systemd-escape

SYSTEMD-ESCAPE(1)                systemd-escape                SYSTEMD-ESCAPE(1)



BEZEICHNUNG
       systemd-escape - Zeichenketten für die Verwendung in Systemd-Unit-Namen
       maskieren

ÜBERSICHT
       systemd-escape [OPTIONEN…] [ZEICHENKETTE…]

BESCHREIBUNG
       systemd-escape kann dazu verwandt werden, Zeichenketten für die Aufnahme
       in Systemd-Unit-Namen zu maskieren. Der Befehl kann zum Maskieren und zur
       Entfernung der Maskierung von Zeichenketten verwandt werden.

       Der Befehl akzeptiert auf der Befehlszeile eine beliebige Anzahl von
       Zeichenketten und verarbeitet diese individuell, eine nach der anderen.
       Es wird sie durch Leerzeichen getrennt auf der Standardausgabe ausgeben.

       Standardmäßig wird dieser Befehl übergebene Zeichenketten maskieren.
       Falls --unescape übergeben wird, dann wird die umgedrehte Aktion
       angewandt. Falls --mangle angegeben ist, wird stattdessen ein spezieller
       Maskiermodus angewandt, der annimmt, dass eine Zeichenkette bereits
       maskiert ist, aber alles maskiert, was offensichtlich noch nicht maskiert
       aussieht.

       Für Details zu den Maskier- und Demaskier-Algorithmen siehe den
       relevanten Abschnitt in systemd.unit(5).

OPTIONEN
       Die folgenden Optionen werden verstanden:

       --suffix=
           Hängt die angegebene Unit-Typ-Endung an die maskierte Zeichenkette
           an. Akzeptiert eine der von Systemd unterstützen Unit-Typen, wie
           »service« oder »mount«. Darf nicht zusammen mit --template=,
           --unescape oder --mangle verwandt werden.

       --template=
           Fügt die geschützte Zeichenkette in eine Unit-Namensvorlage ein.
           Akzeptiert eine Unit-Namensvorlage wie foobar@.service. Erwartet bei
           --unescape einen instanziierten Unit-Namen für die Vorlage und löst
           nur den Instanzenanteil aus und demaskiert ihn. Darf nicht mit
           --suffix=, --instance oder --mangle zusammen verwandt werden.

       --path, -p
           Beim Maskieren und Demaskieren einer Zeichenkette wird angenommen,
           dass sie sich auf einen Dateisystempfad bezieht. Damit werden
           führende, anhängende und doppelte »/«-Zeichen entfernt und ».«- und
           »..«-Pfadkomponenten zurückgewiesen. Dies ist insbesondere für die
           Generierung von Zeichenketten, die für das Demaskieren mit dem
           »%f«-Kennzeichner in Unit-Dateien geeignet sind, geeignet, siehe
           systemd.unit(5).

       --unescape, -u
           Nimmt die Maskierung zurück, anstatt die angegebenen Zeichenketten zu
           maskieren und invertiert daher die Aktion. Darf nicht zusammen mit
           --suffix= oder --mangle verwandt werden.

       --mangle, -m
           Ähnlich --escape, maskiert aber nur Zeichen, die offensichtlich noch
           nicht maskiert sind und hängt möglicherweise automatisch eine
           geeignete Unit-Typ-Endung an die Zeichenkette an. Darf nicht zusammen
           mit --suffix=, --template= oder --unescape verwandt werden.

       --instance
           Demaskiert und gibt bei --unescape nur den Instanzenanteil der
           instanziierten Unit-Namensvorlage aus. Im Falle von nicht
           instanziierten Vorlagen wie ssh@.service oder Nichtvorlagennamen wie
           ssh.service führt dies zu einem Fehler. Muss zusammen mit --unescape
           und darf nicht mit --template zusammen verwandt werden.

       -h, --help
           Zeigt einen kurzen Hilfetext an und beendet das Programm.

       --version
           Zeigt eine kurze Versionszeichenkette an und beendet das Programm.

BEISPIELE
       Um eine einzelne Zeichenkette zu maskieren:

           $ systemd-escape 'Hallöchen, Meister'
           Hall\xc3\xb6chen\x2c\x20Meister

       Um die Maskierung einer einzelnen Zeichenktte zurückzunehmen:

           $ systemd-escape -u 'Hall\xc3\xb6chen\x2c\x20Meister'
           Hallöchen, Meister

       Um eine Einhänge-Unit für einen Pfad zu generieren:

           $ systemd-escape -p --suffix=mount "/tmp//waldi/foobar/"
           tmp-waldi-foobar.mount

       Um Namensintanzen von drei Zeichenketten zu erzeugen:

           $ systemd-escape --template=systemd-nspawn@.service 'Mein Container 1' 'containerb' 'container/III'
           systemd-nspawn@Mein\x20Container\x201.service systemd-nspawn@containerb.service systemd-nspawn@container-III.service

       Um den Instanzenanteil einer instanziierten Unit herauszulösen:

           $ systemd-escape -u --instance 'systemd-nspawn@Mein\x20Container\x201.service'
           Mein Container 1

       Um den Instanzenanteil einer bestimmten Vorlage herauszulösen:

           $ systemd-escape -u --template=systemd-nspawn@.service 'systemd-nspawn@Mein\x20Container\x201.service'
           Mein Container 1

EXIT-STATUS
       Bei Erfolg wird 0 zurückgegeben, anderenfalls ein Fehlercode ungleich
       Null.

SIEHE AUCH
       systemd(1), systemd.unit(5), systemctl(1)


ÜBERSETZUNG
       Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Helge Kreutzmann
       <debian@helgefjell.de> erstellt.

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