ID:«
              beginnt, beispielsweise:

                  ID: 1
                  signal: 60/00007fff86e452a8
                  notify: signal/pid.2634
                  ClockID: 0
                  ID: 0
                  signal: 60/00007fff86e452a8
                  notify: signal/pid.2634
                  ClockID: 1

              Die gezeigten Zeilen für jeden Timer haben die folgenden
              Bedeutungen:

              ID     Die Kennung für diesen Timer. Dies ist nicht mit der von
                     timer_create(2) zurückgelieferten Timer-Kennung
                     identisch. Stattdessen ist es die gleiche Kernel-interne
                     Kennung, die mittels des Feldes si_timerid der Struktur
                     siginfo_t verfügbar ist (siehe sigaction(2)).

              signal Dies ist die Signalnummer, die dieser Timer zur
                     Auslieferung von Benachrichtigungen verwendet. Ihr folgt
                     ein Schrägstrich und dann der dem Signal-Handler
                     übergebene Wert sigev_value. Gültig nur für Timer, die
                     mittels Signal benachrichtigen.

              notify Der Teil vor dem Schrägstrich legt den Mechanismus fest,
                     den dieser Timer zur Auslieferung von Nachrichten
                     verwendet. Er ist entweder »thread«, »signal« oder
                     »none«. Direkt nach dem Schrägstrich ist entweder die
                     Zeichenkette »tid« für Timer mit
                     SIGEV_THREAD_ID-Benachrichtigungen oder »pid« für
                     Timer, die mittels andere Mechanismen benachrichtigen.
                     Nach dem ».« folgt die PID des Prozesses (oder der
                     Kernel-Thread-Kennung des Threads), der ein Signal
                     geliefert bekommt, falls der Timer Benachrichtigungen
                     über ein Signal ausliefert.

              ClockID
                     Dieses Feld identifiziert die Uhr, die der Timer für die
                     Zeitmessung verwendet. Für die meisten Uhren ist dies
                     eine Zahl, die auf einen der Konstanten der
                     Anwendungsebene CLOCK_* passt, die mittels <time.h>
                     offengelegt werden. CLOCK_PROCESS_CPUTIME_ID-Timer zeigen
                     mit einem Wert -6 in diesem Feld.
                     CLOCK_THREAD_CPUTIME_ID-Timer zeigen mit einem Wert -2 in
                     diesem Feld.

              Diese Datei ist nur vorhanden, falls der Kernel mit
              CONFIG_CHECKPOINT_RESTORE konfiguriert wurde.

       /proc/[PID]/timerslack_ns (seit Linux 4.6)
              Diese Datei legt den »derzeitigen« Spielraum des Timers
              ausgedrückt in Nanosekunden offen. Diese Datei ist schreibbar,
              wodurch das Ãndern des Spielraums des Timers möglich ist. Wird
              0 in diese Datei geschrieben, wird der Spielraum auf den
              »Standard«-Spielraum des Timers zurückgesetzt. Weitere
              Einzelheiten finden Sie in der Besprechung von PR_SET_TIMERSLACK
              in prctl(2).

              Ursprünglich wurde die Zugriffsberechtigung für diese Datei
              über eine Ptrace-Zugriffsmodusprüfung
              PTRACE_MODE_ATTACH_FSCREDS geregelt (siehe ptrace(2)).
              Allerdings wurde dies nachfolgend als zu strenge Anforderung
              erachtet (und es hatte den Seiteneffekt, dass die Notwendigkeit
              für einen Prozess, die Capability CAP_SYS_PTRACE zu haben, auch
              dazu führte, dass er den Speicher jedes Prozesses lesen und
              verändern konnte). Daher wird seit Linux 4.9 nur die
              (schwächere) Capability CAP_SYS_NICE für den Zugriff auf diese
              Datei benötigt.

       /proc/[PID]/uid_map, /proc/[PID]/gid_map (seit Linux 3.5)
              Siehe user_namespaces(7).

       /proc/[PID]/wchan (seit Linux 2.6.0)
              Der symbolische Name, der dem Ort im Kernel entspricht, an dem
              der Prozess schläft.

              Die Zugriffsberechtigungen dieser Datei werden von einer
              Ptrace-Zugriffsmodusprüfung PTRACE_MODE_READ_FSCREDS geregelt;
              siehe ptrace(2).

       /proc/[TID]
              Dies ist ein numerisches Unterverzeichnis für jeden der
              laufenden Threads, der nicht Thread-Gruppenleiter ist (d.h.
              einem Thread, dessen Thread-Kennung nicht zu der Prozesskennung
              identisch ist). Das Unterverzeichnis ist nach der Thread-Kennung
              benannt. Jedes dieser Unterverzeichnisse enthält Dateien und
              Unterverzeichnisse, die Informationen über den Thread mit der
              Thread-Kennung tid offenlegen. Die Inhalte dieser Verzeichnisse
              sind identisch zu den Inhalten der entsprechenden
              /proc/[pid]/task/[TID]-Verzeichnisse.

              Die Unterverzeichnisse /proc/[TID] sind beim Durchlauf durch
              /proc mit getdents(2) nicht sichtbar (und daher nicht sichtbar,
              wenn ls(1) zur Anzeige der Inhalte von /proc verwandt wird).
              Allerdings sind die Pfadnamen dieser Verzeichnisse sichtbar (d.h
              als Argumente benutzbar in) Systemaufrufen, die auf diesen
              Pfadnamen arbeiten.

       /proc/apm
              Version von »advanced power management« und Informationen zur
              Batterie, wenn bei der Kompilierung des Kernels CONFIG_APM
              definiert wird.

       /proc/buddyinfo
              Diese Datei enthält Informationen, die zur Diagnose von
              Speicherfragmentierungsproblemen verwandt werden. Jede Zeile
              beginnt mit der Kennzeichnung des Knotens und dem Name der Zone,
              die zusammen einen Speicherbereich identifizieren. Dies wird von
              der Anzahl der verfügbaren Stücke (Chunks) einer bestimmten
              Ordnung, in die diese Zonen geteilt sind, gefolgt. Die GröÃe in
              Bytes einer bestimmten Ordnung wird von der folgenden Formel
              bestimmt:

                  (2^Ordnung) * PAGE_SIZE

              Der binäre Buddy-Speicherverwaltungsalgorithmus innerhalb des
              Kernels wird ein Stück in zwei Stücke einer geringeren Ordnung
              (daher mit der halben GröÃe) unterteilen oder zwei angrenzende
              Stück in ein gröÃeres Stück höherer Ordnung (daher mit der
              doppelten GröÃe) kombinieren, um Reservierungsanfragen zu
              erfüllen und um Speicherfragmentierung etwas entgegenzusetzen.
              Die Ordnung entspricht der Spaltennummer, wenn mit dem Zählen
              bei Null begonnen wird.

              Auf einem x86-64-System zum Beispiel:

  Node 0, zone     DMA     1    1    1    0    2    1    1    0    1    1    3
  Node 0, zone   DMA32    65   47    4   81   52   28   13   10    5    1  404
  Node 0, zone  Normal   216   55  189  101   84   38   37   27    5    3  587

              In diesem Beispiel gibt es einen Knoten, der drei Zonen enthält
              und es gibt 11 verschiedene StückgröÃen. Falls die
              SeitengröÃe 4 Kilobyte beträgt, dann hat die erste Zone,
              genannt DMA, (auf X86 die ersten 16 Megabyte an Speicher) ein
              Stück von 4 Kilobyte (Ordnung 0) verfügbar und hat 3 Stücke
              von 4 Megabyte (Ordnung 10) verfügbar.

              Falls der Speicher stark fragmentiert ist, werden die Zähler
              für Stücke höherer Ordnung Null sein und Zuweisungen von
              groÃen, zusammenhängenden Bereichen fehlschlagen.

              Weitere Informationen über die Zonen können in /proc/zoneinfo
              gefunden werden.

       /proc/bus
              Enthält Unterverzeichnisse für installierte Busse.

       /proc/bus/pccard
              Unterverzeichnis für PCMCIA-Geräte, wenn bei der Kompilierung
              des Kernels CONFIG_PCMCIA gesetzt wird.

       /proc/bus/pccard/drivers

       /proc/bus/pci
              Enthält diverse Bus-Unterverzeichnisse und Pseudodateien mit
              Informationen zu PCI-Bussen, installierten Geräten und
              Gerätetreibern. Einige dieser Dateien sind nicht in ASCII
              codiert.

       /proc/bus/pci/devices
              Informationen über PCI-Geräte. Auf diese kann mittels lspci(8)
              und setpci(8) zugegriffen werden.

       /proc/cgroups (seit Linux 2.6.24)
              siehe cgroups(7)

       /proc/cmdline
              Dem Kernel beim Startvorgang übergebene Argumente. Oft
              geschieht das über einen Bootmanager wie lilo(8) oder grub(8).

       /proc/config.gz (seit Linux 2.6)
              Diese Datei macht die Konfigurationsoptionen verfügbar, die
              für den Bau des aktuell laufenden Kernels verwendet wurden. Das
              Format ist das gleiche wie in der Datei .config, die bei der
              Konfiguration des Kernels (mittels make xconfig, make config
              oder ähnlichem) erzeugt wird. Der Inhalt der Datei ist
              komprimiert; er kann mittels zcat(1) und zgrep(1) angezeigt und
              durchsucht werden. Solange keine Ãnderungen in der folgenden
              Datei vorgenommen wurden, sind die Inhalte von /proc/config.gz
              die gleichen, die wie folgt gewonnen werden können:

                  cat /lib/modules/$(uname -r)/build/.config

              /proc/config.gz wird nur bereitgestellt, wenn der Kernel mit
              CONFIG_IKCONFIG_PROC konfiguriert wird.

       /proc/crypto
              Eine Liste der durch das Kernel-Krypto-API bereitgestellten
              Chiffren. Für Details schauen Sie in die Kerneldokumentation
              zum Thema Linux Kernel Crypto API, die unterhalb des
              Kernelquellbaumverzeichnisses Documentation/crypto/ (oder
              Documentation/DocBook vor 4.10) verfügbar ist. (Die
              Dokumentation kann mit einem Befehl wie make htmldocs im
              Wurzelverzeichnis des Kernelquellbaums gebaut werden.)

       /proc/cpuinfo
              Dies ist eine Sammlung von Informationen, die von der CPU und
              der Systemarchitektur abhängen. Die Liste sieht für jede
              unterstützte Architektur anders aus. Die einzigen Einträge,
              die man überall antrifft, sind processor, welcher die Nummer
              der CPU anzeigt und BogoMIPS, eine Systemkonstante, die während
              der Kernel-Initialisierung errechnet wird. SMP-Maschinen haben
              Informationen für jede CPU. Der Befehl lscpu(1) sammelt seine
              Informationen aus dieser Datei.

       /proc/devices
              Eine Textliste der Major-Gerätenummern und Gerätegruppen. Kann
              von MAKEDEV-Skripten genutzt werden, um mit dem Kernel überein
              zu stimmen.

       /proc/diskstats (seit Linux 2.5.69)
              Diese Datei enthält Platten-E/A-Statistiken für jedes
              Plattengerät. Die Linux-Kernel-Quelldatei
              Documentation/iostats.txt gibt weitere Informationen.

       /proc/dma
              Das ist eine Liste von registrierten ISA-DMA-Kanälen, die zur
              Zeit benutzt werden (DMA: Direct Memory Access).

       /proc/driver
              Leeres Unterverzeichnis.

       /proc/execdomains
              Liste der Ausführungsdomänen (ABI-Personalitäten).

       /proc/fb
              Information zum Bildspeicher (frame buffer), wenn bei der
              Kompilierung des Kernels CONFIG_FB definiert wird.

       /proc/filesystems
              Eine Auflistung der Dateisysteme, die vom Kernel unterstützt
              werden, nämlich Dateisysteme, die in den Kernel kompiliert
              wurden oder deren Kernel-Module derzeit geladen sind (siehe auch
              filesystems(5)). Wenn ein Dateisystem mit »nodev«
              gekennzeichnet ist, bedeutet dies, dass kein Block-Gerät
              eingehängt werden muss (z.B. virtuelles Dateisystem,
              Netzwerk-Dateisystem).

              Im Ãbrigen kann diese Datei von mount(8) verwendet werden, wenn
              kein Dateisystem angegeben wurde und es den Typ des Dateisystems
              nicht bestimmen konnte. Dann werden in dieser Datei enthaltene
              Dateisysteme ausprobiert (ausgenommen diejenigen, die mit
              »nodev« gekennzeichnet sind).

       /proc/fs
              Enthält Unterverzeichnisse, die wiederum Dateien mit
              Informationen über (bestimmte) eingehängte Dateisysteme
              enthalten.

       /proc/ide
              Dieses Verzeichnis gibt es auf Systemen mit dem IDE-Bus. Es gibt
              Verzeichnisse für jeden IDE-Kanal und jedes zugeordnete Gerät.
              Zu den Dateien gehören:

                  cache              PuffergröÃe in KB
                  capacity           Anzahl der Sektoren
                  driver             Version des Treibers
                  geometry           physikalische und logische Geometrie
                  identify           hexadezimal
                  media              Medientyp
                  model              Modellnummer des Herstellers
                  settings           Laufwerkeinstellungen
                  smart_thresholds   hexadezimal
                  smart_values       hexadezimal

              Das Werkzeug hdparm(8) ermöglicht einen angenehmen Zugriff auf
              diese Informationen.

       /proc/interrupts
              Diese Datei wurde verwendet, um die Anzahl der Interrupts pro
              CPU pro E/A-Gerät aufzunehmen. Seit Linux 2.6.24 werden
              auÃerdem, zumindest für die Architekturen i386 und x86-64,
              systeminterne Interrupts (das sind nicht unmittelbar an ein
              Gerät gebundene) wie beispielsweise NMI (nicht maskierbarer
              Interrupt), LOC (lokaler Timer-Interrupt), und für SMP-Systeme
              TLB (TLB Flush Interrupt), RES (Interrupt für Ãnderungen im
              Scheduling), CAL (Remote Function Call Interrupt) und
              möglicherweise andere mit eingetragen. Sie ist in ASCII codiert
              und sehr leicht zu lesen.

       /proc/iomem
              E/A-Speicherbelegung in Linux 2.4

       /proc/ioports
              Das ist eine Liste der derzeit registrierten und benutzten
              Ein-/Ausgabe-Port-Regionen.

       /proc/kallsyms (seit Linux 2.5.71)
              Hier stehen die vom Kernel exportierten Symboldefinitionen, die
              von modules(X)-Tools benutzt werden, um ladbare Module dynamisch
              zu linken und zu binden. Bis einschlieÃlich Linux 2.5.47 gab es
              eine ähnliche Datei ksyms mit leicht abweichender Syntax.

       /proc/kcore
              Diese Datei repräsentiert den physikalischen Speicher des
              Systems und hat das Elf-core-Dateiformat. Mit dieser Pseudodatei
              und einem Kernel mit Debug-Symbolen (/usr/src/linux/vmlinux)
              kann mit GDB der aktuelle Zustand der Kernel-Datenstrukturen
              untersucht werden.

              Die GesamtgröÃe dieser Datei ist die GröÃe des physischen
              Speichers (RAM) plus 4 KiB.

       /proc/keys (seit Linux 2.6.10)
              Siehe keyrings(7).

       /proc/key-users (seit Linux 2.6.10)
              Siehe keyrings(7).

       /proc/kmsg
              Diese Datei kann anstelle des Systemaufrufs syslog(2) benutzt
              werden, um Meldungen des Kernels zu lesen. Ein Prozess muss
              Superuser-Privilegien haben, um diese Datei zu lesen und nur ein
              einziger Prozess sollte dies tun. Die Datei sollte nicht
              ausgelesen werden, wenn ein Syslog-Prozess läuft, der den
              Systemaufruf syslog(2) zur Protokollierung benutzt.

              Die Informationen in dieser Datei können mit dmesg(1)
              dargestellt werden.

       /proc/kpagecgroup (seit Linux 4.3)
              Diese Datei enthält 64-Bit-Inode-Nummern der Speicher-Cgroup,
              auf die jede Seite berechnet wird. Sie ist durch die
              Seitenrahmennummer indiziert (siehe die Erörterung von
              /proc/[PID]/pagemap).

              Die Datei /proc//proc/kpagecgroup ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_MEMCG aktiviert ist.

       /proc/kpagecount (seit Linux 2.6.25)
              This file contains a 64-bit count of the number of times each
              physical page frame is mapped, indexed by page frame number (see
              the discussion of /proc/[pid]/pagemap).

              Die Datei /proc/kpagecount ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_PROC_PAGE_MONITOR aktiviert
              ist.

       /proc/kpageflags (seit Linux 2.6.25)
              Diese Datei enthält 64-Bit-Masken, die jedem physischen
              Seitenrahmen (page frame) entsprechen. Sie ist durch die
              Seitenrahmennummer indiziert (siehe die Erörterung von
              /proc/[PID]/pagemap). Die Bits sind wie folgt:

                   0 - KPF_LOCKED
                   1 - KPF_ERROR
                   2 - KPF_REFERENCED
                   3 - KPF_UPTODATE
                   4 - KPF_DIRTY
                   5 - KPF_LRU
                   6 - KPF_ACTIVE
                   7 - KPF_SLAB
                   8 - KPF_WRITEBACK
                   9 - KPF_RECLAIM
                  10 - KPF_BUDDY
                  11 - KPF_MMAP           (seit Linux 2.6.31)
                  12 - KPF_ANON           (seit Linux 2.6.31)
                  13 - KPF_SWAPCACHE      (seit Linux 2.6.31)
                  14 - KPF_SWAPBACKED     (seit Linux 2.6.31)
                  15 - KPF_COMPOUND_HEAD  (seit Linux 2.6.31)
                  16 - KPF_COMPOUND_TAIL  (seit Linux 2.6.31)
                  17 - KPF_HUGE           (seit Linux 2.6.31)
                  18 - KPF_UNEVICTABLE    (seit Linux 2.6.31)
                  19 - KPF_HWPOISON       (seit Linux 2.6.31)
                  20 - KPF_NOPAGE         (seit Linux 2.6.31)
                  21 - KPF_KSM            (seit Linux 2.6.32)
                  22 - KPF_THP            (seit Linux 3.4)
                  23 - KPF_BALLOON        (seit Linux 3.18)
                  24 - KPF_ZERO_PAGE      (seit Linux 4.0)
                  25 - KPF_IDLE           (seit Linux 4.3)

              Für weitere Details zur Bedeutung dieser Bits lesen Sie die
              Kernelquelldatei Documentation/admin-guide/mm/pagemap.rst. Vor
              Kernel 2.6.29 lieferten KPF_WRITEBACK, KPF_RECLAIM, KPF_BUDDY
              und KPF_LOCKED nicht die korrekten Werte.

              Die Datei /proc/kpageflags ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_PROC_PAGE_MONITOR aktiviert
              ist.

       /proc/ksyms (Linux 1.1.23-2.5.47)
              Siehe /proc/kallsyms.

       /proc/loadavg
              Die ersten drei Felder in dieser Datei geben die
              durchschnittliche Anzahl von Jobs an, die in der
              Run-Warteschlange sind (Status R) oder auf Platten-E/A warten
              (Status D), gemittelt über 1, 5, und 15 Minuten. Das sind die
              gleichen Angaben für die durchschnittliche Belastung, wie sie
              von uptime(1) und anderen Programmen angegeben werden. Das
              vierte Feld besteht aus zwei durch einen Schrägstrich (/)
              getrennten Zahlen. Die erste davon ist die Anzahl von derzeit
              ausführbaren Kernel-Scheduling-Einheiten (Prozesse, Threads).
              Der Wert nach dem Schrägstrich ist die Anzahl der
              Kernel-Scheduling-Einheiten, die aktuell auf dem System
              existieren. Das fünfte Feld ist die PID des Prozesses, der
              zuletzt auf dem System erzeugt wurde.

       /proc/locks
              Diese Datei zeigt aktuelle Datei-Sperren (flock(2) und fcntl(2))
              und -Ausleihen (fcntl(2)) an.

              Ein Beispiel für den Inhalt in dieser Datei wird nachfolgend
              gezeigt:

                  1: POSIX  ADVISORY  READ  5433 08:01:7864448 128 128
                  2: FLOCK  ADVISORY  WRITE 2001 08:01:7864554 0 EOF
                  3: FLOCK  ADVISORY  WRITE 1568 00:2f:32388 0 EOF
                  4: POSIX  ADVISORY  WRITE 699 00:16:28457 0 EOF
                  5: POSIX  ADVISORY  WRITE 764 00:16:21448 0 0
                  6: POSIX  ADVISORY  READ  3548 08:01:7867240 1 1
                  7: POSIX  ADVISORY  READ  3548 08:01:7865567 1826 2335
                  8: OFDLCK ADVISORY  WRITE -1 08:01:8713209 128 191

              Die gezeigten Felder in jeder Zeile sind wie folgt:

              (1) Die ordinale Position der Sperre in der Liste.

              (2) Der Sperrtyp. Folgende Werte können hier u.A. erscheinen:

                  FLOCK  Dies ist eine mittels flock(2) erstellte
                         BSD-Sperrdatei.

                  OFDLCK Dies ist eine mittels fcntl(2) erstellte offene
                         Dateideskriptorsperre (OFD).

                  POSIX  Dies ist eine mittels fcntl(2) erstellte
                         POSIX-Byte-Bereichssperre.

              (3) Unter den hier auftretenden Zeichenketten sind auch die
                  folgenden:

                  ADVISORY
                         Dies ist eine empfohlene Sperre.

                  MANDATORY
                         Dies ist eine Pflichtsperre.

              (4) Die Art der Sperre. Folgende Werte können hier auftauchen:

                  READ   Dies ist eine POSIX- oder OFD-Lesesperre oder eine
                         gemeinsame BSD-Sperre.

                  WRITE  Dies ist eine POSIX- oder OFD-Schreibsperre oder eine
                         exklusive BSD-Sperre.

              (5) die PID des Prozesses, der die Sperre besitzt,

                  Da OFD-Sperren nicht einem einzelnen Prozess gehören (da
                  mehrere Prozesse über Dateideskriptoren verfügen können,
                  die sich auf die gleiche offene Dateideskription beziehen),
                  wird in diesem Feld der Wert -1 für OFD-Sperren angezeigt.
                  (Vor Kernel 4.14 wurde durch einen Fehler die PID des
                  Prozesses, der ursprünglich die Sperre erwarb, statt des
                  Wertes -1 angezeigt.)

              (6) Drei Doppelpunkt-getrennte Unterlisten, die die Major- und
                  Minor-Gerätekennung des Geräts, das das Dateisystem
                  enthält, auf dem sich die gesperrte Datei befindet, gefolgt
                  von der Inode-Nummer der gesperrten Datei.

              (7) Der Byte-Versatz des ersten Bytes der Sperre. Für
                  BSD-Sperren ist dieser Wert immer 0.

              (8) Der Byteversatz des letzten Bytes der Sperre. EOF im Feld
                  bedeutet, dass sich die Sperre bis zum Ende der Datei
                  ausdehnt. Für BSD-Sperren ist der angezeigte Wert immer
                  EOF.

              Seit Linux 4.9 wird die Liste der in /proc/locks gezeigten
              Sperren gefiltert, um nur die Sperren für die Prozesse in dem
              PID-Namensraum (siehe pid_namespaces(7)), für den das
              Dateisystem /proc eingehängt worden war, anzuzeigen. (Im
              ursprünglichen PID-Namensraum gibt es keine Filterung der in
              dieser Datei angezeigten Datensätze.)

              Der Befehl lslocks(8) stellt etwas mehr Informationen über jede
              Sperre bereit.

       /proc/malloc (nur bis zu einschlieÃlich Linux 2.2)
              Diese Datei existiert nur, wenn bei der Kompilierung des Kernels
              CONFIG_DEBUG_MALLOC definiert war.

       /proc/meminfo
              Diese Datei berichtet Statistiken über die Speicherverwendung
              auf dem System. Sie wird von free(1) benutzt, um den freien und
              benutzen (sowohl physischen als auch Auslagerungs-)Speicher auf
              dem System zu berichten, sowie den gemeinsam benutzten Speicher
              und die vom Kernel benutzten Puffer. Jede Zeile der Datei
              besteht aus einem Parameternamen, gefolgt von einem Doppelpunkt,
              dem Wert des Parameters und einer MaÃeinheit der Option (z.B.
              »kB«). Die nachfolgende Liste beschreibt die Parameternamen
              und die Formatkennzeichner, die zum Lesen des Feldwertes
              benötigt wird. AuÃer falls unten angegeben sind alle Felder
              seit mindestens Linux 2.6.0 vorhanden. Einige Felder werden nur
              angezeigt, falls der Kernel mit bestimmten Optionen konfiguriert
              wurde, diese Abhängigkeiten sind in der Liste vermerkt.

              MemTotal %lu
                     Gesamter verwendbarer Arbeitsspeicher (d.h. physischer
                     Arbeitsspeicher abzüglich ein paar reservierter Bits und
                     dem Binärcode des Kernels).

              MemFree %lu
                     Die Summe von LowFree+HighFree.

              MemAvailable %lu (seit Linux 3.14)
                     Eine Abschätzung, wieviel Speicher zum Starten neuer
                     Anwendungen verfügbar ist, ohne auszulagern.

              Buffers %lu
                     Relativ temporärer Speicher für rohe Diskblöcke, der
                     nicht besonders groà werden sollte (20 MB oder so).

              Cached %lu
                     Speicherinterner Zwischenspeicher für von Platte
                     gelesene Dateien (der Seiten-Zwischenspeicher). Enthält
                     SwapCached nicht.

              SwapCached %lu
                     Speicher, der schon ausgelagert war, und wieder
                     hereingelagert wurde, aber noch in der Auslagerungsdatei
                     ist. (Falls der Speicherdruck hoch ist, müssen diese
                     Seiten nicht wieder ausgelagert werden, da sie bereits in
                     der Auslagerungsdatei sind. Dies spart E/A).

              Active %lu
                     Speicher, der kürzlich verwandt wurde und normalerweise
                     noch nicht zurückgefordert wurde, falls nicht absolut
                     notwendig.

              Inactive %lu
                     Speicher, der nicht kürzlich verwandt wurde. Er ist für
                     Rückforderungen für andere Zwecke geeigneter.

              Active(anon) %lu (seit Linux 2.6.28)
                     [Muss noch dokumentiert werden.]

              Inactive(anon) %lu (seit Linux 2.6.28)
                     [Muss noch dokumentiert werden.]

              Active(file) %lu (seit Linux 2.6.28)
                     [Muss noch dokumentiert werden.]

              Inactive(file) %lu (seit Linux 2.6.28)
                     [Muss noch dokumentiert werden.]

              Unevictable %lu (seit Linux 2.6.28)
                     (Von Linux 2.6.28 bis 2.6.30: CONFIG_UNEVICTABLE_LRU war
                     notwendig.)  [Muss noch dokumentiert werden.]

              Mlocked %lu (seit Linux 2.6.28)
                     (Von Linux 2.6.28 bis 2.6.30: CONFIG_UNEVICTABLE_LRU war
                     notwendig.)  [Muss noch dokumentiert werden.]

              HighTotal %lu
                     (Beginnend mit Linux 2.6.19 wird CONFIG_HIGHMEM
                     benötigt). Gesamtmenge von Highmem. Highmem ist aller
                     Speicher oberhalb ~860 MB physischen Speichers.
                     Highmem-Bereiche können von Anwendungsprogrammen oder
                     für den Seiten-Zwischenspeicher verwandt werden. Der
                     Kernel muss Tricks zum Zugriff auf diesen Speicher
                     verwenden, wodurch der Zugriff langsamer als bei Lowmem
                     ist.

              HighFree %lu
                     (Beginnend mit Linux 2.6.19 wird CONFIG_HIGHMEM
                     benötigt) Menge des freien Highmems.

              LowTotal %lu
                     (Beginnend mit Linux 2.6.19 wird CONFIG_HIGHMEM
                     benötigt) Gesamtmenge an Lowmem. Lowmem ist Speicher,
                     der für alles verwandt werden kann, wofür Highmem
                     verwandt werden kann, er ist aber auch für die
                     Verwendung durch den Kernel für seine eigenen
                     Datenstrukturen verfügbar. Unter anderem wird hier
                     heraus Slab zugewiesen. Schlimme Dinge passieren, falls
                     kein Lowmem mehr verfügbar ist.

              LowFree %lu
                     (Beginnend mit Linux 2.6.19 wird CONFIG_HIGHMEM
                     benötigt) Menge des freien Lowmems.

              MmapCopy %lu (seit Linux 2.6.29)
                     (CONFIG_MMU ist notwendig.) [Muss noch dokumentiert
                     werden.]

              SwapTotal %lu
                     Gesamtmenge des verfügbaren Auslagerungsbereichs.

              SwapFree %lu
                     GröÃe des derzeit ungenutzten Auslagerungsbereichs.

              Dirty %lu
                     Speicher, der darauf wartet, zurück auf Platte
                     geschrieben zu werden.

              Writeback %lu
                     Speicher, der aktiv zurück auf Platte geschrieben wird.

              AnonPages %lu (seit Linux 2.6.18)
                     Non-file backed pages mapped into user-space page tables.

              Mapped %lu
                     Files which have been mapped into memory (with mmap(2)),
                     such as libraries.

              Shmem %lu (seit Linux 2.6.32)
                     Speichermenge, die vom tmpfs(5) belegt wird.

              KReclaimable %lu (seit Linux 4.20)
                     Kernelzuweisungen, die der Kernel versuchen wird, im
                     Falle von Speicherknappheit zurückzuverlangen. SchlieÃt
                     SReclaimable (siehe nachfolgend) und andere direkte
                     Zuweisungen mit einem Verkleinerer ein.

              Slab %lu
                     Zwischenspeicher für In-Kernel-Datenstrukturen. (siehe
                     slabinfo(5))

              SReclaimable %lu (seit Linux 2.6.19)
                     Teil von Slab, der zurückgewonnen werden könnte, wie
                     Zwischenspeicher.

              SUnreclaim %lu (seit Linux 2.6.19)
                     Teil von Slab, der bei Speicherknappheit nicht
                     zurückgewonnen werden kann.

              KernelStack %lu (seit Linux 2.6.32)
                     Teil des Speichers, der Kernel-Stacks zugewiesen wurde.

              PageTables %lu (seit Linux 2.6.18)
                     Menge des Speichers, der der niedrigsten Stufe der
                     Seitentabellen zugeordnet ist.

              Quicklists %lu (seit Linux 2.6.27)
                     (CONFIG_QUICKLIST ist notwendig.) [Muss noch dokumentiert
                     werden.]

              NFS_Unstable %lu (seit Linux 2.6.18)
                     NFS-Seiten, die an den Server gesandt, aber noch nicht
                     dem dauerhaften Speicher übergeben wurden.

              Bounce %lu (seit Linux 2.6.18)
                     Speicher, der für Blockgerät-»bounce buffer«
                     verwendet wird.

              WritebackTmp %lu (seit Linux 2.6.26)
                     Speicher, das von FUSE für temporäre
                     Rückschreibe-Puffer verwandt wird.

              CommitLimit %lu (seit Linux 2.6.10)
                     This is the total amount of memory currently available to
                     be allocated on the system, expressed in kilobytes.  This
                     limit is adhered to only if strict overcommit accounting
                     is enabled (mode 2 in /proc/sys/vm/overcommit_memory).
                     The limit is calculated according to the formula
                     described under /proc/sys/vm/overcommit_memory.  For
                     further details, see the kernel source file
                     Documentation/vm/overcommit-accounting.rst.

              Committed_AS %lu
                     Die derzeit im System belegte Speichermenge. Der
                     gebundene (»commited«) Speicher ist die Summe des
                     Speichers, der vom Prozess belegt wird, selbst wenn der
                     noch nicht durch ihn »verwandt« wurde. Ein Prozess, der
                     1 GB Speicher (mittels malloc(3) oder ähnlichem) belegt,
                     aber nur 300 MB davon anrührt, wird mit 300 MB an
                     Speicher angezeigt, selbst wenn er einen Adressraum für
                     das gesamte 1 GB belegt hat.

                     This 1GB is memory which has been "committed" to by the
                     VM and can be used at any time by the allocating
                     application.  With strict overcommit enabled on the
                     system (mode 2 in /proc/sys/vm/overcommit_memory),
                     allocations which would exceed the CommitLimit will not
                     be permitted.  This is useful if one needs to guarantee
                     that processes will not fail due to lack of memory once
                     that memory has been successfully allocated.

              VmallocTotal %lu
                     GesamtgröÃe des Vmalloc-Speicherbereichs.

              VmallocUsed %lu
                     GröÃe des benutzten Vmalloc-Bereichs. Seit Linux 4.4
                     wird dieses Feld nicht mehr berechnet und ist auf 0
                     hartkodiert. Siehe /proc/vmallocinfo.

              VmallocChunk %lu
                     GröÃter zusammenhängender freier Vmalloc-Bereichsblock.
                     Seit Linux 4.4 wird dieses Feld nicht mehr berechnet und
                     ist auf 0 hartkodiert. Siehe /proc/vmallocinfo.

              HardwareCorrupted %lu (seit Linux 2.6.32)
                     (CONFIG_MEMORY_FAILURE ist notwendig.) [Muss noch
                     dokumentiert werden.]

              LazyFree %lu (seit Linux 4.12)
                     Zeigt die Menge des durch madvise(2) als MADV_FREE
                     markierten Speichers.

              AnonHugePages %lu (seit Linux 2.6.38)
                     (CONFIG_TRANSPARENT_HUGEPAGE is required.)  Non-file
                     backed huge pages mapped into user-space page tables.

              ShmemHugePages %lu (seit Linux 4.8)
                     (CONFIG_TRANSPARENT_HUGEPAGE wird benötigt.) Von
                     gemeinsam benutztem Speicher (shem) benutzter Speicher
                     und mit groÃen Speicherseiten reserviertes tmpfs(5).

              ShmemPmdMapped %lu (seit Linux 4.8)
                     (CONFIG_TRANSPARENT_HUGEPAGE is required.)  Shared memory
                     mapped into user space with huge pages.

              CmaTotal %lu (seit Linux 3.1)
                     Gesamte CMA- (Contiguous Memory Allocator) Seiten.
                     (CONFIG_CMA wird benötigt.)

              CmaFree %lu (seit Linux 3.1)
                     Freie CMA- (Contiguous Memory Allocator) Seiten.
                     (CONFIG_CMA wird benötigt.)

              HugePages_Total %lu
                     (CONFIG_HUGETLB_PAGE wird benötigt.) Die GröÃe der
                     Sammlung der groÃen Speicherseiten.

              HugePages_Free %lu
                     (CONFIG_HUGETLB_PAGE wird benötigt.)  Die Anzahl der
                     groÃen Speicherseiten in der Sammlung, die noch nicht
                     reserviert worden sind.

              HugePages_Rsvd %lu (seit Linux 2.6.17)
                     (CONFIG_HUGETLB_PAGE is required.)  This is the number of
                     huge pages for which a commitment to allocate from the
                     pool has been made, but no allocation has yet been made.
                     These reserved huge pages guarantee that an application
                     will be able to allocate a huge page from the pool of
                     huge pages at fault time.

              HugePages_Surp %lu (seit Linux 2.6.24)
                     (CONFIG_HUGETLB_PAGE wird benötigt.) Dies ist die Anzahl
                     an groÃen Speicherseiten in der Sammlung oberhalb des
                     Wertes in /proc/sys/vm/nr_hugepages. Die maximale Anzahl
                     an zusätzlichen groÃen Speicherseiten wird durch
                     /proc/sys/vm/nr_overcommit_hugepages gesteuert.

              Hugepagesize %lu
                     (CONFIG_HUGETLB_PAGE wird benötigt.) Die GröÃe der
                     groÃen Speicherseiten.

              DirectMap4k %lu (seit Linux 2.6.27)
                     Number of bytes of RAM linearly mapped by kernel in 4kB
                     pages.  (x86.)

              DirectMap4M %lu (seit Linux 2.6.27)
                     Number of bytes of RAM linearly mapped by kernel in 4MB
                     pages.  (x86 with CONFIG_X86_64 or CONFIG_X86_PAE
                     enabled.)

              DirectMap2M %lu (seit Linux 2.6.27)
                     Number of bytes of RAM linearly mapped by kernel in 2MB
                     pages.  (x86 with neither CONFIG_X86_64 nor
                     CONFIG_X86_PAE enabled.)

              DirectMap1G %lu (seit Linux 2.6.27)
                     (x86 mit CONFIG_X86_64 und CONFIG_X86_DIRECT_GBPAGES
                     aktiviert.)

       /proc/modules
              Eine Textliste der vom System geladenen Module (siehe auch
              lsmod(8)) .

       /proc/mounts
              Vor Kernel 2.4.19 war diese Datei eine Liste aller aktuell im
              System eingehängten Dateisysteme. Mit der Einführung der
              prozesseigenen Einhängenamensräume in Linux 2.4.19 (siehe
              mount_namespaces(7)) wurde diese Datei ein Link auf
              /proc/self/mounts, die die Einhängepunkte des prozesseigenen
              Einhängenamensraums auflistet. Das Format dieser Datei wird in
              fstab(5) dokumentiert.

       /proc/mtrr
              Die Memory Type Range Register, Details siehe die
              Linux-Kernel-Quelldatei Documentation/x86/mtrr.txt (oder
              Documentation/mtrr.txt vor Linux 2.6.28).

       /proc/net
              Dieses Verzeichnis enthält verschiedene Dateien und
              Unterverzeichnisse, die Informationen über die Netzwerkschicht
              enthalten. Diese Dateien enthalten ASCII-Strukturen und sind
              daher mit »cat« lesbar. Allerdings stellt der Standardbefehl
              netstat(8) einen sehr viel saubereren Zugang zu diesen Dateien
              dar.

              Mit dem Aufkommen von Netznamensräumen sind verschiedene
              Informationen über den Netzwerkstapel virtualisiert (siehe
              namespaces(7)). Daher ist seit Linux 2.6.25 /proc/net ein
              symbolischer Link auf das Verzeichnis /proc/self/net, das die
              gleichen unten aufgeführten Dateien und Verzeichnisse enthält.
              Allerdings stellen diese Dateien und Verzeichnisse nun die
              Informationen für den Netznamensraum dar, bei dem der Prozess
              Mitglied ist.

       /proc/net/arp
              Enthält einen in ASCII lesbaren Abzug der ARP-Tabelle des
              Kernels, die zur Adressauflösung dient. Angezeigt werden sowohl
              dynamisch gelernte wie auch vorprogrammierte ARP-Einträge in
              folgendem Format:

       IP address     HW type   Flags     HW address          Mask   Device
       192.168.0.50   0x1       0x2       00:50:BF:25:68:F3   *      eth0
       192.168.0.250  0x1       0xc       00:00:00:00:00:00   *      eth0

              Here "IP address" is the IPv4 address of the machine and the "HW
              type" is the hardware type of the address from RFC 826.  The
              flags are the internal flags of the ARP structure (as defined in
              /usr/include/linux/if_arp.h) and the "HW address" is the data
              link layer mapping for that IP address if it is known.

       /proc/net/dev
              Die Pseudodatei dev enthält Statusinformationen über die
              Netzwerkkarte. Darin stehen die Anzahl der empfangenen und
              gesendeten Pakete, die Anzahl der Ãbertragungsfehler und
              Kollisionen und weitere grundlegende Statistik. Das Programm
              ifconfig(8) benutzt diese Werte für die Anzeige des
              Gerätestatus. Das Format ist:

 Inter-|   Receive                                                |  Transmit
  face |bytes    packets errs drop fifo frame compressed multicast|bytes    packets errs drop fifo colls carrier compressed
     lo: 2776770   11307    0    0    0     0          0         0  2776770   11307    0    0    0     0       0          0
   eth0: 1215645    2751    0    0    0     0          0         0  1782404    4324    0    0    0   427       0          0
   ppp0: 1622270    5552    1    0    0     0          0         0   354130    5669    0    0    0     0       0          0
   tap0:    7714      81    0    0    0     0          0         0     7714      81    0    0    0     0       0          0

       /proc/net/dev_mcast
              Definiert in /usr/src/linux/net/core/dev_mcast.c:

                  indx interface_name  dmi_u dmi_g dmi_address
                  2    eth0            1     0     01005e000001
                  3    eth1            1     0     01005e000001
                  4    eth2            1     0     01005e000001

       /proc/net/igmp
              Internet Group Management Protocol.  Definiert in
              /usr/src/linux/net/core/igmp.c.

       /proc/net/rarp
              Diese Datei benutzt das gleiche Format wie die arp-Datei und
              enthält die aktuelle Datenbank für die »umgekehrte
              Adressauflösung« (reverse mapping), mit der rarp(8) arbeitet.
              Wenn RARP nicht in den Kernel hineinkonfiguriert ist, dann ist
              diese Datei nicht vorhanden.

       /proc/net/raw
              Enthält einen Abzug der RAW-Socket-Tabelle. Der GroÃteil der
              Informationen dient nur zur Fehlersuche. Der »sl«-Wert ist der
              »kernel hash slot« für diesen Socket, »local address«
              enthält das Wertepaar für lokale Adresse und Protokoll. "St"
              ist der interne Status des Sockets. »tx_queue« und
              »rx_queue« sind Warteschlangen für ausgehende bzw.
              eintreffende Daten, angegeben als Kernel-Speichernutzung,
              »tr«, »tm->when« und »rexmits« werden von RAW nicht
              benutzt. Das »uid«-Feld enthält die effektive UID des
              Socket-Erstellers.

       /proc/net/snmp
              Diese Datei enthält die ASCII-Daten, die für die Verwaltung
              von IP, ICMP, TCP und UDP durch einen SNMP-Agenten benötigt
              werden.

       /proc/net/tcp
              Enthält einen Abzug der TCP-Socket-Tabelle. Der GroÃteil der
              Informationen dient nur zur Fehlersuche. Der »sl«-Wert ist der
              »kernel hash slot« für diesen Socket, »local address« ist
              ein Wertepaar aus lokaler Adresse und Port. Die »remote
              address« ist (bei einer bestehenden Verbindung) ein Wertepaar
              aus Adresse der Gegenstation und deren Port. "St" ist der
              interne Status des Sockets. »tx_queue« und »rx_queue« sind
              aus- und eingehenden Datenwarteschlangen bezüglich der
              Kernelspeicherverwendung. Die Felder »tr«, »tm->when« und
              »rexmits« enthalten interne Kernel-Informationen zum Zustand
              des Sockets und nutzen nur zur Fehlersuche. Das »uid«-Feld
              enthält die effektive UID des Socket-Erstellers.

       /proc/net/udp
              Enthält einen Abzug der UDP-Socket-Tabelle. Der GroÃteil der
              Informationen dient nur zur Fehlersuche. Der »sl«-Wert ist der
              »kernel hash slot« für diesen Socket, »local address« ist
              ein Wertepaar aus lokaler Adresse und Port. Die »remote
              address« ist (bei einer bestehenden Verbindung) ein Wertepaar
              aus Adresse der Gegenstation und deren Port. "St" ist der
              interne Status des Sockets. »tx_queue« und »rx_queue« sind
              aus- und eingehenden Datenwarteschlangen bezüglich der
              Kernelspeicherverwendung. Die Felder »tr«, »tm->when« und
              »rexmits« werden von UDP nicht genutzt. Das »uid«-Feld
              enthält die effektive UID des Socket-Erstellers. Das Format
              ist:

 sl  local_address rem_address   st tx_queue rx_queue tr rexmits  tm->when uid
  1: 01642C89:0201 0C642C89:03FF 01 00000000:00000001 01:000071BA 00000000 0
  1: 00000000:0801 00000000:0000 0A 00000000:00000000 00:00000000 6F000100 0
  1: 00000000:0201 00000000:0000 0A 00000000:00000000 00:00000000 00000000 0

       /proc/net/unix
              Liste der UNIX Domain Sockets im System und ihr Status. Format:

 Num RefCount Protocol Flags    Type St Inode Path
  0: 00000002 00000000 00000000 0001 03    42
  1: 00000001 00000000 00010000 0001 01  1948 /dev/printer

              Die Bedeutung der Felder im Einzelnen:

              Num:      the kernel table slot number.

              RefCount: Die Anzahl der Benutzer des Sockets.

              Protokoll:
                        Derzeit immer 0.

              Flags:    Die internen Kernel-Schalter, die den Status des
                        Sockets halten.

              Type:     Der Socket-Typ. Für SOCK_STREAM-Sockets ist dies
                        0001, für SOCK_DGRAM-Sockets ist dies 0002 und für
                        SOCK_SEQPACKET-Sockets ist dies 0005.

              St:       Der interne Zustand des Sockets.

              Inode:    Die Inode-Nummer des Sockets.

              Path:     Der gebundene Pfadname (falls vorhanden) des Sockets.
                        Sockets in dem abstrakten Namensraum sind Teil der
                        Liste und werden mit einem Path angezeigt, der mit dem
                        Zeichen »@« beginnt.

       /proc/net/netfilter/nfnetlink_queue
              Diese Datei enthält Informationen über den Umgang mit der
              Netfilter-Anwendungsebene-Warteschlange, falls diese benutzt
              wird. Jede Zeile stellt eine Warteschlange dar. Warteschlangen,
              die von der Anwendungsebene aus nicht abonniert wurden, werden
              nicht angezeigt.

                     1   4207     0  2 65535     0     0        0  1
                    (1)   (2)    (3)(4)  (5)    (6)   (7)      (8)

              Die Felder in jeder Zeile sind:

              (1)  Die Kennung der Warteschlange. Dies passt auf die Angabe in
                   --queue-num oder der Option --queue-balance im NFQUEUE-Ziel
                   von iptables(8). Siehe iptables-extensions(8) für weitere
                   Informationen.

              (2)  Die Netlink-Port-Kennung, die von der Warteschlange
                   abonniert wurde.

              (3)  Die Anzahl der derzeit eingereihten und auf Verarbeitung
                   durch die Anwendung wartenden Pakete.

              (4)  Der Kopiermodus der Warteschlange. Er ist entweder 1 (nur
                   Metadaten) oder 2 (auch Nutzdaten in die Anwendungsebene
                   kopieren).

              (5)  Kopierbereich. Dies gibt an, wie viele Bytes der
                   Paketnutzdaten maximal in die Anwendungsebene kopiert
                   werden sollen.

              (6)  in Warteschlange weggelassen. Die Anzahl der Pakete, die
                   vom Kernel weggelassen werden mussten, da bereits zu viele
                   Pakete darauf warten, dass ein Anwendungsprogramm die
                   verpflichtenden Akzeptier-/Verwerfentscheidungen
                   zurückliefert.

              (7)  in Warteschlange durch Benutzer weggelassen. Die Anzahl der
                   Pakete, die innerhalb des Netlink-Untersystems weggelassen
                   werden mussten. Diese entfallen normalerweise, wenn der
                   entsprechende Socket-Puffer voll ist, d.h.
                   Benutzeranwendungen nicht schnell genug sind, die Meldungen
                   zu lesen.

              (8)  Sequenznummer. Jedes Paket ist einer (32-bit),
                   monoton-ansteigenden Sequenznummer zugeordnet. Dies zeigt
                   die Kennung des neusten eingereihten Pakets.

              Die letzte Zahl existiert nur aus Kompatibilitätsgründen und
              ist immer 1.

       /proc/partitions
              Enthält neben den Major- und Minor-Gerätenummern jeder
              Partition auch die Anzahl der 1024-Byte-Blöcke und dem
              Partitionsnamen.

       /proc/pci
              Das ist eine Liste aller PCI-Geräte, die während der
              Initialisierung des Kernels gefunden und konfiguriert wurden.

              Diese Datei wurde zugunsten einer neuen /proc-Schnittstelle für
              PCI (/proc/bus/pci) verworfen. Sie wurde in Linux 2.2 optional
              (verfügbar durch Setzen von CONFIG_PCI_OLD_PROC bei der
              Kernel-Kompilierung). Sie wurde noch einmal non-optional in
              Linux 2.4 aktiviert. Als nächstes wurde sie in Linux 2.6
              missbilligt (mit gesetztem CON-FIG_PCI_LEGACY_PROC noch
              verfügbar) und schlieÃlich seit Linux 2.6.17 entfernt.

       /proc/profile (seit Linux 2.4)
              Diese Datei ist nur verfügbar, falls der Kernel mit der
              Befehlszeilenoption profile=1 gestartet wurde. Er legt die
              Profiling-Informationen des Kernels in einem binären Format
              für die Verwendung mit readprofile(1) offen. Wird (z.B. eine
              leere Zeichenkette) in diese Datei geschrieben, werden die
              Profiling-Zähler zurückgesetzt; auf einigen Architekturen
              setzt das Schreiben einer binäre Ganzzahl
              (»Profiling-Vervielfacher«) der GröÃe sizeof(int) die
              Profiling-Interrupt-Frequenz.

       /proc/scsi
              Ein Verzeichnis mit der scsi-»mid-level«-Pseudodatei und
              diversen Verzeichnissen für systemnahe SCSI-Treiber, die eine
              Datei pro SCSI-Host im System enthalten. Alle diese spiegeln den
              Status eines Teils des SCSI-Subsystems wider. Die Dateien
              enthalten ASCII-Strukturen, können also mit cat(1) gelesen
              werden.

              In einige Dateien kann auch geschrieben werden, um das
              Teilsystem neu zu konfigurieren oder um bestimmte Eigenschaften
              ein- oder auszuschalten.

       /proc/scsi/scsi
              Dies ist eine Liste aller SCSI-Geräte, die dem Kernel bekannt
              sind. Sie ähnelt der, die beim Hochfahren des Rechners zu sehen
              ist. SCSI unterstützt derzeit nur den Befehl singledevice, der
              root ermöglicht, im laufenden Betrieb der Liste ein
              zusätzliches Gerät hinzuzufügen.

              Der Befehl

                  echo 'scsi add-single-device 1 0 5 0' > /proc/scsi/scsi

              veranlasst Host scsi1 nachzusehen, ob auf SCSI-Kanal 0 ein
              Gerät mit ID 5 LUN 0 existiert. Wenn an dieser Adresse schon
              ein Gerät ist, oder die Adresse ungültig ist, wird ein Fehler
              zurückgeliefert.

       /proc/scsi/[Treibername]
              Treibername kann derzeit sein: NCR53c7xx, aha152x, aha1542,
              aha1740, aic7xxx, buslogic, eata_dma, eata_pio, fdomain, in2000,
              pas16, qlogic, scsi_debug, seagate, t128, u15-24f, ultrastore
              oder wd7000.  Diese Verzeichnisse werden für jeden Treiber
              angezeigt, der zumindest ein SCSI-HBA registriert hat. Jedes
              Verzeichnis enthält eine Datei pro registriertem Host, die als
              Namen die Nummer haben, die dem Host bei der Initialisierung
              zugewiesen wurde.

              Das Lesen der Dateien zeigt normalerweise Treiber- und
              Host-Konfiguration, Statistik usw.

              Schreiben in diese Dateien hat Host-abhängige Auswirkungen. Mit
              den Befehlen latency und nolatency kann Root den Code zur
              Latenzmessung im eata_dma-Treiber ein-/ausschalten. Mit lockup
              und unlock kann Root Bus-Verklemmungen (bus lockups) steuern,
              wie sie vom scsi_debug-Treiber simuliert werden.

       /proc/self
              Dieses Verzeichnis bezieht sich auf den Prozess, der auf das
              /proc-Dateisystem zugreift und ist mit dem /proc-Verzeichnis
              identisch, das als Namen die Prozessnummer dieses Prozesses hat.

       /proc/slabinfo
              Informationen über Kernel-Zwischenspeicher. Siehe slabinfo(5)
              für Details.

       /proc/stat
              Von der Architektur abhängige Kernel- und Systemstatistiken.
              Gebräuchliche Einträge sind:

              cpu 10132153 290696 3084719 46828483 16683 0 25195 0 175628 0
              cpu0 1393280 32966 572056 13343292 6130 0 17875 0 23933 0
                     Die Zeitdauer (gemessen in USER_HZ, auf den meisten
                     Architekturen Hundertstelsekunden, ermitteln Sie den
                     richtigen Wert mit sysconf(_SC_CLK_TCK)), die das System
                     (»cpu«-Zeile) oder die spezielle CPU (»cpuN«-Zeile)
                     in verschiedenen Status verbracht hat:

                     user   (1) Zeit, die auf der Anwendungsebene verbracht
                            wurde.

                     nice   (2) Zeit, die auf der Anwendungsebene mit
                            niedriger Priorität (nice) verbracht wurde.

                     system (3) Zeit, die im Systemmodus verbracht wurde.

                     idle   (4) Im Leerlaufprozess verbrachte Zeit. Dieser
                            Wert sollte USER_HZ mal den zweiten Eintrag in der
                            Pseudo-Datei /proc/uptime sein.

                     iowait (seit Linux 2.5.41)
                            (5) Zeit, die für den Abschluss der E/A wartend
                            verbracht wird. Dieser Wert ist aus den folgenden
                            Gründen nicht zuverlässig:

                            1. Die CPU wartet nicht, dass E/A abgeschlossen
                               wird; Iowait ist die Zeit, die ein Prozess auf
                               den Abschluss von E/A wartet. Wenn eine CPU
                               aufgrund ausstehender Prozess-E/A in den
                               Leerlauf geht, wird ein anderer Prozess auf der
                               CPU eingeplant.

                            2. Auf einer Mehrkern-CPU läuft der auf den
                               Abschluss von E/A wartende Prozess auf keiner
                               CPU, so dass die Berechnung von Iowait für
                               jede CPU schwierig ist.

                            3. Der Wert in diesem Feld kann unter gewissen
                               Umständen abnehmen.

                     irq (seit Linux 2.6.0)
                            (6) Zeit, die zum Ausliefern von Interrupts
                            verbracht wurde.

                     softirq (seit Linux 2.6.0
                            (7) Zeit, die zum Ausliefern von Softirqs
                            verbracht wurde.

                     steal (seit Linux 2.6.11)
                            (8) Gestohlene Zeit, die in anderen
                            Betriebssystemen verbracht wurde, wenn der Prozess
                            in einer virtualisierten Umgebung läuft.

                     guest (seit Linux 2.6.24)
                            (9) Zeit, die für den Betrieb einer virtuellen
                            CPU für Gastbetriebssysteme unter der Steuerung
                            des Linux-Kernels verbracht wurde.

                     guest_nice (seit Linux 2.6.33)
                            (10) Time spent running a niced guest (virtual CPU
                            for guest operating systems under the control of
                            the Linux kernel).

              page 5741 1808
                     Die Anzahl Speicherseiten, die das System von der Platte
                     geladen hat sowie die Anzahl der dorthin ausgelagerten
                     Speicherseiten.

              swap 1 0
                     Die Anzahl an Auslagerungsseiten, die hereingeholt und
                     herausgebracht wurden.

              intr 1462898
                     Diese Zeile zeigt Zählungen der seit dem Systemstart
                     bearbeiteten Interrupts für jeden der möglichen
                     System-Interrupts. Die erste Spalte ist die Summe aller
                     bearbeiteten Interrupts (einschlieÃlich
                     architekturspezifischer Interrupts ohne Nummer); jede
                     weitere Spalte ist die Summe für diesen bestimmten
                     Interrupt mit Nummer. Interrupts ohne Nummer werden nicht
                     angezeigt, nur in der Gesamtsumme berücksichtigt.

              disk_io: (2,0):(31,30,5764,1,2) (3,0):â¦
                     (major,disk_idx):(noinfo, read_io_ops, blks_read,
                     write_io_ops, blks_written)
                     (nur Linux 2.4)

              ctxt 115315
                     Anzahl Kontextwechsel, die das System durchlaufen hat.

              btime 769041601
                     Zeitpunkt des Systemstarts, in Sekunden seit dem 1.
                     Januar 1970 0 Uhr UTC (Epoch).

              processes 86031
                     Anzahl der seit dem Systemstart erzeugten Prozesse.

              procs_running 6
                     Anzahl der lauffähigen Prozesse (von Linux 2.5.45
                     aufwärts).

              procs_blocked 2
                     Anzahl von Prozessen, die durch das Warten auf den
                     Abschluss von E/A blockiert sind (2.5.45 aufwärts).

              softirq 229245889 94 60001584 13619 5175704 2471304 28 51212741
              59130143 0 51240672
                     Diese Zeile zeigt die Anzahl von Softirqs für alle CPUs.
                     Die erste Spalte ist die Gesamtsumme aller Softirqs und
                     jede nachfolgende Spalte ist die Gesamtsumme für einen
                     bestimmten Softirq (2.6.31 aufwärts).

       /proc/swaps
              Genutzte Auslagerungsbereiche; siehe auch swapon(8).

       /proc/sys
              Dieses Verzeichnis (vorhanden seit 1.3.57) enthält einige
              Dateien und Unterverzeichnisse, die Kernel-Variablen
              entsprechen. Diese Variablen können gelesen und manchmal auch
              mittels des /proc-Dateisystems oder des (missbilligten)
              Systemaufrufs sysctl(2) geändert werden.

              Zeichenkettenwerte dürfen entweder von »\0« oder »\n«
              eingeschlossen werden.

              Werte vom Typ Integer oder Long können entweder in dezimaler
              oder in hexadezimaler Schreibweise (z.B. 0x3FFF) geschrieben
              werden. Beim Schreiben von mehreren Werten vom Typ Integer oder
              Long können diese durch eines der folgenden Leerraumzeichen
              getrennt werden: » «, »\t« oder »\n«. Die Verwendung
              anderer Trennzeichen führt zum Fehler EINVAL.

       /proc/sys/abi (seit Linux 2.4.10)
              Dieses Verzeichnis enthält möglicherweise binäre
              Anwendungsinformationen; siehe die Linux-Kernel-Quelldatei
              Documentation/sysctl/abi.txt für weitere Informationen.

       /proc/sys/debug
              Dieses Verzeichnis kann leer sein.

       /proc/sys/dev
              Dieses Verzeichnis enthält gerätespezifische Informationen
              (z.B. /dev/cdrom/info). Auf einigen Systemen kann es leer sein.

       /proc/sys/fs
              Dieses Verzeichnis enthält die Dateien und Unterverzeichnisse
              für Kernel-Variablen in Zusammenhang mit Dateisystemen.

       /proc/sys/fs/binfmt_misc
              Dokumentation für Dateien in diesem Verzeichnis kann in den
              Linux-Kernelquellen in der Datei
              Documentation/admin-guide/binfmt-misc.rst (oder in
              Documentation/binfmt_misc.txt auf älteren Kerneln) gefunden
              werden.

       /proc/sys/fs/dentry-state (seit Linux 2.2)
              Diese Datei enthält Informationen über den Zustand des
              Verzeichnis-Zwischenspeichers (directory cache,dcache). Die
              Datei enthält sechs Zahlen: nr_dentry, nr_unused, age_limit
              (Alter in Sekunden), want_pages (vom System angeforderte Seiten)
              und zwei Dummy-Werte.

              * nr_dentry ist die Anzahl der zugewiesenen Dentries (dcache
                entries). Dieses Feld wird in Linux 2.2 nicht genutzt.

              * nr_unused ist die Anzahl ungenutzter Dentries.

              * age_limit ist das Alter in Sekunden, nach dem Dcache-Einträge
                bei Speicherknappheit zurückgefordert werden können.

              * want_pages ist ungleich null, wenn der Kernel
                shrink_dcache_pages() aufgerufen hat und der Dcache noch nicht
                bereinigt ist.

       /proc/sys/fs/dir-notify-enable
              Diese Datei kann genutzt werden, um die in fcntl(2) beschriebene
              dnotify-Schnittstelle auf systemweiter Basis zu aktivieren oder
              zu deaktivieren. Ein Wert von 0 in dieser Datei deaktiviert die
              Schnittstelle, ein Wert von 1 aktiviert sie.

       /proc/sys/fs/dquot-max
              Diese Datei zeigt die maximale Anzahl von zwischengespeicherten
              Quota-Einträgen für die Festplatte. Auf einigen (2.4)-Systemen
              ist sie nicht vorhanden. Wenn die Anzahl der freien
              Festplatten-Quota-Einträge im Cache sehr klein ist und Sie
              haben eine auÃergewöhnliche Anzahl gleichzeitiger
              Systembenutzer, möchten Sie vielleicht diesen Grenzwert
              erhöhen.

       /proc/sys/fs/dquot-nr
              Diese Datei zeigt die Anzahl zugewiesener und die Anzahl freier
              Disk-Quota-Einträge.

       /proc/sys/fs/epoll (seit Linux 2.6.28)
              Dieses Verzeichnis enthält die Datei max_user_watches, mit der
              der insgesamt von der epoll-Schnittstelle beanspruchte
              Kernel-Speicher begrenzt werden kann. Weitere Einzelheiten
              finden Sie in epoll(7).

       /proc/sys/fs/file-max
              Diese Datei legt eine systemweite Grenze für die Anzahl offener
              Dateien für alle Prozesse fest. Systemaufrufe, die beim
              Erreichen dieser Grenze fehlschlagen, schlagen mit dem Fehler
              ENFILE fehl. (Siehe auch setrlimit(2), mit der ein Prozess seine
              prozess-spezifische Begrenzung, RLIMIT_NOFILE, für die Anzahl
              zu öffnender Dateien festlegen kann.) Wenn Sie viele
              Fehlermeldungen im Kernelprotkoll über nicht ausreichende
              Datei-Handles bekommen (suchen Sie nach »VFS: file-max limit
              <number> reached«), versuchen Sie es mit einer VergröÃerung
              des Wertes:

                  echo 100000 > /proc/sys/fs/file-max

              Ein privilegierter Prozess (CAP_SYS_ADMIN) kann die Begrenzung
              file-max auÃer Kraft setzen.

       /proc/sys/fs/file-nr
              Diese (nur lesbare) Datei enthält drei Zahlen: die Anzahl der
              belegten Datei-Handles (d.h. die Anzahl der derzeit offenen
              Dateien); die Anzahl der freien Datei-Handles und die maximale
              Anzahl an Datei-Handles (d.h. der gleiche Wert wie
              /proc/sys/fs/file-max). Falls die Anzahl an belegten
              Datei-Handles nahe dem Maximalwert ist, sollten Sie in Betracht
              ziehen, das Maximum zu erhöhen. Vor Linux 2.6 belegte der
              Kernel Datei-Handles dynamisch, aber gab sie nicht wieder frei.
              Stattdessen wurden die freien Datei-Handles in einer Liste zur
              Neubelegung verwaltet, der Wert »free file handles« zeigt die
              GröÃe dieser Liste an. Ein groÃe Anzahl an freien Datei-Handles
              zeigt an, dass es in der Vergangenheit eine Benutzungsspitze
              für offene Datei-Handles gab. Seit Linux 2.6 gibt der Kernel
              freigegebene Datei-Handles wieder frei und der Wert »free file
              handles« ist immer Null.

       /proc/sys/fs/inode-max (nur bis Linux 2.2 vorhanden)
              Diese Datei enthält die maximale Anzahl von im Speicher
              befindlichen Inodes. Dieser Wert sollte drei- bis viermal
              gröÃer sein als der Wert von file-max, weil auch die
              Bearbeitung von stdin, stdout und Netzwerk-Sockets einen Inode
              erfordert. Wenn Ihnen regelmäÃig die Inodes knapp werden,
              müssen Sie diesen Wert erhöhen.

              Beginnend mit Linux 2.4 gibt es keine statische Begrenzung der
              Anzahl der Inodes mehr und diese Datei wurde entfernt.

       /proc/sys/fs/inode-nr
              Diese Datei enthält die ersten zwei Werte von inode-state.

       /proc/sys/fs/inode-state
              Diese Datei enthält sieben Zahlen: nr_inodes, nr_free_inodes,
              preshrink und vier Dummy-Werte (immer Null).

              nr_inodes ist die Anzahl der Inodes, die das System zugeteilt
              hat. nr_free_inodes stellt die Anzahl der freien Inodes dar.

              preshrink ist von Null verschieden, wenn nr_inodes > inode-max
              und das System die Inode-Liste abschneiden muss, statt mehr zu
              belegen; seit Linux 2.4 ist das Feld ein Blindwert (immer Null).

       /proc/sys/fs/inotify (seit Linux 2.6.13)
              Dieses Verzeichnis enthält die Dateien max_queued_events,
              max_user_instances, und max_user_watches, mit denen der
              Verbrauch von Kernel-Speicher durch die inotify-Schnittstelle
              begrenzt werden kann. Weitere Einzelheiten finden Sie in
              inotify(7).

       /proc/sys/fs/lease-break-time
              Diese Datei legt die Gnadenfrist fest, die der Kernel einem
              Prozess gewährt, der über einen Dateiausleihe (fcntl(2))
              verfügt, nachdem der Kernel dem Prozess signalisiert hat, das
              ein anderer Prozess die Datei öffnen will. Wenn der Prozess
              innerhalb dieser Frist die Ausleihe nicht entfernt oder
              herabstuft, wird der Kernel die Ausleihe zwangsweise
              zurückziehen.

       /proc/sys/fs/leases-enable
              Mit dieser Datei können Dateiausleihen (fcntl(2)) systemweit
              aktiviert oder deaktiviert werden. Wenn diese Datei den Wert 0
              enthält, werden Ausleihen deaktiviert. Ein Wert ungleich null
              aktiviert Ausleihen.

       /proc/sys/fs/mount-max (seit Linux 4.9)
              Der Wert in dieser Datei legt die maximale Anzahl an
              Einhängungen, die in einem Einhängenamensraum existieren
              dürfen, fest. Der Vorgabewert ist 100.000.

       /proc/sys/fs/mqueue (seit Linux 2.6.6)
              Dieses Verzeichnis enthält die Dateien msg_max, msgsize_max und
              queues_max, die den Ressourcenverbrauch von
              POSIX-Meldungswarteschlangen steuern. mq_overview(7) gibt
              weitere Informationen.

       /proc/sys/fs/nr_open (seit Linux 2.6.25)
              Diese Datei erzwingt eine obere Grenze für den Wert, auf den
              die Ressourcenbeschränkung RLIMIT_NOFILE erhöht werden kann
              (siehe getrlimit(2)). Diese obere Grenze wird sowohl für
              unprivilegierte als auch für privilegierte Prozesse
              durchgesetzt. Der Vorgabewert in dieser Datei ist 1048576. (Vor
              Linux 2.6.25 war die obere Grenze für RLIMIT_NOFILE hart auf
              den gleichen Wert einkodiert.)

       /proc/sys/fs/overflowgid und /proc/sys/fs/overflowuid
              Diese Dateien ermöglichen Ihnen, die festen Maximalwerte für
              UID und GID zu ändern. Der Vorgabewert ist 65534. Einige
              Dateisysteme unterstützen nur 16-Bit-UIDs und -GIDs, obwohl in
              Linux UIDs und GIDs 32 Bit lang sind. Wenn eines dieser
              Dateisysteme schreibbar eingehängt wird, würden alle UIDs oder
              GIDs, die 65535 überschreiten würden, vor dem Schreiben auf
              die Platte in ihren Ãberlaufwert übersetzt werden.

       /proc/sys/fs/pipe-max-size (seit Linux 2.6.35)
              siehe pipe(7).

       /proc/sys/fs/pipe-user-pages-hard (seit Linux 4.5)
              siehe pipe(7).

       /proc/sys/fs/pipe-user-pages-soft (seit Linux 4.5)
              siehe pipe(7).

       /proc/sys/fs/protected_hardlinks (seit Linux 3.6)
              Wenn der Wert in dieser Datei 0 ist, werden keine
              Einschränkungen bezüglich der Erstellung von harten Links
              gesetzt (d.h. dies ist das historische Verhalten vor Linux 3.6).
              Wenn der Wert in dieser Datei 1 ist, kann ein harter Link auf
              ein Ziel nur erstellt werden, falls einer der folgenden
              Bedingungen zutrifft:

              *  The calling process has the CAP_FOWNER capability in its user
                 namespace and the file UID has a mapping in the namespace.

              *  Die Dateisystem-UID des Prozesses, der den Link erstellt,
                 passt auf den Eigentümer (UID) der Zieldatei (wie in
                 credentials(7) beschrieben, ist die Dateisystem-UID eines
                 Prozesses normalerweise zu seiner effektiven UID identisch).

              *  Alle der folgenden Bedingungen sind wahr:

                  ·  das Ziel ist eine reguläre Datei;

                  ·  die Zieldatei hat nicht ihr Modus-Bit »set-user-ID«
                     aktiviert;

                  ·  die Zieldatei hat nicht sowohl ihr Modus-Bit
                     »set-user-ID« als auch »group-executable« aktiviert;
                     und

                  ·  der Aufrufende hat Rechte, die Zieldatei zu lesen und zu
                     schreiben (entweder über die Dateiberechtigungsmaske
                     oder weil er über die geeigneten Capabilities verfügt).

              Der Vorgabewert in dieser Datei ist 0. Durch Setzen des Wertes
              auf 1 wird eine lange existierende Klasse von
              Sicherheitsproblemen durch hardlinkbasierte
              Prüfungszeitpunkt-Nutzungszeitpunkt-Ressourcenwettläufe
              verhindert, die meistens in weltschreibbaren Verzeichnissen wie
              /tmp beobachtet wird. Die häufigste Ausnutzungsmethode dieses
              Problems besteht darin, Privilegiengrenzen beim Folgen eines
              gegebenen harten Links zu überschreiten (d.h. ein Root-Prozess
              folgt einem harten Link, den ein anderer Benutzer erstellt hat).
              Zusätzlich verhindert dies unberechtigte Benutzer auf Systemen
              ohne separierte Partitionen vom »Festklemmen« verwundbarer
              set-user-ID- und set-group-ID-Dateien gegen Upgrades durch den
              Administrator oder dem Linken auf besondere Dateien.

       /proc/sys/fs/protected_symlinks (seit Linux 3.6)
              Wenn der Wert in dieser Datei 0 ist, werden keine
              Einschränkungen auf die folgenden symbolischen Links gesetzt
              (d.h. das historische Verhalten vor Linux 3.6). Wenn der Wert in
              dieser Datei 1 ist, wird symbolischen Links nur unter den
              folgenden Umständen gefolgt:

              *  Die Dateisystem-UID des Prozesses, der dem symbolischen Link
                 folgt, passt auf den Eigentümer (UID) des symbolischen Links
                 (wie in credentials(7) beschrieben, ist die Dateisystem-UID
                 eines Prozesses normalerweise identisch zu seiner effektiven
                 UID);

              *  der Link ist nicht in einem weltschreibbaren Verzeichnis mit
                 Sticky-Bit; oder

              *  der symbolische Link und sein Elternverzeichnis haben den
                 gleichen Eigentümer (UID).

              Ein Systemaufruf, der beim Folgen eines symbolischen Links wegen
              der obigen Einschränkungen fehlschlägt, liefert den Fehler
              EACCES in errno zurück.

              Der Vorgabewert in dieser Datei ist 0. Wird der Wert auf 1
              gesetzt, wird eine bereits lang existierende Klasse von
              Sicherheitsproblemen, die auf Ressourcenwettläufen zwischen dem
              Zeitpunkt der Ãberprüfung und dem Zeitpunkt der Verwendung beim
              Zugriff auf symbolische Links basieren, vermieden.

       /proc/sys/fs/suid_dumpable (seit Linux 2.6.13)
              Der Wert in dieser Datei wird dem Schalter »dumpable« unter
              den in prctl(2) beschriebenen Umständen zugewiesen. Der Wert
              dieser Datei bestimmt schlieÃlich, ob Speicherabbilder
              (Core-Dump-Dateien) für Set-User-ID-Programme oder anderweitig
              geschützte/unsaubere Binärprogramme erzeugt werden. Die
              Einstellung »dumpable« betrifft auch die Eigentümerschaft von
              Dateien im Verzeichnis /proc/[PID] eines Prozesses, wie oben
              beschrieben.

              Es können drei verschiedene Ganzzahlwerte festgelegt werden:

              0 (Standard)
                     0 (Standard) Das bewirkt das traditionelle Verhalten (vor
                     Linux 2.6.13). Ein Kernspeicherabzug wird nicht für
                     Prozesse erzeugt, die ihre Identität änderten (durch
                     Aufruf von seteuid(2), setgid(2) oder ähnliches oder
                     durch das Ausführen eines set-user-ID oder
                     set-group-ID-Programms) oder deren Binärprogramm nicht
                     die Leseberechtigung aktiviert hat.

              1 (»debug«)
                     Alle Prozesse geben einen Kernspeicherabzug aus, wenn
                     möglich. (Gründe, warum ein Prozess dennoch keinen
                     Kernspeicherabzug ausgibt, sind in core(5) beschrieben.)
                     Der Kernspeicherabzug trägt die Benutzer-Kennung (UID)
                     des erzeugenden Prozesses, es gibt keine
                     Sicherheitsprüfungen. Dies ist nur für die Fehlersuche
                     im System gedacht: Dieser Modus ist unsicher, da er es
                     unprivilegierten Benutzern erlaubt, die Speicherinhalte
                     von privilegierten Prozessen zu untersuchen.

              2 (»suidsafe«)
                     2 (»suidsafe«) Für alle Programme, für die
                     normalerweise kein Abzug erzeugt würde (siehe »0«
                     oben), wird ein nur für Root lesbarer Abzug erzeugt.
                     Dadurch kann der Benutzer die Kernspeicherabzugsdatei
                     entfernen, sie aber nicht lesen. Aus Sicherheitsgründen
                     überschreiben Kernspeicherabzüge in diesem Modus keine
                     anderen Abzüge oder Dateien. Dieser Modus eignet sich,
                     wenn Administratoren Probleme in einer normalen Umgebung
                     untersuchen.

                     Zusätzlich muss wie in core(5) ausführlich beschrieben
                     seit Linux 3.6 /proc/sys/kernel/core_pattern entweder ein
                     absoluter Pfadname oder ein Pipe-Befehl sein. Falls
                     core_pattern diesen Regeln nicht folgt, werden in das
                     Kernelprotokoll Warnungen ausgegeben und kein
                     Kernspeicherabzug erstellt.

              For details of the effect of a process's "dumpable" setting on
              ptrace access mode checking, see ptrace(2).

       /proc/sys/fs/super-max
              Diese Datei steuert die maximale Anzahl der Superblocks und
              damit die maximale Anzahl von Dateisystemen, die der Kernel
              einhängen kann. Sie müssen nur super-max erhöhen, wenn Sie
              mehr Dateisysteme einhängen müssen, als der aktuelle Wert in
              super-max zulässt.

       /proc/sys/fs/super-nr
              Diese Datei enthält die Anzahl aktuell eingehängter
              Dateisysteme.

       /proc/sys/kernel
              Dieses Verzeichnis enthält Dateien, die eine Reihe von
              Kernel-Parametern steuern, wie es im Folgenden beschrieben wird.

       /proc/sys/kernel/acct
              Diese Datei enthält drei Zahlen: highwater, lowwater und
              frequency. Wenn BSD-Prozessabrechnung (accounting) aktiviert
              ist, steuern diese Werte ihr Verhalten. Wenn der freie Platz auf
              dem Dateisystem mit der Protokolldatei unter lowwater Prozent
              sinkt, wird die Abrechnung ausgesetzt. Wenn der freie Platz
              über highwater steigt, wird die Abrechnung fortgesetzt.
              frequency (Wert in Sekunden) legt fest, wie oft der Kernel die
              GröÃe des freien Speichers prüft. Standardwerte sind 4, 2 und
              30: Die Abrechnung wird unter 2% freiem Speicher ausgesetzt,
              über 4% fortgesetzt und alle 30 Sekunden der freie Speicher
              überprüft.

       /proc/sys/kernel/auto_msgmni (Linux 2.6.27 bis 3.18)
              Von Linux 2.6.27 bis 3.18 wurde diese Datei dazu verwandt, die
              Neuberechnung des Werts in /proc/sys/kernel/msgmni, basierend
              auf der Hinzufügung oder der Entfernung von Speicher oder der
              Erstellung/Entfernung von IPC-Namensräumen, zu steuern. Wurde
              der Wert »1« per Echo in diese Datei geschrieben, wurde die
              automatische Neuberechnung von msgmni aktiviert (und eine
              Neuberechnung von msgmni basierend auf der aktuellen Menge von
              verfügbaren Speicher und der Anzahl von IPC-Namensräumen
              ausgelöst). Wurde »0« per Echo geschrieben, wurde die
              automatische Neuberechnung deaktiviert. (Die automatische
              Neuberechnung war auch deaktiviert, falls explizit ein Wert
              /proc/sys/kernel/msgmni zugewiesen worden war.) Der Vorgabewert
              in auto_msgmni war 1.

              Seit Linux 3.19 hat der Inhalt dieser Datei keinen Effekt (da
              msgmni standardmäÃig fast den maximalen Wert enthält) und beim
              Lesen aus dieser Datei wird immer der Wert »0«
              zurückgeliefert.

       /proc/sys/kernel/cap_last_cap (seit Linux 3.2)
              siehe capabilities(7).

       /proc/sys/kernel/cap-bound (von Linux 2.2 bis 2.6.24)
              Diese Datei enthält den Wert der
              Kernel-Capability-Begrenzungsmenge (ausgedrückt als
              vorzeichenbehaftete Dezimalzahl). Dieser Satz wird logisch
              UND-verknüpft mit den Capabilities, die während execve(2)
              bestanden. Beginnend mit Linux 2.6.25 verschwand dieser Wert und
              wurde durch seine prozess-spezifische Variante ersetzt; siehe
              capabilities(7).

       /proc/sys/kernel/core_pattern
              siehe core(5)

       /proc/sys/kernel/core_pipe_limit
              siehe core(5)

       /proc/sys/kernel/core_uses_pid
              siehe core(5)

       /proc/sys/kernel/ctrl-alt-del
              Diese Datei steuert den Umgang mit Strg-Alt-Entf von der
              Tastatur. Wenn der Wert in dieser Datei 0 ist, wird
              Strg-Alt-Entf abgefangen und an das init(1)-Programm
              weitergeleitet, um einen ordnungsgemäÃen Neustart auszulösen.
              Wenn der Wert gröÃer als Null ist, wird Linux' Reaktion auf
              einen vulkanischen Nackengriff⢠ein sofortiger Neustart sein,
              ohne auch nur seine schmutzigen Puffer zu synchronisieren.
              Anmerkung: Wenn ein Programm (wie DOSEMU) die Tastatur im
              »raw«-Modus betreibt, wird das Strg-Alt-Entf durch das
              Programm abgefangen, bevor es die Kernel-TTY-Schicht erreicht.
              Das Programm muss entscheiden, wie es damit umgeht.

       /proc/sys/kernel/dmesg_restrict (seit Linux 2.6.37)
              Der Wert in dieser Datei bestimmt, wer den Inhalt des Syslogs
              des Kernels sehen kann. Ein Wert von 0 in dieser Datei führt zu
              keinen Einschränkungen. Falls der Wert 1 ist, können nur
              privilegierte Benutzer den Syslog des Kernels lesen. (Siehe
              syslog(2) für weitere Details). Seit Linux 3.4 können nur
              Benutzer, die über das Capability CAP_SYS_ADMIN verfügen, den
              Wert dieser Datei ändern.

       /proc/sys/kernel/domainname und /proc/sys/kernel/hostname
              können benutzt werden, um den NIS/YP-Domainnamen und den Namen
              Ihres Systems auf genau dieselbe Weise wie mit den Befehlen
              domainname(1) und hostname(1) zu setzen. Also hat

                  # echo 'darkstar' > /proc/sys/kernel/hostname
                  # echo 'meineDomain' > /proc/sys/kernel/domainname

              den gleichen Effekt wie

                  # hostname 'darkstar'
                  # domainname 'meineDomain'

              Beachten Sie jedoch, dass der klassische darkstar.frop.org den
              Rechnernamen »darkstar« und den DNS-Domainnamen (Internet
              Domain Name Server) »frop.org« hat, der nicht mit den
              Domainnamen von NIS (Network Information Service) oder YP (Gelbe
              Seiten) verwechselt werden darf. Diese beiden Domainnamen sind
              in der Regel anders. Für eine ausführliche Diskussion siehe
              die Handbuchseite hostname(1).

       /proc/sys/kernel/hotplug
              Diese Datei enthält den Pfadnamen für das Programm zur
              Umsetzung der »Hotplug«-Richtlinie. Der Standardwert in dieser
              Datei ist /sbin/hotplug.

       /proc/sys/kernel/htab-reclaim (vor Linux 2.4.9.2)
              (nur PowerPC) Wenn diese Datei auf einen Wert ungleich Null
              gesetzt ist, wird die »PowerPC htab« (siehe Kernel-Datei
              Documentation/powerpc/ppc_htab.txt) jedesmal
              »zurückgeschnitten«, wenn das System in den Leerlauf geht.

       /proc/sys/kernel/keys/*
              Dieses Verzeichnis enthält verschiedene Dateien, die Parameter
              und Begrenzungen für die Schlüsselverwaltungseinrichtung
              definieren. Diese Dateien werden in keyrings(7) beschrieben.

       /proc/sys/kernel/kptr_restrict (seit Linux 2.6.38)
              Der Wert in dieser Datei bestimmt, ob die Kerneladressen mittels
              Dateien in /proc und anderen Schnittstellen offengelegt werden.
              Ein Wert von 0 in dieser Datei führt zu keinen
              Einschränkungen. Falls der Wert 1 ist, werden alle
              Kernelzeiger, die mittels des Formatkennzeichners %pK ausgegeben
              werden, durch Nullen ersetzt, es sei denn, der Benutzer verfügt
              über die Capability CAP_SYSLOG. Falls der Wert 2 ist, werden
              Kernelzeiger, die mittels des Formatkennzeichners %pK ausgegeben
              werden, durch Nullen ersetzt, unabhängig von den Capabilitys
              der Benutzer. Der ursprüngliche Vorgabewert dieser Datei war 1,
              aber die Vorgabe wurde in Linux 2.6.39 auf 0 geändert. Seit
              Linux 3.4 können nur Benutzer mit der Capability CAP_SYS_ADMIN
              den Wert in dieser Datei ändern.

       /proc/sys/kernel/l2cr
              (nur PowerPC) Diese Datei enthält einen Schalter für die
              Steuerung des L2-Caches von Platinen mit dem G3-Prozessor. Der
              Wert 0 deaktiviert den Cache, ein Wert ungleich null aktiviert
              ihn.

       /proc/sys/kernel/modprobe
              Diese Datei enthält den Pfadnamen zum Programm, das die
              Kernel-Module lädt, standardmäÃig /sbin/modprobe. Diese Datei
              existiert nur, falls die Kernel-Option CONFIG_MODULES
              (CONFIG_KMOD in Linux 2.6.26 und älter) aktiviert ist. Diese
              wird in der Linux-Kernel-Quelldatei Documentation/kmod.txt
              beschrieben (nur in Kernel 2.4 und älter vorhanden).

       /proc/sys/kernel/modules_disabled (seit Linux 2.6.31)
              Ein Umschaltwert, der angibt, ob Module in einen andernfalls
              modularen Kernel geladen werden dürfen. Dieser Umschaltwert ist
              standardmäÃig aus (0), kann aber auf wahr (true, 1) gesetzt
              werden. Sobald er wahr ist, können Module weder geladen noch
              entladen werden und der Umschaltwert kann nicht zurück auf
              falsch gesetzt werden. Diese Datei ist nur vorhanden, falls der
              Kernel mit der aktivierten Option CONFIG_MODULES gebaut wurde.

       /proc/sys/kernel/msgmax (seit Linux 2.2)
              Diese Datei enthält eine systemweite Begrenzung der Maximalzahl
              von Bytes, die eine einzelne Nachricht in einer
              System-V-Nachrichtenschlange enthalten darf.

       /proc/sys/kernel/msgmni (seit Linux 2.4)
              Diese Datei legt die systemweite Grenze für die Anzahl der
              Nachrichtenschlangen-Bezeichner fest. Siehe auch
              /proc/sys/kernel/auto_msgmni.

       /proc/sys/kernel/msgmnb (seit Linux 2.2)
              Diese Datei definiert einen systemweiten Parameter für die
              Initialisierung der Einstellung msg_qbytes für nachfolgend
              erstellte Nachrichtenschlangen. msg_qbytes legt fest, wie viele
              Bytes maximal in eine Nachrichtenschlange geschrieben werden
              dürfen.

       /proc/sys/kernel/ngroups_max (seit Linux 2.6.4)
              Dies ist eine nur lesbare Datei, die die obere Grenze für die
              Anzahl der Gruppenmitgliedschaften eines Prozesses anzeigt.

       /proc/sys/kernel/ns_last_pid (seit Linux 3.3)
              Siehe pid_namespaces(7).

       /proc/sys/kernel/ostype und /proc/sys/kernel/osrelease
              Diese Dateien enthalten Teilzeichenketten von /proc/version.

       /proc/sys/kernel/overflowgid und /proc/sys/kernel/overflowuid
              Diese Dateien duplizieren die Dateien /proc/sys/fs/overflowgid
              und /proc/sys/fs/overflowuid.

       /proc/sys/kernel/panic
              Diese Datei ermöglicht Lese- und Schreib-Zugriff auf die
              Kernel-Variable panic_timeout. Steht hier eine 0, dann bleibt
              der Kernel in einer Panic-Schleife; ungleich 0 bedeutet, dass
              der Kernel nach dieser Anzahl Sekunden automatisch das System
              wieder hochfahren soll. Wenn Sie die
              Laufzeitüberwachungs-Gerätetreiber (software watchdog device
              driver) nutzen, ist der empfohlene Wert 60.

       /proc/sys/kernel/panic_on_oops (seit Linux 2.5.68)
              Diese Datei steuert das Verhalten des Kernels, wenn ein Problem
              (oops) oder ein Fehler aufgetreten ist. Falls diese Datei den
              Wert 0 enthält, versucht das System eine Fortsetzung des
              Betriebs. Falls sie 1 enthält, gibt das System klogd ein paar
              Sekunden Zeit für die Protokollierung des Problems und
              verfällt dann in die »kernel panic«. Wenn in der Datei
              /proc/sys/kernel/panic ein Wert ungleich Null steht, wird der
              Rechner neu gestartet.

       /proc/sys/kernel/pid_max (seit Linux 2.5.34)
              Diese Datei gibt den Wert an, an dem PIDs überlaufen (d.h. der
              Wert in dieser Datei ist um eins gröÃer als die maximal
              zulässige PID). PIDs gröÃer als dieser Wert werden nicht
              zugewiesen; daher fungiert der Wert in dieser Datei auch als
              systemweite Grenze der Gesamtanzahl an Prozessen und Threads.
              Der Standardwert für diese Datei ist 32768; dieser bewirkt den
              gleichen PID-Bereich wie auf älteren Kerneln. Auf
              32-Bit-Plattformen ist 32768 der Maximalwert. Auf
              64-Bit-Systemen kann pid_max auf einen beliebigen Wert bis zu
              2^22 (PID_MAX_LIMIT, ungefähr 4 Millionen) gesetzt werden.

       /proc/sys/kernel/powersave-nap (nur PowerPC)
              Diese Datei enthält einen Schalter zur Steuerung von Linux-PPC.
              Ist er betätigt, wird Linux-PPC den »nap«-Energiesparmodus
              verwenden, ansonsten wird es der »doze«-Modus sein.

       /proc/sys/kernel/printk
              siehe syslog(2)

       /proc/sys/kernel/pty (seit Linux 2.6.4)
              Dieses Verzeichnis enthält zwei Dateien mit Bezug zu den
              Unix-98-Pseudoterminals (siehe pts(4)) des Systems.

       /proc/sys/kernel/pty/max
              Diese Datei definiert die Maximalzahl von Pseudoterminals.

       /proc/sys/kernel/pty/nr
              Diese (nur lesbare) Datei gibt die Anzahl der derzeit im System
              genutzten Pseudoterminals an

       /proc/sys/kernel/random
              Dieses Verzeichnis enthält verschiedene Parameter, um das
              Verhalten der Datei /dev/random zu steuern. random(4) gibt
              weitere Informationen.

       /proc/sys/kernel/random/uuid (seit Linux 2.4)
              Jeder Lesevorgang aus dieser nur lesbaren Datei liefert eine
              zufällig generierte 128-Bit UID als Zeichenkette, die im
              Standard-UID-Format ist, zurück.

       /proc/sys/kernel/randomize_va_space (seit Linux 2.6.12)
              Wählt die Adressraumlayoutverwürfelungsregelungen (ASLR) für
              das System aus (auf Architekturen, die ASLR unterstützen). Für
              diese Datei werden drei Werte unterstützt:

              0  Schaltet ASLR aus. Dies ist die Vorgabe für Architekturen,
                 die ASLR nicht unterstützen und wenn der Kernel mit dem
                 Parameter norandmaps gestartet wird.

              1  Macht die Zuweisung von Adressen durch mmap(2), den Stack und
                 die VDSO-Seite zufällig. Unter anderem bedeutet dies, dass
                 Laufzeitbibliotheken an zufälligen Adressen geladen werden.
                 Das Textsegment von PIE-gelinkten Programmen wird auch an
                 zufälligen Adressen geladen. Dieser Wert ist die Vorgabe,
                 falls der Kernel mit CONFIG_COMPAT_BRK konfiguriert wurde.

              2  (Seit Linux 2.6.25) Speicherverwürfelung wird auch
                 unterstützt. Dieser Wert ist die Vorgabe, falls der Kernel
                 nicht mit CONFIG_COMPAT_BRK konfiguriert wurde.

       /proc/sys/kernel/real-root-dev
              Diese Datei wird in der Linux-Kernel-Quelldatei
              Documentation/admin-guide/initrd.rst (oder
              Documentation/initrd.txt vor Linux 4.10) beschrieben.

       /proc/sys/kernel/reboot-cmd (nur Sparc)
              Diese Datei scheint eine Möglichkeit zu sein, ein Argument an
              den SPARC-ROM/Flash-Bootloader zu übergeben. Vielleicht kann
              man ihm Anweisungen für die Zeit nach dem Neustart geben?

       /proc/sys/kernel/rtsig-max
              (Nur in Kerneln bis einschlieÃlich 2.6.7; siehe setrlimit(2)).
              Mit dieser Datei kann die maximale Anzahl (anstehender) von
              POSIX-Echtzeit-Signalen eingestellt werden, die im System
              anstehen dürfen.

       /proc/sys/kernel/rtsig-nr
              (Nur in Kerneln bis einschlieÃlich 2.6.7). Diese Datei gibt die
              Anzahl derzeit anstehender POSIX-Echtzeitsignale an.

       /proc/[pid]/sched_autogroup_enabled (seit Linux 2.6.38)
              siehe sched(7)

       /proc/sys/kernel/sched_child_runs_first (seit Linux 2.6.23)
              Falls diese Datei den Wert Null enthält, dann wird der
              Elternprozess zuerst nach einem fork(2) auf der CPU eingeplant.
              Andernfalls wird das Kind zuerst auf der CPU eingeplant. (Auf
              einem Mehrprozessorsystem können natürlich sowohl der
              Elternprozess als auch das Kind sofort auf einer CPU eingeplant
              werden.)

       /proc/sys/kernel/sched_rr_timeslice_ms (seit Linux 3.9)
              Siehe sched_rr_get_interval(2).

       /proc/sys/kernel/sched_rt_period_us (seit Linux 2.6.25)
              siehe sched(7)

       /proc/sys/kernel/sched_rt_runtime_us (seit Linux 2.6.25)
              siehe sched(7)

       /proc/sys/kernel/seccomp (seit Linux 4.14)
              Dieses Verzeichnis stellt zusätzliche Seccomp-Informationen und
              -konfigurationen bereit. Siehe seccomp(2) für weitere Details.

       /proc/sys/kernel/sem (since Linux 2.4)
              Diese Datei enthält vier Zahlen, die Grenzen für
              System-V-IPC-Semaphore definieren. Der Reihe nach sind das:

              SEMMSL  die maximale Anzahl von Semaphoren pro Satz von
                      Semaphoren

              SEMMNS  eine systemweite Begrenzung für die Anzahl in allen
                      Semaphoren-Sätzen

              SEMOPM  die maximale Anzahl von Operationen, die in einem Aufruf
                      von semop(2) festgelegt werden dürfen

              SEMMNI  eine systemweite Grenze für die maximale Anzahl von
                      Bezeichnern für Semaphore.

       /proc/sys/kernel/sg-big-buff
              Diese Datei gibt die GröÃe der generischen Puffer für
              SCSI-Geräte an. Sie können den Wert derzeit nicht optimieren,
              aber bei der Kompilierung ändern, indem Sie include/scsi/sg.h
              bearbeiten und den Wert SG_BIG_BUFF anpassen. Es sollte aber
              keinen Grund geben, diesen Wert zu ändern.

       /proc/sys/kernel/shm_rmid_forced (seit Linux 3.1)
              Falls diese Datei auf 1 gesetzt wird, werden alle gemeinsam
              benutzten System-V-Speichersegmente für die Zerstörung, sobald
              die Anzahl der angehängten Prozesse auf Null fällt, markiert.
              Mit anderen Worten, es ist nicht mehr möglich, dass gemeinsam
              benutzte Speichersegmente unabhängig von angehängten Prozessen
              existieren.

              Der Effekt ist, als ob shmctl(2) IPC_RMID auf alle bestehenden
              und alle zukünftig erstellten Segmente angewandt würde (bis
              diese Datei auf 0 zurückgesetzt wird). Beachten Sie, dass
              bestehende Segmente, die an keinen Prozess angehängt sind,
              sofort beim Setzen der Datei auf 1 zerstört werden. Setzen
              dieser Option wird auch Segmente zerstören, die zwar erstellt,
              aber niemals angehängt wurden, sobald der Prozess, der das
              Segment mit shmget(2) erstellte, beendet wird.

              Wird diese Datei auf 1 gesetzt, ist es möglich,
              sicherzustellen, dass alle gemeinsam benutzten
              System-V-Speichersegmente beim Ressourcenverbrauch und den
              Ressourcenbegrenzungen bei mindestens einem Prozess
              berücksichtigt werden (siehe die Beschreibung von RLIMIT_AS in
              getrlimit(2)).

              Da durch Setzen der Datei auf 1 ein nicht standardisiertes
              Verhalten hervorgerufen wird und auch bestehende Anwendungen
              dadurch beschädigt werden könnten, ist der Vorgabewert in
              dieser Datei 0. Setzen Sie diese Datei nur auf 1, wenn Sie ein
              gutes Verständnis der Semantik der Anwendungen, die gemeinsam
              benutzte System-V-Speichersegmente auf Ihrem System benutzen,
              haben.

       /proc/sys/kernel/shmall (seit Linux 2.2)
              Diese Datei enthält die systemweite Grenze für die Gesamtzahl
              der Seiten im gemeinsam benutzten System-V-Speicher.

       /proc/sys/kernel/shmmax (seit Linux 2.2)
              Diese Datei kann genutzt werden, um die Laufzeitbeschränkung
              für die maximale GröÃe (System V IPC) für gemeinsame
              Speichersegmente festzulegen. Jetzt werden im Kernel gemeinsame
              Speichersegmente bis zu 1 GB unterstützt. Dieser Wert ist per
              Vorgabe SHMMAX.

       /proc/sys/kernel/shmmni (seit Linux 2.4)
              Diese Datei spezifiziert die systemweite maximale Anzahl von
              gemeinsam genutzten System-V-Speichersegmenten, die erzeugt
              werden können.

       /proc/sys/kernel/sysctl_writes_strict (seit Linux 3.16)
              Der Wert in dieser Datei bestimmt, wie der Dateiversatz das
              Verhalten der Aktualisierung von Einträgen in Dateien unter
              /proc/sys beeinflusst. Die Datei hat drei mögliche Werte:

              -1  Dies stellt das veraltete Verhalten bereit, ohne
                  Printk-Warnungen. Jeder write(2) muss den kompletten zu
                  schreibenden Wert enthalten und mehrere Schreibvorgänge auf
                  den gleichen Dateideskriptor werden unabhängig von der
                  Dateiposition den gesamten Wert überschreiben.

              0   (Vorgabe) Dies stellt das gleiche Verhalten wie bei -1
                  bereit, aber Printk-Warnungen werden für Prozesse
                  geschrieben, die Schreibzugriffe ausführen, wenn der
                  Dateiversatz nicht 0 ist.

              1   Respektiert den Dateiversatz beim Schreiben von
                  Zeichenketten in Dateien in /proc/sys. Mehrere
                  Schreibvorgänge werden an den Wertepuffer anhängen. Alles,
                  was hinter die maximale Länge des Puffers geschrieben wird,
                  wird ignoriert. Schreibvorgänge an numerische Einträge in
                  /proc/sys müssen immer bei Dateiversatz 0 erfolgen und der
                  Wert muss komplett in dem an write(2) bereitgestellten
                  Puffer enthalten sein.

       /proc/sys/kernel/sysrq
              Diese Datei steuert, welche Funktionen von dem SysRq-Schlüssel
              aufgerufen werden. StandardmäÃig enthält die Datei den Wert 1.
              Das bedeutet, dass jede mögliche SysRq-Anfrage möglich ist.
              (In älteren Kernel-Versionen wurde SysRq standardmäÃig
              deaktiviert und Sie mussten SysRq gesondert zur Laufzeit
              aktivieren, aber das ist nicht mehr notwendig). Mögliche Werte
              in dieser Datei sind:

              0    deaktiviert Sysrq komplett

              1    aktiviert alle Funktionen von Sysrq

              > 1  Bitmaske, die Sysrq-Funktione erlaubt, wie folgt:
                     2  aktiviert die Steuerung der
                        Konsolenprotokollierungsstufe
                     4  aktiviert die Steuerung der Tastatur (SAK, unraw)
                     8  aktiviert Speicherauszüge von Prozessen zur
                        Fehlersuche usw.
                    16  aktiviert den Befehl »sync«
                    32  aktiviert das nur lesende erneute Einhängen
                    64  aktiviert das Signalisieren von Prozessen (term, kill,
                        oom-kill)
                   128  erlaubt Neustarten/Ausschalten
                   256  Erlaubt die Veränderungen des Nice-Werts von
                        Echtzeitprozessen

              Diese Datei ist nur vorhanden, wenn die
              Kernel-Konfigurationsoption CONFIG_MAGIC_SYSRQ aktiviert wird.
              Für weitere Einzelheiten lesen Sie die
              Linux-Kernel-Quelltextdatei Documentation/admin-guide/sysrq.rst
              (oder Documentation/sysrq.txt vor Linux 4.10).

       /proc/sys/kernel/version
              Diese Datei enthält eine Zeichenkette wie beispielsweise:

                  #5 Wed Feb 25 21:49:24 MET 1998

              Die »#5« besagt, das dies der fünfte aus diesem Quelltext
              erstellte Kernel ist. Das anschlieÃende Datum gibt an, wann der
              Kernel erstellt wurde.

       /proc/sys/kernel/threads-max (seit Linux 2.3.11)
              Diese Datei legt die systemweite Begrenzung für die Gesamtzahl
              der Threads (Prozesse) fest, die erstellt werden dürfen.

              Seit Linux 4.1 ist der Wert, den nach threads-max geschrieben
              werden kann, begrenzt. Der Minimalwert ist 20, der Maximalwert
              wird durch die Konstante FUTEX_TID_MASK (0x3fffffff) gegeben.
              Falls ein Wert auÃerhalb dieses Bereichs nach threads-max
              geschrieben wird, tritt der Fehler EINVAL auf.

              Der geschriebene Wert wird gegenüber den verfügbaren
              RAM-Seiten geprüft. Falls die Thread-Struktur zu viel (mehr als
              1/8) der verfügbaren RAM-Seiten belegen würde, wird
              threads-max entsprechend reduziert.

       /proc/sys/kernel/yama/ptrace_scope (seit Linux 3.5)
              siehe ptrace(2).

       /proc/sys/kernel/zero-paged (nur PowerPC)
              Die Datei enthält einen Schalter. Ist er aktiviert (ungleich
              0), wird Linux-PPC vorbeugend Seiten im Leerlauf auf Null setzen
              und beschleunigt möglicherweise get_free_pages.

       /proc/sys/net
              Dieses Verzeichnis enthält Netzwerkkram. Erklärungen für
              einige der Dateien in diesem Verzeichnis finden Sie in tcp(7)
              und ip(7).

       /proc/sys/net/core/bpf_jit_enable
              siehe bpf(2).

       /proc/sys/net/core/somaxconn
              Diese Datei enthält eine obere Grenze für das backlog-Argument
              von listen(2); siehe die Handbuchseite von listen(2) für
              Einzelheiten.

       /proc/sys/proc
              Dieses Verzeichnis kann leer sein.

       /proc/sys/sunrpc
              Dieses Verzeichnis unterstützt Suns »remote procedure call«
              (rpc(3)) für das Netzwerkdateisystem (NFS). Auf manchen
              Systemen fehlt es.

       /proc/sys/user (seit Linux 4.9)
              Siehe namespaces(7).

       /proc/sys/vm
              Dieses Verzeichnis enthält Dateien für die Optimierung der
              Speicherverwaltung und die Verwaltung der Puffer und Caches
              (Zwischenspeicher).

       /proc/sys/vm/admin_reserve_kbytes (seit Linux 3.10)
              Diese Datei definiert die Menge an freiem Speicher (in KiB) auf
              dem System, der für Benutzer mit der Capability CAP_SYS_ADMIN
              reserviert werden sollte.

              The default value in this file is the minimum of [3% of free
              pages, 8MiB] expressed as KiB.  The default is intended to
              provide enough for the superuser to log in and kill a process,
              if necessary, under the default overcommit 'guess' mode (i.e., 0
              in /proc/sys/vm/overcommit_memory).

              Systems running in "overcommit never" mode (i.e., 2 in
              /proc/sys/vm/overcommit_memory)  should increase the value in
              this file to account for the full virtual memory size of the
              programs used to recover (e.g., login(1)  ssh(1), and top(1))
              Otherwise, the superuser may not be able to log in to recover
              the system.  For example, on x86-64 a suitable value is 131072
              (128MiB reserved).

              Die Ãnderung des Wertes in dieser Datei tritt in Kraft, wann
              immer eine Anwendung Speicher anfordert.

       /proc/sys/vm/compact_memory (seit Linux 2.6.35)
              Wenn 1 in diese Datei geschrieben wird, werden alle Zonen
              zusammengefasst, so dass der freie Speicher wo möglich in
              durchlaufenden Blöcken verfügbar ist. Der Effekt dieser Aktion
              kann durch Einsicht in /proc/buddyinfo geprüft werden.

              Nur vorhanden, falls der Kernel mit CONFIG_COMPACTION
              konfiguriert wurde.

       /proc/sys/vm/drop_caches (seit Linux 2.6.16)
              Das Schreiben in diese Datei veranlasst den Kernel, saubere
              Zwischenspeicher, Dentries und Inodes aus dem Speicher zu
              verwerfen, was dazu führt, dass Speicher frei wird. Dies kann
              für das Testen der Speicherverwaltung und der Durchführung
              reproduzierbarer Dateisystembewertungen nützlich sein. Da das
              Schreiben in diese Datei dazu führt, dass die Vorteile der
              Zwischenspeicherung verloren gehen, kann es die Leistung des
              gesamten Systems vermindern.

              Zur Freigabe des Seitenzwischenspeichers, verwenden Sie:

                  echo 1 > /proc/sys/vm/drop_caches

              Zur Freigabe der Dentries und Inodes, verwenden Sie:

                  echo 2 > /proc/sys/vm/drop_caches

              Zur Freigabe des Seitenzwischenspeichers, der Dentries und
              Inodes, verwenden Sie:

                  echo 3 > /proc/sys/vm/drop_caches

              Da das Schreiben in diese Datei unschädlich ist und geänderte
              (schmutzige) Objekte nicht freigegeben werden können, sollte
              der Benutzer vorher sync(8) aufrufen.

       /proc/sys/vm/legacy_va_layout (seit Linux 2.6.9)
              If nonzero, this disables the new 32-bit memory-mapping layout;
              the kernel will use the legacy (2.4) layout for all processes.

       /proc/sys/vm/memory_failure_early_kill (seit Linux 2.6.32)
              Steuert, wie Prozesse beendet werden, wenn ein nicht
              korrigierter Speicherfehler (in der Regel ein 2-Bit-Fehler in
              einem Speichermodul), den der Kernel nicht bearbeiten kann, im
              Hintergrund durch die Hardware erkannt wird. In einigen Fällen
              (wenn es von der Seite noch eine gültige Kopie auf der
              Festplatte gibt), wird der Kernel den Fehler behandeln, ohne
              alle Anwendungen zu beeinträchtigen. Aber wenn es keine weitere
              aktuelle Kopie der Daten gibt, wird er Prozesse abbrechen, um
              die Verbreitung korrumpierter Daten zu unterbinden.

              Die Datei hat einen der folgenden Werte:

              1:  Kill all processes that have the
                  corrupted-and-not-reloadable page mapped as soon as the
                  corruption is detected.  Note that this is not supported for
                  a few types of pages, such as kernel internally allocated
                  data or the swap cache, but works for the majority of user
                  pages.

              0:  Unmap the corrupted page from all processes and kill a
                  process only if it tries to access the page.

              Der Abbruch wird mittels eines SIGBUS-Signals erledigt, bei dem
              der si_code auf BUS_MCEERR_AO gesetzt wird. Prozesse können
              darauf reagieren, wenn sie wollen; siehe sigaction(2) für
              weitere Einzelheiten.

              Diese Funktionalität ist nur auf Architekturen/Plattformen
              aktiv, die über eine ausgefeilte Handhabung von »machine
              checks« verfügen und hängt von den Fähigkeiten der Hardware
              ab.

              Anwendungen können die Einstellung memory_failure_early_kill
              individuell mit der prctl(2)-Operation  PR_MCE_KILL auÃer Kraft
              setzen.

              Nur vorhanden, falls der Kernel mit CONFIG_MEMORY_FAILURE
              konfiguriert wurde.

       /proc/sys/vm/memory_failure_recovery (seit Linux 2.6.32)
              Aktiviert die Behebung von Speicherfehlern (wenn das von der
              Plattform unterstützt wird).

              1:  Fehlerbehebung versuchen.

              0:  Bei Speicherfehlern immer eine Kernel Panic auslösen.

              Nur vorhanden, falls der Kernel mit CONFIG_MEMORY_FAILURE
              konfiguriert wurde.

       /proc/sys/vm/oom_dump_tasks (seit Linux 2.6.25)
              Ermöglicht einen systemweiten Speicherauszug der Prozesse (ohne
              Kernel-Threads), wenn der Kernel bei Speicherknappheit Prozesse
              abbricht (OOM-killing). Der Speicherauszug enthält die
              folgenden Informationen für jeden Prozess (Thread, Prozess):
              Thread-Kennung, reale Benutzerkennung, Thread-Gruppenkennung
              (Prozesskennung), GröÃe des virtuellen Speichers, GröÃe des
              Resident Set, die CPU, auf der der Prozess laufen soll, die
              oom_adj-Bewertung (siehe die Beschreibung von
              /proc/[PID]/oom_adj) und der Name des Befehls. Dies ist
              hilfreich, um festzustellen, warum der OOM-Killer ausgeschickt
              wurde und um die schurkischen Prozesse zu identifizieren.

              Ist der Wert in der Datei Null, wird diese Information
              unterdrückt. Auf sehr groÃen Systemen mit Tausenden von
              Prozessen wird es kaum praktikabel sein, für alle Prozesse den
              Speicherstatus auszugeben. Solche Systeme sollten nicht
              gezwungen werden, bei Speicherknappheit LeistungseinbuÃen zu
              erleiden, wenn die Informationen nicht gewünscht werden.

              Ist der Wert von Null verschieden, werden diese Informationen
              jedesmal ausgegeben, wenn der OOM-Killer einen speicherhungrigen
              Prozess ins Jenseits schickt.

              Der Standardwert ist 0.

       /proc/sys/vm/oom_kill_allocating_task (seit Linux 2.6.24)
              This enables or disables killing the OOM-triggering task in
              out-of-memory situations.

              Ist der Wert null, wertet der OOM-Killer die gesamte Taskliste
              aus und wählt heuristisch einen Prozess als Opfer aus.
              Normalerweise wählt er einen speicherhungrigen Schurken aus,
              dessen Tod sehr viel Speicher freigibt.

              Ist der Wert ungleich Null, beseitigt der OOM-Killer den
              Prozess, der die Speicherknappheit auslöste. Dadurch wird eine
              möglicherweise aufwändige Analyse der Taskliste vermieden.

              Falls /proc/sys/vm/panic_on_oom von null verschieden ist, hat
              das Vorrang vor dem Wert in
              /proc/sys/vm/oom_kill_allocating_task, was auch immer darin
              steht.

              Der Standardwert ist 0.

       /proc/sys/vm/overcommit_kbytes (seit Linux 3.14)
              This writable file provides an alternative to
              /proc/sys/vm/overcommit_ratio for controlling the CommitLimit
              when /proc/sys/vm/overcommit_memory has the value 2.  It allows
              the amount of memory overcommitting to be specified as an
              absolute value (in kB), rather than as a percentage, as is done
              with overcommit_ratio.  This allows for finer-grained control of
              CommitLimit on systems with extremely large memory sizes.

              Nur entweder overcommit_kbytes oder overcommit_ratio kann einen
              Effekt haben. Falls overcommit_kbytes einen von Null
              verschiedenen Wert enthält, dann wird dieser zur Berechnung von
              CommitLimit verwandt, andernfalls wird overcommit_ratio
              verwandt. Wird in eine der beiden Dateien geschrieben, dann wird
              der Wert in der anderen auf Null gesetzt.

       /proc/sys/vm/overcommit_memory
              Diese Datei legt den Abrechnungsmodus des Kernels für
              virtuellen Speicher fest. Die Werte sind:

                     0: heuristic overcommit (this is the default)
                     1: always overcommit, never check
                     2: always check, never overcommit

              In Modus 0 werden Aufrufe von mmap(2) mit MAP_NORESERVE nicht
              überprüft. Damit ist die Standardprüfung sehr schwach und
              setzt den Prozess dem Risiko aus, zum Opfer des OOM-Killers zu
              werden.

              In Modus 1 gibt der Kernel immer vor, noch über Speicher zu
              verfügen, bis der Speicher schlieÃlich wirklich erschöpft ist.
              Ein Einsatzzweck stellt das wissenschaftliche Rechnen dar, bei
              denen groÃe, kaum besetzte Felder eingesetzt werden. In
              Linux-Kernelversionen vor 2.6.0 impliziert jeder von Null
              verschiedene Wert den Modus 1.

              In Modus 2 (verfügbar seit Linux 2.6) wird der reservierbare
              gesamte virtuelle Adressraum (CommitLimit in /proc/meminfo) wie
              folgt berechnet:

                  CommitLimit = (total_RAM - total_huge_TLB) *
                                overcommit_ratio / 100 + total_swap

              wobei:

                   *  total_RAM ist der gesamte RAM des Systems

                   *  total_huge_TLB ist die für groÃe Speicherseiten
                      beiseite gestellte Speichermenge

                   *  overcommit_ratio ist der Wert aus
                      /proc/sys/vm/overcommit_ratio

                   *  total_swap ist die Menge des Auslagerungsbereichs.

              Beispielsweise ergibt diese Formel auf einem System mit 16 GB an
              physischem RAM, 16 GB an Auslagerungsspeicher, keinen für groÃe
              Speicherseiten gewidmeten Bereich und einem overcommit_ratio von
              50 ein CommitLimit von 24 GB.

              Falls der Wert in /proc/sys/vm/overcommit_kbytes von Null
              verschieden ist, wird CommitLimit stattdessen seit Linux 3.14
              wie folgt berechnet:

                  CommitLimit = overcommit_kbytes + total_swap

              Siehe auch die Beschreibung von
              /proc/sys/vm/admin_reserve_kbytes und
              /proc/sys/vm/user_reserve_kbytes.

       /proc/sys/vm/overcommit_ratio (seit Linux 2.6.0)
              This writable file defines a percentage by which memory can be
              overcommitted.  The default value in the file is 50.  See the
              description of /proc/sys/vm/overcommit_memory.

       /proc/sys/vm/panic_on_oom (seit Linux 2.6.18)
              Dies aktiviert oder deaktiviert eine Kernel Panic bei
              Speicherknappheit

              Wenn diese Datei auf den Wert 0 gesetzt wird, wird der
              OOM-Killer des Kernels sich einen Schurken schnappen und
              liquidieren. Normalerweise findet er ein geeignetes Opfer und
              das System überlebt.

              Wenn diese Datei auf den Wert 1 gesetzt ist, verfällt der
              Kernel in Panik, wenn Speicherknappheit eintritt. Wenn
              allerdings ein Prozess die Zuweisungen an bestimmte Knoten mit
              Speicherstrategien (mbind(2) MPOL_BIND) oder Cpusets (cpuset(7))
              begrenzt und die Knoten einen Speichererschöpfungs-Zustand
              erreichen, kann ein Prozess vom OOM-Killer getötet werden. In
              diesem Fall tritt keine Panik ein: Weil der Speicher anderer
              Knoten noch frei sein kann, muss das System noch nicht als
              ganzes unter Speichermangel leiden.

              Wenn diese Datei schon auf den Wert 2 gesetzt ist, wird bei
              Speicherknappheit immer eine Kernel Panic ausgelöst.

              Der Standardwert ist 0. 1 und 2 sind für die Ausfallsicherung
              in Clustern bestimmt. Wählen Sie den Wert entsprechend ihrer
              Strategie oder im Sinn der Ausfallsicherung.

       /proc/sys/vm/swappiness
              Der Wert in dieser Datei legt fest, wie aggressiv der Kernel
              Speicherseiten auslagert. Hohe Werte machen ihn aggressiver,
              kleinere Werte sanftmütiger. Der Standardwert ist 60.

       /proc/sys/vm/user_reserve_kbytes (seit Linux 3.10)
              Specifies an amount of memory (in KiB) to reserve for user
              processes, This is intended to prevent a user from starting a
              single memory hogging process, such that they cannot recover
              (kill the hog).  The value in this file has an effect only when
              /proc/sys/vm/overcommit_memory is set to 2 ("overcommit never"
              mode).  In this case, the system reserves an amount of memory
              that is the minimum of [3% of current process size,
              user_reserve_kbytes].

              Der Vorgabewert in dieser Datei ist der kleinere Wert aus [3%
              der freien Seiten, 128 MiB], ausgedrückt in KiB.

              Falls der Wert in dieser Datei auf Null gesetzt wird, darf ein
              Benutzer sämtlichen Speicher durch einen einzelnen Prozess
              belegen (abzüglich der durch /proc/sys/vm/admin_reserve_kbytes
              reservierten Menge). Alle nachfolgenden Versuche, einen Befehl
              auszuführen, führen dann zu »fork: Cannot allocate memory«.

              Die Ãnderung des Wertes in dieser Datei tritt in Kraft, wann
              immer eine Anwendung Speicher anfordert.

       /proc/sysrq-trigger (seit Linux 2.4.21)
              Wird ein Zeichen in diese Datei geschrieben, löst das die
              gleiche SysRq-Funktion aus wie die Eingabe von
              ALT-SysRq-<Zeichen> (siehe die Beschreibung von
              /proc/sys/kernel/sysrq). Normalerweise kann nur root in diese
              Datei schreiben. Weitere Informationen enthält die
              Linux-Kernel-Quelltextdatei Documentation/admin-guide/sysrq.rst
              (oder Documentation/sysrq.txt vor Linux 4.10).

       /proc/sysvipc
              Dieses Unterverzeichnis enthält die Pseudodateien msg, sem und
              shm. Diese Dateien listen die aktuell im System befindlichen
              System-V-IPC-Objekte (IPC: Interprozess-Kommunikation), also
              Nachrichtenschlangen, Semaphore und gemeinsam genutzter Speicher
              auf. Sie enthalten ähnliche Informationen wie die, die mit
              ipcs(1) erhalten werden können. Diese Zeilen haben Kopfzeilen
              und sind zwecks besserer Verständlichkeit formatiert (ein
              IPC-Objekt pro Zeile). sysvipc(7) bietet weiteren Hintergrund zu
              den von diesen Dateien bereitgestellten Informationen.

       /proc/thread-self (seit Linux 3.17)
              Dieses Verzeichnis bezieht sich auf den Thread, der auf das
              /proc-Dateisystem zugreift und ist mit dem
              /proc/self/task/[TID]-Verzeichnis identisch, das als Namen die
              Prozess-Thread-Nummer dieses Threads hat.

       /proc/timer_list (seit Linux 2.6.21)
              Diese nur lesbare Datei enthält in einer Menschen-lesbaren Form
              eine Liste aller derzeit anhängenden (hochauflösenden) Timer,
              aller Uhrereignis-Quellen und ihrer Parameter.

       /proc/timer_stats (von Linux 2.6.21 bis Linux 4.10)
              Dies ist eine Fehlersucheinrichtung, um Timer-(Miss)brauch in
              einem Linux-System für Kernel- und Anwendungsentwickler
              sichtbar zu machen. Sie kann von Kernel- und
              Anwendungsentwicklern verwandt werden, um zu überprüfen, dass
              ihr Code keinen ungebührlichen Gebrauch von Timern macht. Das
              Ziel besteht darin, unnötige Aufwachaktionen zu vermeiden und
              damit die Leistungsaufnahme zu optimieren.

              Falls im Kernel (CONFIG_TIMER_STATS) aktiviert aber nicht
              verwandt, hat es fast keinen Laufzeit-Zusatzaufwand und einen
              relativ kleinen Datenstruktur-Zusatzaufwand. Selbst falls die
              Datensammlung zur Laufzeit aktiviert wird, ist der Zusatzaufwand
              klein: Alle Sperren erfolgen pro CPU und das Nachschlagen
              erfolgt über einen Hash.

              Die Datei /proc/timer_stats wird zum Steuern der
              Abtast-Einrichtung und zum Auslesen der abgetasteten
              Informationen verwandt.

              Die Funktionalität rtimer_stats ist beim Systemstart inaktiv.
              Eine Abtastperiode kann mittels des folgenden Befehls gestartet
              werden:

                  # echo 1 > /proc/timer_stats

              Der folgende Befehl beendet eine Abtastperiode:

                  # echo 0 > /proc/timer_stats

              Die Statistiken können wie folgt ermittelt werden:

                  $ cat /proc/timer_stats

              Während das Abtasten aktiviert ist, wird bei jedem Lesen aus
              /proc/timer_stats eine neu aktualisierte Statistik gesehen.
              Sobald das Abtasten deaktiviert ist, wird die abgetastete
              Information beibehalten, bis eine neue Abtastperiode begonnen
              wird. Dies erlaubt mehrfaches Auslesen.

              Beispielausgabe aus /proc/timer_stats:

    $ cat /proc/timer_stats
    Timer Stats Version: v0.3
    Sample period: 1.764 s
    Collection: active
      255,     0 swapper/3        hrtimer_start_range_ns (tick_sched_timer)
       71,     0 swapper/1        hrtimer_start_range_ns (tick_sched_timer)
       58,     0 swapper/0        hrtimer_start_range_ns (tick_sched_timer)
        4,  1694 gnome-shell      mod_delayed_work_on (delayed_work_timer_fn)
       17,     7 rcu_sched        rcu_gp_kthread (process_timeout)
    ...
        1,  4911 kworker/u16:0    mod_delayed_work_on (delayed_work_timer_fn)
       1D,  2522 kworker/0:0      queue_delayed_work_on (delayed_work_timer_fn)
    1029 total events, 583.333 events/sec

              Die Ausgabespalten sind wie folgt:

              *  eine Anzahl der Ereignisse, optional (seit Linux 2.6.23)
                 gefolgt von dem Buchstaben »D«, falls dies ein
                 aufschiebbarer Timer ist;

              *  die PID des Prozesses, die den Timer initialisierte,

              *  der Namen des Prozesses, der den Timer initialisierte,

              *  die Funktion, in der der Timer initalisiert wurde, und

              *  (in Klammern) die Callback-Funktion, die diesem Timer
                 zugeordnet ist.

              Während des Linux-4.11-Entwicklungszyklus wurde diese Datei
              aufgrund von Sicherheitsbedenken entfernt, da sie Informationen
              über Namensräume hinweg offenlegt. Desweiteren ist es
              möglich, die gleichen Informationen über kernelinterne
              Nachverfolgungseinrichtungen wie Ftrace zu ermitteln.

       /proc/tty
              Unterverzeichnis mit Pseudodateien und -Unterverzeichnissen für
              tty-Treiber und »line disciplines«.

       /proc/uptime
              Diese Datei enthält zwei Zahlen (Werte in Sekunden): die
              Laufzeit des Systems (einschlieÃlich der in Suspendierung
              verbrachten Zeit) und die Dauer, die im Leerlaufprozess
              verbracht wurde.

       /proc/version
              Diese Zeichenkette identifiziert den gerade laufenden Kernel. Er
              fasst die Inhalte von /proc/sys/kernel/ostype,
              /proc/sys/kernel/osrelease und /proc/sys/kernel/version
              zusammen. Beispielsweise:

        Linux version 1.0.9 (quinlan@phaze) #1 Sat May 14 01:51:54 EDT 1994

       /proc/vmstat (seit Linux 2.6.0)
              Die Datei zeigt verschiedene Statistiken des virtuellen
              Speichers. Jede Zeile dieser Datei enthält ein einzelnes
              Name-Wert-Paar, getrennt durch Leerzeichen. Einige Zeilen sind
              nur vorhanden, falls der Kernel mit geeigneten Optionen
              konfiguriert wurde. (In einigen Fällen haben sich die Optionen
              für bestimmte Dateien über Kernelversionen hinweg geändert,
              so dass sie hier nicht aufgeführt sind. Details können durch
              Einsicht in den Kernelquellcode gefunden werden.) Die folgenden
              Felder können vorhanden sein:

              nr_free_pages (seit Linux 2.6.31)

              nr_alloc_batch (seit Linux 3.12)

              nr_inactive_anon (seit Linux 2.6.28)

              nr_active_anon (seit Linux 2.6.28)

              nr_inactive_file (seit Linux 2.6.28)

              nr_active_file (seit Linux 2.6.28)

              nr_unevictable (seit Linux 2.6.28)

              nr_mlock (seit Linux 2.6.28)

              nr_anon_pages (seit Linux 2.6.18)

              nr_mapped (seit Linux 2.6.0)

              nr_file_pages (seit Linux 2.6.18)

              nr_dirty (seit Linux 2.6.0)

              nr_writeback (seit Linux 2.6.0)

              nr_slab_reclaimable (seit Linux 2.6.19)

              nr_slab_unreclaimable (seit Linux 2.6.19)

              nr_page_table_pages (seit Linux 2.6.0)

              nr_kernel_stack (seit Linux 2.6.32)
                     Teil des Speichers, der Kernel-Stacks zugewiesen wurde.

              nr_unstable (seit Linux 2.6.0)

              nr_bounce (seit Linux 2.6.12)

              nr_vmscan_write (seit Linux 2.6.19)

              nr_vmscan_immediate_reclaim (seit Linux 3.2)

              nr_writeback_temp (seit Linux 2.6.26)

              nr_isolated_anon (seit Linux 2.6.32)

              nr_isolated_file (seit Linux 2.6.32)

              nr_shmem (seit Linux 2.6.32)
                     Durch Shmem und tmpfs(5) verwandte Seiten

              nr_dirtied (seit Linux 2.6.37)

              nr_written (seit Linux 2.6.37)

              nr_pages_scanned (seit Linux 3.17)

              numa_hit (seit Linux 2.6.18)

              numa_miss (seit Linux 2.6.18)

              numa_foreign (seit Linux 2.6.18)

              numa_interleave (seit Linux 2.6.18)

              numa_local (seit Linux 2.6.18)

              numa_other (seit Linux 2.6.18)

              workingset_refault (seit Linux 3.15)

              workingset_activate (seit Linux 3.15)

              workingset_nodereclaim (seit Linux 3.15)

              nr_anon_transparent_hugepages (seit Linux 2.6.38)

              nr_free_cma (seit Linux 3.7)
                     Number of free CMA (Contiguous Memory Allocator) pages.

              nr_dirty_threshold (seit Linux 2.6.37)

              nr_dirty_background_threshold (seit Linux 2.6.37)

              pgpgin (seit Linux 2.6.0)

              pgpgout (seit Linux 2.6.0)

              pswpin (seit Linux 2.6.0)

              pswpout (seit Linux 2.6.0)

              pgalloc_dma (seit Linux 2.6.5)

              pgalloc_dma32 (seit Linux 2.6.16)

              pgalloc_normal (seit Linux 2.6.5)

              pgalloc_high (seit Linux 2.6.5)

              pgalloc_movable (seit Linux 2.6.23)

              pgfree (seit Linux 2.6.0)

              pgactivate (seit Linux 2.6.0)

              pgdeactivate (seit Linux 2.6.0)

              pgfault (seit Linux 2.6.0)

              pgmajfault (seit Linux 2.6.0)

              pgrefill_dma (seit Linux 2.6.5)

              pgrefill_dma32 (seit Linux 2.6.16)

              pgrefill_normal (seit Linux 2.6.5)

              pgrefill_high (seit Linux 2.6.5)

              pgrefill_movable (seit Linux 2.6.23)

              pgsteal_kswapd_dma (seit Linux 3.4)

              pgsteal_kswapd_dma32 (seit Linux 3.4)

              pgsteal_kswapd_normal (seit Linux 3.4)

              pgsteal_kswapd_high (seit Linux 3.4)

              pgsteal_kswapd_movable (seit Linux 3.4)

              pgsteal_direct_dma

              pgsteal_direct_dma32 (seit Linux 3.4)

              pgsteal_direct_normal (seit Linux 3.4)

              pgsteal_direct_high (seit Linux 3.4)

              pgsteal_direct_movable (seit Linux 2.6.23)

              pgscan_kswapd_dma

              pgscan_kswapd_dma32 (seit Linux 2.6.16)

              pgscan_kswapd_normal (seit Linux 2.6.5)

              pgscan_kswapd_high

              pgscan_kswapd_movable (seit Linux 2.6.23)

              pgscan_direct_dma

              pgscan_direct_dma32 (seit Linux 2.6.16)

              pgscan_direct_normal

              pgscan_direct_high

              pgscan_direct_movable (seit Linux 2.6.23)

              pgscan_direct_throttle (seit Linux 3.6)

              zone_reclaim_failed (seit Linux 2.6.31)

              pginodesteal (seit Linux 2.6.0)

              slabs_scanned (seit Linux 2.6.5)

              kswapd_inodesteal (seit Linux 2.6.0)

              kswapd_low_wmark_hit_quickly (seit 2.6.33)

              kswapd_high_wmark_hit_quickly (seit 2.6.33)

              pageoutrun (seit Linux 2.6.0)

              allocstall (seit Linux 2.6.0)

              pgrotated (seit Linux 2.6.0)

              drop_pagecache (seit Linux 3.15)

              drop_slab (seit Linux 3.15)

              numa_pte_updates (seit Linux 3.8)

              numa_huge_pte_updates (seit Linux 3.13)

              numa_hint_faults (seit Linux 3.8)

              numa_hint_faults_local (seit Linux 3.8)

              numa_pages_migrated (seit Linux 3.8)

              pgmigrate_success (seit Linux 3.8)

              pgmigrate_fail (seit Linux 3.8)

              compact_migrate_scanned (seit Linux 3.8)

              compact_free_scanned (seit Linux 3.8)

              compact_isolated (seit Linux 3.8)

              compact_stall (seit Linux 2.6.35)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              compact_fail (seit Linux 2.6.35)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              compact_success (seit Linux 2.6.35)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              htlb_buddy_alloc_success (seit Linux 2.6.26)

              htlb_buddy_alloc_fail (seit Linux 2.6.26)

              unevictable_pgs_culled (seit Linux 2.6.28)

              unevictable_pgs_scanned (seit Linux 2.6.28)

              unevictable_pgs_rescued (seit Linux 2.6.28)

              unevictable_pgs_mlocked (seit Linux 2.6.28)

              unevictable_pgs_munlocked (seit Linux 2.6.28)

              unevictable_pgs_cleared (seit Linux 2.6.28)

              unevictable_pgs_stranded (seit Linux 2.6.28)

              thp_fault_alloc (seit Linux 2.6.39)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              thp_fault_fallback (seit Linux 2.6.39)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              thp_collapse_alloc (seit Linux 2.6.39)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              thp_collapse_alloc_failed (seit Linux 2.6.39)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              thp_split (seit Linux 2.6.39)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              thp_zero_page_alloc (seit Linux 3.8)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              thp_zero_page_alloc_failed (seit Linux 3.8)
                     Siehe die Kernel-Quelldatei
                     Documentation/admin-guide/mm/transhuge.rst.

              balloon_inflate (seit Linux 3.18)

              balloon_deflate (seit Linux 3.18)

              balloon_migrate (seit Linux 3.18)

              nr_tlb_remote_flush (seit Linux 3.12)

              nr_tlb_remote_flush_received (seit Linux 3.12)

              nr_tlb_local_flush_all (seit Linux 3.12)

              nr_tlb_local_flush_one (seit Linux 3.12)

              vmacache_find_calls (seit Linux 3.16)

              vmacache_find_hits (seit Linux 3.16)

              vmacache_full_flushes (seit Linux 3.19)

       /proc/zoneinfo (since Linux 2.6.13)
              Diese Datei enthält Informationen über Speicherbereiche. Sie
              ist nützlich für die Analyse des Verhaltens des virtuellen
              Speichers.

ANMERKUNGEN
       Viele Dateien enthalten Zeichenketten (z. B. die Umgebung und die
       Befehlszeile), die im internen Format dargestellt sind, wobei
       Unterfelder mit Null-Bytes ('\0') begrenzt werden. Beim Untersuchen
       dieser Dateien werden Sie diese vielleicht besser lesbar finden, wenn
       Sie einen Befehl der folgenden Art zur Anzeige verwenden:

           $ cat Datei | tr '\000' '\n'

       Diese Handbuchseite ist unvollständig, möglicherweise stellenweise
       ungenau und ein Beispiel für etwas, das ständig überarbeitet werden
       muss.

SIEHE AUCH
       cat(1), dmesg(1), find(1), free(1), htop(1), init(1), ps(1), pstree(1),
       tr(1), uptime(1), chroot(2), mmap(2), readlink(2), syslog(2),
       slabinfo(5), sysfs(5), hier(7), namespaces(7), time(7), arp(8),
       hdparm(8), ifconfig(8), lsmod(8), lspci(8), mount(8), netstat(8),
       procinfo(8), route(8), sysctl(8)

       Die Linux-Kernelquelldateien: Documentation/filesystems/proc.txt,
       Documentation/sysctl/fs.txt, Documentation/sysctl/kernel.txt,
       Documentation/sysctl/net.txt und Documentation/sysctl/vm.txt.

KOLOPHON
       Diese Seite ist Teil der Veröffentlichung 5.03 des Projekts
       Linux-man-pages. Eine Beschreibung des Projekts, Informationen, wie
       Fehler gemeldet werden können sowie die aktuelle Version dieser Seite
       finden sich unter https://www.kernel.org/doc/man-pages/.


ÃBERSETZUNG
       Die deutsche Ãbersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Eberhard
       Schauer <Martin.E.Schauer@gmx.de>, Dr. Tobias Quathamer
       <toddy@debian.org>, Chris Leick <c.leick@vollbio.de>, Erik Pfannenstein
       <debianignatz@gmx.de> und Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de>
       erstellt.

       Diese Ãbersetzung ist Freie Dokumentation; lesen Sie die GNU General
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       german@lists.debian.org>.



Linux                           2. August 2019                         PROC(5)